MORNING BRIEFING - USA/Asien
Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
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+++++ FEIERTAGSHINWEIS +++++
MONTAG: Die Börsen in den USA bleiben wegen des Feiertags "Martin Luther King Day" geschlossen.
+++++ TAGESTHEMA +++++
Ein kräftiger Anstieg der Exporte hat Chinas Wachstum im vergangenen Jahr angetrieben. Damit trotzte die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft den Erwartungen, wonach ein Handelskrieg mit den USA das Land ausbremsen würde. Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) expandierte im vergangenen Jahr deflationsbereinigt um 5 Prozent, wie aus den am Montag vom Nationalen Statistikamt veröffentlichten Daten hervorgeht. Damit erreichte Peking sein offizielles Wachstumsziel und knüpfte an das reale BIP-Wachstum von 5 Prozent aus dem Jahr 2024 an. Zu Beginn des vergangenen Jahres hatten viele Analysten erwartet, dass neue US-Zölle Chinas Ausfuhren ersticken und das Wachstum drücken würden. Stattdessen steigerte China seine Exporte in Märkte weltweit und glich damit den Rückgang im Handel mit den USA mehr als aus. In der vergangenen Woche hatte die chinesische Zollbehörde einen Rekordhandelsbilanzüberschuss von 1,19 Billionen US-Dollar für das Jahr 2025 gemeldet, getragen von einem Exportplus von 5,5 Prozent. Die wirtschaftliche Dynamik in China schwächte sich im Jahresverlauf jedoch ab. Für das vierte Quartal gab China ein Wirtschaftswachstum von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum an, nach 4,8 Prozent im dritten Quartal. Einige Ökonomen weisen darauf hin, dass Chinas Wirtschaft ein Wachstum der zwei Geschwindigkeiten bzw ein K-förmiges Wachstum zeige: Während Exporte und verarbeitendes Gewerbe stark sind, bleiben Konsum und Immobilienmarkt schwach.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++
Keine relevanten Unternehmenstermine angekündigt.
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
Keine wichtigen Konjunkturdaten auf der Agenda.
+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++
INDEX zuletzt +/- %
E-Mini-Future S&P-500 6.885,10 -0,8%
E-Mini-Future Nasdaq-100 25.254,80 -1,1%
S&P/ASX 200 (Sydney) 8.874,50 -0,3%
Nikkei-225 (Tokio) 53.583,57 -0,7%
Hang-Seng (Hongk.) 26.583,62 -1,0%
Shanghai-Comp. 4.111,34 +0,2%
Kospi (Seoul) 4.904,66 +1,3%
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
OSTASIEN (VERLAUF)
Mit einer uneinheitlichen Tendenz zeigen sich die asiatischen Aktienmärkte zu Beginn der neuen Woche. Im Fokus stehen chinesische Wirtschaftsdaten. So hat sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal um 4,5 Prozent erhöht, blieb damit aber knapp unter der Prognose einer Zunahme um 4,6 Prozent. Damit erreichte Peking allerdings sein offizielles Wachstumsziel und knüpfte an das reale BIP-Wachstum von 5 Prozent aus dem Jahr 2024 an. Während es für den Shanghai-Composite um 0,2 Prozent aufwärts geht, verliert der Hang-Seng-Index in Hongkong 1,0 Prozent. Etwas auf die Stimmung drücken die angedrohten Zölle von US-Präsident Donald Trump, der im Zuge des Grönland-Streits insgesamt acht europäischen Ländern mit einem 10-prozentigen Zusatzzoll gedroht hat. Der Schritt hat das Zeug, ein wegweisendes Handelsabkommen zu kippen, das Trump im vergangenen Jahr mit der EU erzielt hatte und das darauf abzielt, Zölle auf viele US-Exporte zu senken. Dies schürt Sorgen vor einem erneuten Zollstreit. In Tokio setzten sich die Abgaben nach den jüngst starken Gewinnen fort, der Nikkei-225 reduzierte sich um weitere 0,7 Prozent. Die Anleger beobachteten aufmerksam alle Details zu den Parlamentswahlen sowie die Strategie von Premierministerin Sanae Takaichi, mit der sie die Wirtschaft ankurbeln und das Vertrauen der Öffentlichkeit gewinnen wolle, hieß es. An der Börse in Seoul ging nach einem leichten Abschlag zu Handelsbeginn dagegen die jüngste Rally weiter - der Kospi kletterte um weitere 1,3 Prozent. Hier standen Chipwerte erneut auf der Kaufliste. Der US-Konzern Micron Technology will eine Produktionsstätte von der taiwanischen Powerchip Semiconductor Manufacturing Corp für 1,8 Milliarden Dollar übernehmen.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 49.359,33 -0,2% -83,11 +2,8%
S&P-500 6.940,01 -0,1% -4,46 +1,4%
NASDAQ Comp 23.515,39 -0,1% -14,63 +1,2%
Freitag Donnerstag
Umsatz NYSE (Aktien) 1,35 Mrd 1,20 Mrd
Gewinner 1.186 1.864
Verlierer 1.537 897
Unverändert 109 74
Knapp behauptet - Vorsicht dominierte unter den Anlegern vor dem Wochenende. Zudem hatten die jüngsten Aussagen von US-Präsident Trump die Zinssenkungshoffnungen gedämpft. Trump schürte Zweifel an Kevin Hassett als nächstem Fed-Chef, der Vorsitzende des Nationalen Wirtschaftsrats im Weißen Haus galt bisher als aussichtsreichster Kandidat. Im Zuge dessen hatten Anleger ihre Wetten auf Hassett für den Fed-Spitzenposten halbiert. Die Wahrscheinlichkeit, dass der ehemalige Fed-Gouverneur Kevin Warsh nominiert wird, stieg auf 60 Prozent. Händler sehen Hassett als die marktfreundlichere Option als Nachfolger von Powell und glauben, dass er eher als Warsh bereit sein könnte, die Zinsen niedrig zu halten. Gesucht waren teilweise erneut Aktien mit Bezug zu TSMC oder KI, nachdem der taiwanische Chipauftragsfertiger mit starken Geschäftszahlen und einem optimistischen Ausblick die Furcht vor einer KI-Blase vorerst zerstreut hatte. AMD legten 1,7 Prozent zu und Broadcom um 2,5 Prozent. Micron verteuerten sich um 7,8 Prozent, nachdem TSMC-Co-CEO Mark Liu Aktien des Speicherchipherstellers gekauft hatte.
US-ANLEIHEN
Die Renditen stiegen, was Marktteilnehmer mit nachlassender Zinssenkungsfantasie erklärten nach den jüngsten Aussagen von US-Präsident Trump zur Powell-Nachfolge. Die Zehnjahresrendite stieg um 7 Basispunkte auf 4,22 Prozent.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % 00:00 Fr, 09:09 % YTD
EUR/USD 1,1630 0,4 1,1586 1,1612 -1,3%
EUR/JPY 183,62 0,4 182,92 183,66 -0,5%
EUR/GBP 0,8680 0,1 0,8675 0,8668 -0,7%
GBP/USD 1,3398 0,3 1,3355 1,3396 -0,6%
USD/JPY 157,89 0,0 157,88 158,17 +1,0%
USD/KRW 1.473,50 -0,0 1.473,58 1.470,91 +2,3%
USD/CNY 6,9972 -0,1 7,0016 7,0030 -0,3%
USD/CNH 6,9581 -0,1 6,9671 6,9655 -0,1%
USD/HKD 7,7955 -0,0 7,7980 7,7997 +0,3%
AUD/USD 0,6697 0,4 0,6673 0,6703 +0,6%
NZD/USD 0,5776 0,6 0,5744 0,5760 -0,1%
BTC/USD 92.448,40 -3,2 95.455,70 95.614,80 +7,4%
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Der Dollar-Index legte um 0,1 Prozent zu - begünstigt durch nachlassende Zinssenkungsfantasie.
++++ ROHSTOFFE +++++
METALLE
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 4.674,74 4.596,45 +1,7% +78,29 +6,4%
Silber 93,45 90,1495 +3,7% +3,30 +26,4%
Platin 2.024,79 2.018,86 +0,3% +5,93 +15,0%
Kupfer 5,90 5,83 +1,2% +0,07 +2,4%
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Der Goldpreis zeigte sich nach seinem jüngsten Höhenflug leichter - belastet von gesunkener Zinssenkungsfantasie nach soliden Konjunkturdaten und den Hasselt-Aussagen von Trump. Der Preis für eine Feinunze zeigte sich zur Schlussglocke 0,5 Prozent leichter.
ROHÖL zuletzt VT-Schluss +/- % +/- USD % YTD
Brent/ICE 63,76 64,13 -0,6% -0,37 +5,4%
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags
Die Ölpreise tendierten in einer Gegenbewegung auf die Talfahrt vom Donnerstag fester. Die Preise waren unter Druck geraten, nachdem Präsident Trump die Möglichkeit eines bevorstehenden US-Militärschlags gegen den Iran heruntergespielt hatte. Beobachter sprachen vom Auspreisen einer Risikoprämie, die weiter schrumpfen dürfte, je mehr Zeit ohne ein militärisches Eingreifen vergehe. Dann dürfte wieder die Befürchtung eines Überangebots in den Vordergrund treten. Der Preis für Brent legte um 0,6 Prozent zu und der für WTI verteuerte sich um 0,4 Prozent.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++
USA / GRÖNLAND
US-Präsident Trump hat angedroht, Länder mit Strafzöllen belegen zu wollen, die seinen Plan zur Kontrolle Grönlands nicht unterstützen. "Ich könnte einen Zoll auf Länder erheben, wenn sie bei Grönland nicht mitziehen, denn wir brauchen Grönland für die nationale Sicherheit. Das könnte ich also tun", sagte der Präsident am Freitag im Weißen Haus während einer Veranstaltung zum Thema Gesundheitswesen. Trump verwies darauf, dass die Androhung von Zöllen gegen Länder wie Frankreich und Deutschland ihm geholfen habe, die hohen Preise für verschreibungspflichtige Medikamente anzugehen. Trump fügte an, dieser Ansatz könnte ihm helfen, die Kontrolle über Grönland zu erlangen, was seiner Aussage nach notwendig sei, um die nationale Sicherheit der USA zu wahren.
WIRTSCHAFTSWACHSTUM CHINA
Chinas Immobilienkrise hat sich bis zum Dezember fortgesetzt. Damit endete ein Jahr, das von anhaltend schwacher Binnennachfrage geprägt war. In den 70 größten Städten Chinas fielen die Immobilienpreise im Dezember gegenüber dem Vorjahr um 3,05 Prozent und damit noch etwas stärker als im November, als der Rückgang 2,78 Prozent betrug. Dies geht aus Berechnungen des Wall Street Journal hervor, die auf Daten basieren, die das Nationale Statistikamt am Montag veröffentlicht hat.
KONJUNKTUR CHINA
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January 19, 2026 01:45 ET (06:45 GMT)