Nachfragesorgen mehren sich

Überraschender Bericht: Canceln Tesla und Panasonic ihre Gigafactory-Pläne? Tesla-Aktie unter Druck

11.04.19 22:32 Uhr

Überraschender Bericht: Canceln Tesla und Panasonic ihre Gigafactory-Pläne? Tesla-Aktie unter Druck | finanzen.net

Der Elektroautobauer Tesla und der japanische Elektronikkonzern wollen den Bau der Gigafactory offenbar zunächst nicht weiter verfolgen.

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Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtet, soll der Bau der im US-Bundesstaat Nevada geplanten Batteriefabrik gestoppt worden sein. Dem Blatt zufolge legen Tesla und sein japanischer Partner Panasonic die Pläne vorerst auf Eis.

Nachfrage zu gering?

Für die Fabrik, deren Bau im Jahr 2014 begonnen wurde, hatten die Beteiligten Kosten von rund fünf Milliarden US-Dollar veranschlagt, insgesamt sollten vor Ort 6.500 Arbeitsplätze geschaffen werden. In der Fertigungsstätte sollten Panasonic Lithium-Ionen-Akkumulatoren für Elektroautos und Akkupacks für stationäre Stromspeicher hergestellt werden.

Die beiden Unternehmen hatten geplant, die Produktionskapazität bei Gigafactory 1 schrittweise auf bis zu 105 GWh Batteriezellenproduktion und 150 GWh Batteriepackproduktion zu erhöhen, um dem ständig steigenden Bedarf gerecht zu werden. An der Wall Street waren zuletzt nach schwachen Tesla-Auslieferungszahlen aber Sorgen aufgekommen, ob die Nachfrage nach dem als Massenmarktmodell konzipierten Model 3 von Seiten des Tesla-Managements überschätzt worden sei.

Ein Tesla-Sprecher wird in dem Bericht mit den Worten zitiert: "Wir werden natürlich weiterhin bei Bedarf neue Investitionen in Gigafactory 1 tätigen."

Auch Gigafactory in China liegt auf Eis

Wie "Nikkei" weiter berichtet, soll Tesla auch die Investitionen in das geplante Batteriewerk in China zunächst kappen - stattdessen sei geplant, dass der Elektroautobauer in Shanghai zunächst technischen Support bereitstellen und Batterien aus den existierenden Fabriken beziehen soll. Der Spatenstich für das Werk in China war erst im Januar erfolgt, für die Umsetzung der Pläne und den Ausbau hatte Tesla in China nach Kreditgebern gesucht, die das milliardenschwere Projekt stützen sollten.

Anleger reagierten verschnupft auf die neuerlichen Hiobsbotschaften und schickren die Tesla-Aktie im US-Handel 2,77 Prozent auf 268,42 Dollar abwärts.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Hadrian / Shutterstock.com, Josh Edelson/AFP/Getty Images

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