MORNING BRIEFING - Deutschland/Europa -2-
Die Ölpreise fielen deutlich, nachdem US-Präsident Trump einen geplanten Militärschlag gegen den Iran vorerst verneint hatte. Eine Angebotsverknappung dürfte daher zunächst nicht zu erwarten sein. Der Preis für das Barrel WTI fiel um 4,6 Prozent auf 59,19 Dollar. Allerdings waren die Ölpreise in den vergangenen Tagen um rund 10 Prozent gestiegen. Die "Iran-Prämie" sei nun ausgepreist worden, hieß es.
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HANDEL USA - TAIWAN
Die USA und Taiwan haben ein Handelsabkommen unterzeichnet, das die amerikanische Halbleiterproduktion ankurbeln soll. Im Gegenzug werden Zölle gesenkt, was die Bemühungen der Trump-Regierung unterstützt, kritische Industrien zurück in die USA zu holen. Im Rahmen der Vereinbarung wird TSMC ihre Fertigung in Arizona um mehrere neue Fabriken erweitern. Dies sei Teil einer Gesamtinvestition von 250 Milliarden Dollar in den USA, teilte das Handelsministerium mit. Im Gegenzug senken die USA die Zölle auf Importe aus Taiwan von 20 auf 15 Prozent. Taiwanische Chipunternehmen, die wie TSMC verstärkt in Amerika investieren, werden von Zöllen ausgenommen.
US-GELDPOLITIK
Die Präsidentin der Philadelphia Fed, Anna Paulson, sieht keine Eile für weitere Zinssenkungen. Sie erwarte, dass die Inflation bis zum Jahresende deutliche Fortschritte beim Rückgang auf das 2-Prozent-Ziel der Zentralbank machen werde, fühle sich aber wohl dabei, die Zinsen bei der kommenden Fed-Sitzung am 27. und 28. Januar stabil zu halten, sagte sie in einem Interview. Paulson sagte jedoch, sie könnte eine leichte Zinssenkung im späteren Verlauf des Jahres befürworten - entweder nachdem Inflationsdaten ihre Erwartung bestätigen, dass der Preisdruck nachlässt, oder wenn sich Hinweise ergeben, dass sich die Bedingungen am Arbeitsmarkt unerwartet verschlechtern.
Der Präsident der Federal Reserve von Kansas, Jeff Schmid, hat seine Ansicht bekräftigt, dass der Inflationsdruck in der Wirtschaft nach wie vor zu deutlich spürbar sei und die Zinsen daher unverändert bleiben sollten.
FRAPORT
hat im Dezember weiter Zuwächse beim Passagieraufkommen erzielt, was im Gesamtjahr insgesamt zu einem moderaten Anstieg führte. Allerdings liegt der deutsche Markt weiter "auf den hinteren Plätzen in Europa bei der Erholung des Luftverkehrs nach der Corona-Pandemie", so Fraport-Chef Stefan Schulte. Frankfurt habe 2025 beim Passagieraufkommen noch 10 Prozent unter den Vorkrisenwerten gelegen.
BRITISH AMERICAN TOBACCO
wird seine einzige Fabrik in Südafrika zum Jahresende schließen. Die dortige Tochtergesellschaft des Tabakkonzerns verwies in ihrer Mitteilung auf den boomenden Schwarzmarkt in dem Land. Von der Schließung seien rund 230 Arbeitsplätze betroffen. Insgesamt beschäftigt BAT in Südafrika 970 Mitarbeiter.
EQUINOR
hat im Streit um ein Offshore-Windprojekt in den USA einen Sieg vor Gericht eingefahren. Ein Bundesrichter sagte am Donnerstag, er sei nicht überzeugt, dass der Bau des Projekts "Empire Wind" des norwegischen Energiekonzerns unmittelbar gestoppt werden musste.
HSBC
plant eine strategische Überprüfung ihres Versicherungsgeschäfts in Singapur. Untersucht werden alle Optionen für HSBC Life Singapore. Der Schritt sei Teil der "fortlaufenden globalen Vereinfachung" der Bank. HSBC konzentriere sich darauf, Marktanteile dort auszubauen, wo der Konzern über einen "klaren Wettbewerbsvorteil" mit Blick auf weiteres Wachstum verfügt.
FORD / BYD
wollen offenbar bei Batterien zusammenarbeiten. Die Autokonzerne sprechen derzeit über eine Partnerschaft, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Diese sehe vor, dass der US-Autobauer Batterien von dem chinesischen Autokonzern für einige der Hybrid-Modelle von Ford kaufen würde.
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January 16, 2026 01:30 ET (06:30 GMT)