Masterflex: Jetzt wird es spannend
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Am 4. November legt Masterflex die Neunmonatszahlen vor. Die bisherigen Ergebnisse lassen erwarten, dass die Jahresprognose erreichbar bleibt. Noch spannender dürfte aber werden, was das Unternehmen über den Fortschritt seiner beiden großen Wachstumsprojekte berichtet.
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Mit den anstehenden Neunmonatszahlen steht für Masterflex der nächste wichtige Börsentermin bevor. Nach einem Umsatz von 54,3 Mio. Euro und einem operativen EBIT von 8,0 Mio. Euro im ersten Halbjahr ist das Unternehmen auf einem guten Kurs, die für das Gesamtjahr formulierten Ziele von 103 bis 108 Mio. Euro Umsatz und 13 bis 16 Mio. Euro beim operativen EBIT zu erreichen.
Um die Umsatzprognose zu erfüllen, müsste Masterflex im zweiten Halbjahr demnach noch 48,7 bis 53,7 Mio. Euro erwirtschaften. Zum Vergleich: Im Vorjahr wurden in Q3 rund 26,5 Mio. Euro und in Q4 rund 22,7 Mio. Euro umgesetzt, zusammen also 49,2 Mio. Euro. Eine Wiederholung dieser Leistung würde somit bereits ausreichen, um die untere Prognosegrenze zu erreichen.
Wachstumstreiber für 2027
Noch wichtiger als die kurzfristige Entwicklung dürften aber die Aussagen zu den beiden großen Wachstumsprojekten sein. Zum einen hat Masterflex in Marokko ein neues Werk für die Luftfahrtindustrie aufgebaut, das die Kapazitäten in diesem attraktiven Marktsegment deutlich erweitert. Zum anderen hat das Unternehmen einen umfangreichen Entwicklungs- und Rahmenvertrag abgeschlossen, der ab 2027 jährlich rund 5 Mio. Euro zusätzlichen Umsatz bringen und bis 2030 auf bis zu 10 Mio. Euro anwachsen soll.
Beide Projekte sollen die Wachstumsdynamik im kommenden Jahr erheblich verstärken und stellen somit wichtige Pfeiler der Wachstumsstrategie dar, mit der Masterflex den Umsatz bis 2030 auf 200 Mio. Euro verdoppeln will. Mit Blick auf 2027 und die Wachstumsperspektiven ist es deswegen besonders spannend, ob die Anlaufphase planmäßig verläuft und sich die erwarteten Umsatzbeiträge konkretisieren.
Neue Impulse für die Aktie?
Die Aktie, die Anfang Oktober deutlich korrigiert hat, hat sich zuletzt wieder etwas erholt. Insgesamt steht auf Jahressicht aber ein leichtes Minus, was letztlich den Übergangscharakter des Jahres 2026 widerspiegelt, das von der Vorbereitung des Wachstumsschubs ab 2027 geprägt ist. Trotz des sehr überzeugenden Track Records, der guten Zahlen, der moderaten Bewertung und des sich zuletzt sogar aufhellenden konjunkturellen Umfelds scheint die Börse noch nicht bereit zu sein, das künftige Wachstum vorab einzupreisen. Insofern kommt der Zahlenveröffentlichung am 4. November eine erhöhte Bedeutung zu. Kann Masterflex darin zeigen, dass die Wachstumsinitiativen wie geplant voranschreiten, könnte das die Bremse in der Kursentwicklung lösen.
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Erstellung am 30.10.26 um 09:00 Uhr.
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