K+S: Wie gewonnen so zerronnen?
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Rückschlag für die Aktie von K+S: Angeblich planen die USA, die Sanktionen gegen Kali aus Weißrussland wieder aufzuheben. Die Situation ist unübersichtlich und komplex.
Werte in diesem Artikel
Der Krieg am Golf und die Sperrung der Meerenge bei Hormus durch den Iran haben bestimmte Chemikalien, darunter auch Kali, stark verteuert. Zusammen mit den US-Sanktionen gegen weißrussisches Kali war dies zuletzt der Treibstoff, der die Aktie des Düngemittelherstellers K+S auf das Hoch aus dem Jahr 2023 bei gut 18 Euro gezogen hat. Anleger fürchten, dass nun die Hausse der Aktie endgültig vorbei sein könnte.
Fischen im Trüben
Um von endgültig zu sprechen, ist es vielleicht noch etwas zu früh. Die Gemengelage ist jedoch unübersichtlich. Teilweise treffen nämlich unterschiedliche Interessenlagen aufeinander. Zum einen versuchen die USA, den Preiseffekten für Öl und Chemikalien durch die faktische Sperrung der Straße von Hormus entgegenzuwirken. Im Rahmen dessen sollen künstliche Verknappungen durch jegliche Art von Handelsbeschränkungen möglichst eliminiert werden. Inwieweit diese Maßnahme jedoch auch das Importverbot in die EU betrifft, ist aktuell noch offen.
America first
Fakt ist jedoch: Weißrussland ist einer der größten Produzenten von Kali weltweit und die USA einer der größten Abnehmer. Zudem stellt sich die Frage, inwieweit sich Europa im ureigenen Interesse dieser Maßgabe entgegenstellen kann. Ganz zu schweigen von den politischen Zwängen: Das Verhältnis zwischen Europa und den USA ist nicht erst seit Beginn des Kriegs in Nahost angespannt.
Fazit
Die Kursentwicklung der Aktie von K+S ist äußerst eng an die Entwicklung des Kalipreises geknüpft. Dieser wiederum wird immer stärker durch die Geopolitik beeinflusst. Während die Importverbote für weißrussisches Kali in die EU und der Preisanstieg durch die Krise am Golf den Kalipreis angetrieben haben, könnte sich die Entwicklung nun spürbar abschwächen. Die politischen Interventionen dürften den Kalipreis zwar drücken, ob er aber schnell wieder auf das Vorkriegsniveau zurückfällt, ist eher unwahrscheinlich. Dennoch könnte die Aktie von K+S aufgrund der neuen Unsicherheit zunächst noch etwas weiter abrutschen. Denn nach Bekanntwerden der US-Pläne schloss das Papier gestern – ohne größere Gegenwehr – nahe am Tagestief.
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Erstellung am 20.03.26 um 11:02 Uhr.
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