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14.08.2019 20:00
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Nordex-Aktie springt zweistellig hoch: Nordex verzeichnet Gewinneinbruch - Auftragslage verbessert sich

Prognose bekräftigt: Nordex-Aktie springt zweistellig hoch: Nordex verzeichnet Gewinneinbruch - Auftragslage verbessert sich | Nachricht | finanzen.net
Prognose bekräftigt
Der Windkraftanlagen-Hersteller Nordex erwartet nach einer schwachen ersten Jahreshälfte in den nächsten sechs Monaten eine Steigerung der Erlöse.
Die Auftragslage verbessere sich, die Produktionsleistung habe in der zweiten Jahreshälfte bereits deutlich zugenommen, teilte der TecDAX-Konzern am Mittwoch in Hamburg mit.

Der Ergebnisrückgang kam laut Nordex nicht überraschend: Im ersten Halbjahr brach der Gewinn vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern (Ebitda) auf 17,1 Millionen Euro ein, nach 38,4 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Der Konzernumsatz lag in den ersten sechs Monaten bei 990,8 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 957,1 Millionen Euro. Weil die Geschäftsentwicklung wie erwartet verläuft, bestätigte das Management die Prognose für das laufende Geschäftsjahr und erwartet einen Konzernumsatz von 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro. Die Ebitda-Marge soll bei 3 bis 5 Prozent liegen.

Das Volumen der Auftragseingänge hat sich im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr vergrößert. Das Unternehmen erwartet daher in der zweiten Jahreshälfte deutlich mehr Installationen und hat bereits seine Produktion von Turbinen und Rotorblättern hochgefahren. Bis Ende des Jahres soll die Produktionsleistung weiter steigen, hieß es. Rund 40 Prozent der Aufträge kommen aus den USA und Europa, aus Lateinamerika 21 Prozent und 5 Prozent aus Australien. "Wir haben uns auf das deutlich höhere Aktivitätsniveau in der zweiten Jahreshälfte gründlich vorbereitet", erklärte Nordex-Chef José Luis Blanco bei der Vorlage der Halbjahreszahlen. Zudem werde der Konzern zusätzliche Investitionen in der Blattproduktion vornehmen, um die höher als ursprünglich erwartetet Nachfrage bedienen zu können.

Wie sich die Nordex-Aktie bewegt

Nach einem Kurseinbruch um rund ein Drittel in nur sechs Wochen sind die Aktien von Nordex am Mittwoch wieder durchgestartet. Volle Auftragsbücher des Herstellers von Windkraftanlagen trieben den Kurs am Vormittag um 12,6 Prozent auf gut 11 Euro nach oben. Damit lagen die Aktien mit großem Abstand an der Spitze des Nebenwerte-Index SDAX.

"Wir bleiben Käufer der Aktie", schrieb Analyst Sebastian Growe von der Commerzbank. Der Experte fand im Zahlenwerk der Hamburger gleich mehrere positive Aspekte. So habe der Umsatz im zweiten Quartal seine Annahme gleich um fast ein Viertel übertroffen. Auch sei Nordex profitabler gewesen als von ihm und seinen Kollegen erwartet.

Zudem sei der Anteil der operativen Ausgaben sowohl im Vergleich zum Vorjahresquartal als auch zum Vorquartal zurückgegangen. " Das zeigt, dass die Kosten unter Kontrolle sind", sagte der Experte. Auch das Nettoumlaufvermögen habe Nordex zuletzt besser im Griff gehabt. Diese Kennziffer weist aus, welcher Teil des Vermögens zur Erwirtschaftung von Umsatz zur Verfügung steht und nicht durch Fremdmittel finanziert ist.

Anleger hatten in diesem Jahr mit starken Kursschwankungen zu kämpfen. Vom Jahresbeginn bis Anfang April hatte sich der Kurs zunächst auf fast 16 Euro verdoppelt. Das war der höchste Stand seit mehr als zwei Jahren. Angetrieben worden waren die Papiere vor allem von sich häufenden Aufträgen. In den kommenden Wochen hatten sie dann wieder um rund ein Viertel nachgegeben.

Anfang August waren die Papiere in nur drei Tagen um gut 20 Prozent nach oben geschnellt auf knapp 15 Euro. Seitdem waren sie wieder kontinuierlich zurückgefallen und am Vortag mit 9,41 Euro auf den tiefsten Stand seit Anfang Februar gerutscht. Unter anderem hatten vorsichtige Aussagen des Kontrahenten Siemens Gamesa auch den Nordex-Kurs belastet.

Nun aber herrschte wieder Erleichterung ob der guten Nachrichten von Nordex. "Die Ziele für das Finanzjahr 2019 bleiben in Reichweite", sagte Commerzbank-Analyst Growe. Er verwies darauf, dass die Aktien mit einem Abschlag von 25 Prozent zu denen der Wettbewerber Siemens Gamesa und der dänischen Vestas Wind bewertet gewesen seien - "und das trotz einer deutlich besseren Gewinndynamik".

/knd/fba/bek

HAMBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: Nordex, Lukassek / Shutterstock.com

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