Redcare Pharmacy: Bittere Medizin
SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.

Die Aktie von Redcare Pharmacy steht kräftig unter Druck. Anlegern schlägt dabei der Ausblick für 2026 auf den Magen
Werte in diesem Artikel
Die Online-Apotheke Redcare Pharmacy hat Zahlen für 2025 vorgelegt. Demnach stieg der Umsatz um 24 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro und das bereinigte EBITDA kam um 72 Prozent auf 57 Mio. Euro voran. Das entspricht einer Marge beim bereinigten EBITDA von 2,0 Prozent. Im Vorjahr lag diese bei gerade einmal 1,4 Prozent.
Verschnupfte Ziele
Beim Ausblick jedoch scheiden sich die Geister: Hier will Redcare beim Umsatz um 13 bis 15 Prozent wachsen und dabei eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 2,5 Prozent erzielen. Nach Aussagen von Analysten liegt dies aber deutlich unter den Markterwartungen, was wiederum die scharfe Reaktion der Börsianer auf die vorgelegten Daten erklärt.
Nettogewinne in weiter Ferne
Hinzu kommt: Am Ende des Tages zählt, was unter dem Strich steht. Doch gerade hier sieht es für Redcare nicht so rosig aus. Das Nachsteuerergebnis lag noch mit 39,4 Mio. Euro im Minus. Das ist nur eine leichte Verbesserung zum Vorjahr von minus 46,4 Mio. Euro. Das wiederum dämpft die Hoffnung, dass das Unternehmen in absehbarer Zeit den Turnaround auf Nettobasis schafft. Da sind steigende EBITDA-Margen auf bereinigter Basis kein wirklicher Trost.
Fazit
Das auf den Gewinn von Marktanteilen ausgerichtete Geschäftsmodell steht durch neue Wettbewerber wie beispielsweise die Drogeriekette dm unter Druck. Das äußerst sich in den Wachstumsaussichten, die bescheidener als in den Vorjahren ausfallen. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten wiederum liegt Redcare gut im Rennen, was zukünftig noch zum Joker werden könnte. Nach dem Bruch der Unterstützung bei 59/60 Euro ist die Aktie auf einem Kursniveau wie zuletzt 2022. Die starken Verluste zu Handelsbeginn dürften aber zwischenzeitlich zu einer technischen Gegenreaktion führen. Wer langfristig orientiert investiert, wartet aber besser noch ab.
besser sieht es hingegen bei 2G Energy aus. Bis zum Ausbruch des Krieges war die Aktie auf dem Weg zu einem neuen Allzeithoch, was angesichts der exzellenten Auftragssituation und der guten Aussichten nicht überraschend ist. Und die relative Stabilität in dem rauhen Marktumfeld signalisiert, dass dier Aufwärtstrend fortgesetzt werden könnte, sobald sich die Lage beruhigt: zum Artikel
Es gibt aber auch Unternehmen, nicht nur im Rüstungssektor, die von dem Konflikt und seinen Konsequenzen für Themen wie Energiesicherheit dauerhaft profitieren könnten. Dazu gehören nicht zuletzt Anbieter aus dem Bereich erneuerbare Energien, von denen einige bereits zuletzt mit starken Zahlen und einer guten Aktien-Performance überzeugen konnten: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.486 Prozent oder 14,3 Prozent p.a. (Stand: 28.02.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
Erstellung am 04.03.26 um 10:28 Uhr.
Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel