OTS: vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. / Abkommen bietet ...

27.01.26 15:20 Uhr

Abkommen bietet große Chancen zur Markterschließung / Brossardt:

"Zölle auf über 90 Prozent der EU-Warenexporte nach Indien fallen weg"

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München (ots) - Die vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. begrüßt

den erfolgreichen Verhandlungsabschluss des EU-Indien-Freihandelsabkommens.

"Dass die EU und Indien ihre Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen haben,

sendet ein starkes Signal. Angesichts der veränderten Weltlage sind Deutschland

und die EU mehr denn je gefordert, neue Handels-, Rohstoff- und

Investitionspartnerschaften überall auf der Welt abzuschließen. Die

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Handelspolitik von US-Präsident Trump belastet den gesamten Welthandel. China

benutzt seine Exportkontrollen für Seltene Erden als machtpolitisches Mittel.

Eine internationale und global vernetzte Volkswirtschaft wie Bayern bekommt das

zu spüren. Das Abkommen mit Indien ist ein zentraler Schritt, um von einem

dynamischen Markt zu profitieren, unsere Handelsbeziehungen zu diversifizieren

und unsere Position im Indo-Pazifik zu stärken," sagte vbw Hauptgeschäftsführer

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Bertram Brossardt.

"Durch den Wegfall der Zölle auf über 90 Prozent der Warenexporte der EU bietet

das Abkommen neue Absatzmöglichkeiten. Zölle auf den Großteil von Maschinen und

elektrischen Ausrüstungen werden von 44 Prozent auf null Prozent sinken. Die

Zölle im Bereich Luft- und Raumfahrzeuge werden ebenfalls für die meisten

Produkte eliminiert. Auch die Medizintechnik wird profitieren, da Zölle auf 90

Prozent der optischen, medizinischen und chirurgischen Ausrüstung abgeschafft

wurden. Kritisch sehen wir das Kontingent von 250.000 Fahrzeugen. Trotzdem kann

die Automobilindustrie davon profitieren, denn deren Exporte nach Indien sind

derzeit noch mit Zöllen von bis zu 110 Prozent belegt. Für Fahrzeuge werden

diese künftig auf zehn Prozent sinken, für Autoteile werden Zölle schrittweise

komplett abgeschafft," so Brossardt.

Das Freihandelsabkommen stellt das bislang größte beider Seiten dar und eröffnet

einen Markt mit einer Bevölkerung von über 1,45 Milliarden Menschen. Indien

zählt mit einem Bruttoinlandsprodukt von über vier Billionen US-Dollar zu den

größten Volkswirtschaften weltweit. Die Wirtschaft des Schwellenlandes zeichnet

sich zudem durch eine sehr hohe Wachstumsdynamik aus. "Bis 2030 gehen wir von

einem durchschnittlichen BIP-Wachstum von rund sechseinhalb Prozent pro Jahr

aus. In der Folge wird Indien in den kommenden Jahren Deutschland und Japan in

der Rangliste der global größten Volkswirtschaften überholen und auf Rang 3

klettern", erläutert Brossardt und ergänzt: "Indien hat als Absatzmarkt für

bayerische Produkte stark an Bedeutung gewonnen, die Ausfuhren legten zwischen

2015 und 2024 um über 60 Prozent zu. Im Vergleich zu den USA und China ist das

Exportvolumen jedoch weiter gering. Umso wichtiger ist es jetzt, bestehende

Handelsbeschränkungen abzubauen und das Potenzial des indischen Marktes voll

auszuschöpfen."

Laut vbw muss Europa mit Blick auf die industrielle Expansion Chinas und die

angespannten transatlantischen Beziehungen Einigkeit und Stärke demonstrieren.

"Wir sind überzeugt, dass jedes Freihandelsabkommen unseren europäischen

Wirtschaftsraum und unsere bayerische Volkswirtschaft stärker macht. Deswegen

setzen wir auf eine zügige Ratifizierung des Abkommens ohne unnötige

Verzögerungen", betont Brossardt abschließend.

Pressekontakt:

Lena Grümann, Tel. +49 (0) 89-551 78-391, E-Mail:

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