OTS: Neue Osnabrücker Zeitung / Leere Speicher: BSW kritisiert Gaslieferungen ...

27.02.26 01:00 Uhr

Leere Speicher: BSW kritisiert Gaslieferungen an die Ukraine /

Reserven bald unter 20 Prozent? - Wagenknecht: "Wirtschaftsministerin

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sollte zurücktreten"

Osnabrück (ots) - Osnabrück. Angesichts der sich einem Allzeittief nähernden

Gasreserven hält das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) soeben angelaufene

Gaslieferungen in die Ukraine für unverantwortlich. "Dass Deutschland Gas in die

Ukraine liefert, während sich bei uns die Gasspeicher leeren, ist unglaublich.

Bundeswirtschaftsministerin Reiche ist heillos überfordert und sollte

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zurücktreten", sagte BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht der "Neuen Osnabrücker

Zeitung" (noz). Noch nie seien die Gasspeicher um diese Zeit so leer gewesen,

das sei extrem besorgniserregend.

Zuletzt waren die Gasspeicher nur noch zu 20,52 Prozent gefüllt, ein für Ende

Februar beispiellos niedriges Niveau. Den niedrigsten Füllstand seit Beginn der

Datenerfassung 2011 gab es 2018, er lag bei 14,1 Prozent - aber erst im April.

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In den vergangenen Wochen hatten stetig sinkende Füllstände eine Debatte darüber

ausgelöst, ob die Reserven in den Gaspeichern bis zum Ende des Winters

ausreichen.

Seit wenigen Tagen liefert Deutschland nun erstmals über das LNG-Terminal auf

Rügen aus den USA stammendes Flüssiggas nach der Regasifizierung über Polen an

die Ukraine. Das teilte der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogas mit.

Die Energieinfrastruktur ist nach wie vor eines der Hauptziele der russischen

Armee im Krieg gegen die Ukraine. Laut Bundesregierung liefert Deutschland kein

Gas aus eigenen Beständen an die Ukraine; es werde lediglich Gas weitergeleitet.

Angesichts der jüngsten Entwicklung sagte BSW-Gründerin Wagenknecht noz mit

Blick auf Deutschland: "Dass die Bundesregierung nicht in der Lage ist, eine

verlässliche - geschweige denn preiswerte - Energieversorgung der noch

drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zu garantieren, zeigt wieder einmal: Wir

werden von Dilettanten regiert."

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