26.03.2021 15:02

BASF-Aktie leichter: BASF legt Fahrplan zur Klimaneutralität bis 2050 fest - mit Blick auf Prognose vorsichtig

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BASF setzt sich ehrgeizige Klimaziele.
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Obwohl der Chemiekonzern in China einen neuen Verbundstandort bauen will und damit die Produktion deutlich ausweitet, sollen die Emissionen mit dem Treibhausgas CO2 bis 2030 gegenüber 2018 weltweit um 25 Prozent sinken, wie BASF in Ludwigshafen mitteilte. 2050 soll dann komplett klimaneutral gewirtschaftet werden. Bislang galt das Ziel, das geplante Wachstum bis 2030 ohne zusätzliche CO2-Emissionen schaffen zu wollen.

"Die neuen Klimaziele unterstreichen unsere Entschlossenheit und das Bekenntnis der BASF zum Pariser Klimaabkommen", sagte Vorstandschef Martin Brudermüller. Der Klimawandel sei die größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts, darauf wolle BASF mit verstärktem Einsatz Erneuerbarer Energien in der Produktion reagieren.

Bis zu 4 Milliarden Euro an Investitionen stehen dafür bis 2030 zur Verfügung. Unter anderem entwickelt BASF mit Partnern einen elektrisch beheizbaren Steamcracker oder arbeitet an einem Verfahren zur Methanpyrolyse, um Wasserstoff energiesparend herzustellen.

Erst ab 2030 werden diese Technologien skalierbar sein, um im großen Stil eingesetzt werden zu können. Klar ist schon jetzt: Der Bedarf an grünem Strom wird enorm stiegen. Bis 2035 sei am Stammstandort Ludwigshafen mit einer Verdreifachung des Bedarfs an elektrischer Energie zu rechnen, so BASF. Der Konzern wird deshalb selbst Geld in die Hand nehmen, um in Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren für den Eigenbedarf zu investieren.

BASF bleibt mit Blick auf die Prognose für 2021 vorsichtig

BASF bleibt mit Blick auf die Geschäftsentwicklung für 2021 auch nach dem guten Jahresstart vorsichtig. Finanzvorstand Hans-Ulrich Engel sagte beim virtuellen Kapitalmarkttag auf Nachfrage eines Analysten, das obere Ende der Ende Februar genannten Prognose könnte erreichbar sein. Im März habe sich die Entwicklung aus dem Januar und Februar fortgesetzt. Genauer könnte er sich erst bei Vorlage der Erstquartalszahlen äußern. Ende April wird BASF seine erste Zwischenbilanz vorlegen.

Der Konzern hat sich mit seiner Prognose 2021 großen Spielraum gelassen: Erwartet werden Umsätze in der Größenordnung von 61 bis 64 Milliarden Euro und ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT) von 4,1 bis 5,0 Milliarden Euro. Mit 15 bis 40 Prozent Plus gegenüber 2020 ist gerade bei der Gewinnprognose die Spanne recht groß; der Chemieriese hat nach eigenem Bekunden Puffer für mögliche Unterbrechungen in der Lieferkette eingebaut.

Analysten rechneten zuletzt allerdings damit, dass BASF zu tief gestapelt hat. Der von Vara Research erhobene Konsens sah das bereinigte EBIT bei 5,3 Milliarden Euro; Baader-Analyst Markus Mayer ging sogar von 5,9 Milliarden Euro aus.

BASF-Vorstandschef: Berlin muss den Grünstrom billiger machen

Die ehrgeizigen CO2-Ziele von BASF sind laut Vorstandschef Martin Brudermüller nur erreichbar, wenn auch die Rahmenbedingungen stimmen. Nötig sei "eine Regulierung, die ertüchtigt und nicht bestraft", sagte der Manager in einer Pressekonferenz. Die Selbstverpflichtung von BASF müsse nun auch auf Resonanz in der Politik stoßen - vor allem in Berlin und Brüssel, fügte er hinzu. Von der Politik hänge ab, wie schnell BASF in Europa mit der Senkung der Treibhausgasemissionen vorankomme oder "ob wir gezwungen sind, diese Schritte zunächst woanders zu machen". In China und den USA sehe er große Bereitschaft, gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Zum aktuellen Preisniveau von grünem Strom in Deutschland (17 Cent pro Kilowattstunde) ist laut Brudermüller etwa ein Einsatz von strombeheizten Steamcrackern - ein Baustein im Konzept des Konzerns zur CO2-Neutralität bis 2050 - nicht wirtschaftlich, sagte Brudermüller. Auskömmlich wären nach seinen Angaben 4 bis 5 Cent je Kilowattstunde. Zu diesem Preis, zu dem BASF mit eigenen Gaskraftwerken 80 Prozent des Bedarfs deckt, lasse sich Offshore-Windstrom bereits unsubventioniert erzeugen. In Deutschland werde der Strom aber durch Steuern, EEG-Umlage und Netzkosten extrem verteuert.

BASF setzt bei der Dekarbonisierung seiner Produktion vor allem auf den Einsatz von Strom aus erneuerbaren Energien. Der Konzern will eigene Windparks aufbauen, Solaranlagen in den Werken errichten oder langfristige Lieferverträge mit Drittanbietern schließen, um seinen stark wachsenden Bedarf an elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen zu decken.

Via XETRA verlieren BASF-Titel zeitweise 0,54 Prozent auf 70,08 Euro.

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: BASF SE

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