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19.05.2020 22:00

Später Kursrutsch: US-Börsen beenden den Dienstagshandel mit Verlusten

Nach gestriger Euphorie: Später Kursrutsch: US-Börsen beenden den Dienstagshandel mit Verlusten | Nachricht | finanzen.net
Nach gestriger Euphorie
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Die US-Börsen haben den Dienstagshandel schwächer beendet.
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Der Dow Jones beendete den Handelstag mit einem Abschlag von 1,47 Prozent bei 24.234,90 Punkten. Dabei verstärkte sich der Abwärtstrend im späten Handel.

Nach den kräftigen Kursgewinnen zu Wochenbeginn haben Anleger an den US-Börsen am Dienstag Gewinne mitgenommen. Betroffen waren vor allem zyklische Sektoren wie Energie und Finanzen, die am Montag den Markt angeführt hatten.

Im späten Handel kam verstärkter Verkaufsdruck auf, als ein Medienbericht Zweifel an dem Corona-Impfstoffkandidaten des Pharmaherstellers Moderna schürte. Erste positive Studiendaten zu dem Impfstoff waren am Montag einer der Gründe für die Kursrally.

Nun aber schrieb Stat News, eine Webseite, die sich hauptsächlich mit Gesundheitsthemen befasst, dass die von Moderna veröffentlichten Daten ungenügend seien. Allerdings hatte Moderna am Montag selbst mitgeteilt, dass der Impfstoff bei einigen Probanden, aber nicht bei allen, eine Immunreaktion hervorgerufen habe.

Auch die Freude darüber, dass viele Volkswirtschaften wieder hochgefahren werden, erhielt einen Dämpfer, denn es bestehen angesichts der globalen Verwerfungen aufgrund der Corona-Pandemie nach wie vor erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft. Dazu gesellten sich Befürchtungen, dass sich der US-chinesische Handelskonflikt wieder verschärfen könnte. So beabsichtigt die US-Technologiebörse Nasdaq, strengere Regeln für die Börsennotierung chinesischer Unternehmen einzuführen. Etwas überschattet wurde die Stimmung auch von der Drohung des US-Präsidenten, der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die finanziellen Mittel zu streichen. Die USA sind der wichtigste Geldgeber der WHO. Trump wirft der Organisation vor, gemeinsam mit China die Schwere des Coronavirus-Ausbruchs zu Beginn der Pandemie vertuscht zu haben.

Die Anhörung von US-Notenbankchef Jerome Powell vor dem Bankenausschuss des US-Senats, die wegen der Corona-Krise in Form einer Videokonferenz stattfand, brachte nichts Neues. Der Fed-Chef bekräftigte, dass die Notenbank alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen werde, um die US-Wirtschaft durch die Corona-Krise zu steuern. Finanzminister Mnuchin, der ebenfalls an der Anhörung teilnahm, versprach, nötigenfalls mehr Geld zur Verfügung zu stellen.

"Die Anleger machen nach der gestrigen Euphorie über die mögliche Entwicklung eines Impfstoffes nun eine Verschnaufpause", sagte Marktstratege Hugh Gimber von JP Morgan Asset Management. Ein erfolgreicher Impfstoff ebne den Weg für eine schnellere Erholung des Wirtschaftswachstums. Aber es sei klar, dass es wohl noch ein langer Weg bis dahin sei.

Derweil ist die Zahl der Corona-Todesfälle in den USA am Montag auf über 90.000 gestiegen, wie die Johns-Hopkins-Universität mitteilte. 1,5 Millionen Menschen in den USA haben sich demnach mit dem neuartigen Virus infiziert.

Konjunkturseitig zeigten Daten zu den Bau-Aktivitäten in den USA für den Monat April wie erwartet einen kräftigen Einbruch.

Die Ölpreise schwankten zwischen positivem und negativem Terrain hin und her. Der am Dienstag letztmals gehandelte Juni-Future auf die US-Sorte WTI notierte zum Settlement 2,1 Prozent höher bei 32,50 Dollar und damit so hoch wie seit zwei Monaten nicht mehr. Der ab Mittwoch marktführende Juli-Kontrakt stieg um 1 Prozent auf 31,96 Dollar. Stützend wirkten hier wie am Vortag Fördermengenkürzungen und die wieder anziehende Nachfrage. Die europäische Referenzsorte Brent ermäßigte sich hingegen um 0,5 Prozent auf 34,65 Dollar.

Die am Montag geschmähten Staatsanleihen fanden nun wieder Käufer: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen sank mit steigenden Notierungen um 4 Basispunkte auf 0,69 Prozent. Auch Gold legte zu: Der Preis für die Feinunze stieg um 0,8 Prozent auf 1.747 Dollar.

Am Devisenmarkt baute der Euro seine Gewinne zum Dollar aus. Rückenwind erhielt die Gemeinschaftswährung durch den von Deutschland und Frankreich angestoßenen Plan eines EU-Wiederaufbaufonds. Im späten US-Handel notierte der Euro bei etwa 1,0935 Dollar.

Redaktion finanzen.net / Dow Jones Newswires / dpa-AFX

Bildquellen: Frontpage / Shutterstock.com, Maynard Case / Shutterstock.com
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