Secunet: Cyberangriffe reißen nicht ab

05.01.26 13:07 Uhr

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Ein Cybervorfall bei der European Space Agency unterstreicht die wachsende Bedeutung staatlicher IT-Sicherheit. Für secunet ist das Rückenwind auf strategischer Ebene – an der Börse fehlen derzeit jedoch die Impulse.

Der jüngste Cybervorfall bei der European Space Agency, bei dem externe Server kompromittiert und umfangreiche Daten gestohlen wurden, zeigt, wie angreifbar selbst hochsensible europäische Institutionen sind und dass Cyberrisiken längst den Kern staatlicher Sicherheitsarchitekturen betreffen. Für Anbieter wie secunet Security Networks AG, die auf hochsichere IT-Infrastrukturen für Behörden und kritische Institutionen spezialisiert sind, unterstreicht das die strukturelle Relevanz des Geschäftsmodells.

Seitwärtsphase trotz solider operativer Entwicklung

An der Börse hat sich das im letzten Jahr mit einem Anstieg um mehr als 50 Prozent niedergeschlagen, doch der wurde bereits im Frühjahr erzielt. Seit dem Hoch im Juli hat die Aktie rund ein Viertel nachgegeben, seit Anfang November läuft sie in einer engen Spanne um ca. 180 Euro seitwärts. Es fehlen anscheinend Impulse, zumal die Neunmonatszahlen lediglich solide waren. Umsatz und EBIT lagen zwar spürbar über Vorjahr, aber die Dynamik im dritten Quartal hatte sich abgeschwächt. Verzögerungen bei öffentlichen Auftraggebern infolge des spät verabschiedeten Bundeshaushalts spielten dabei eine Rolle. Positiv war allerdings, dass der Auftragseingang im Sommer wieder deutlich anzog und die Jahresprognose bestätigt wurde.

Bewertung bremst kurzfristige Fantasie

Hinzu kommt die ambitionierte Bewertung. Mit einem erwarteten KGV von deutlich über 35 für 2025 sind viele positive Entwicklungen bereits eingepreist. Ohne neue Katalysatoren – etwa größere Einzelaufträge oder zusätzliche politische Budgetsignale – tut sich die Aktie schwer, kurzfristig neue Höchststände zu erreichen.

Struktureller Rückenwind bleibt intakt

Der ESA-Vorfall macht jedoch deutlich, dass der Investitionsbedarf in souveräne IT-Sicherheit weiter steigt. Genau hier ist secunet strategisch positioniert – mit Fokus auf staatliche IT-Sicherheit, Cloud-Souveränität und digitale Verteidigungsfähigkeit. Die Effekte zeigen sich bereits im Auftragseingang, dürften ihre volle Wirkung aber erst zeitverzögert entfalten.

Fazit

Kurzfristig fehlt der secunet-Aktie der Impuls, langfristig bleibt das Umfeld günstig. Die aktuelle Seitwärtsphase ist weniger Ausdruck fundamentaler Zweifel als einer Phase der Erwartungsjustierung – und könnte an schwachen Tagen für geduldige Anleger interessante Einstiegsgelegenheiten bieten.

Viel Rückenwind verspürt derzeit auch Daldrup & Söhne. Eine wahre Auftragsflut, starke Zahlen und gute Perspektiven haben 2025 für eine Performance von mehr als 100 Prozent gesorgt und auch die Perspektiven für 2026 sind vielversprechend: zum Artikel

Einen hohen Auftragseingang verzeichnet zudem auch 2G Energy. Der Spezialist für dezentrale Energieerzeuger wie Blockheizkraftwerke dürfte 2025 die ursprünglichen Ziele zwar nicht ganz erreicht haben, steht aber für 2026 und darüber hinaus vor einem deutlichen Wachstumssprung: zum Artikel

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