01.12.2021 23:07

Nasdaq erhöht Druck auf Faraday Future

Shortsteller am Werk: Nasdaq erhöht Druck auf Faraday Future | Nachricht | finanzen.net
Shortsteller am Werk
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Der schillernde Elektroauto-Entwickler Faraday Future kämpft weiter mit Problemen und wird schon wenige Monate nach seinem Börsengang von der Nasdaq gerügt.
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• Shortseller erhebt Betrugs-Vorwurf
• Interne Prüfung verzögert Vorlage von Quartalszahlen
• Nasdaq rügt Faraday Future

Als das Startup Faraday Future 2014 in Kalifornien gegründet wurde, trat es als Herausforderer für den E-Auto-Pionier Tesla an. Doch bisher hat das Unternehmen, das hauptsächlich mit chinesischem Geld aufgebaut wurde, mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Für weitere Unsicherheit unter den Anlegern sorgte zuletzt eine Rüge der Nasdaq, dabei war das Unternehmen doch erst im Sommer an die Börse gegangen und hatte sich dabei eine neue Finanzierung im Umfang von einer Milliarde Dollar sichern können.

Viele Schwierigkeiten

Ähnlich wie beim Branchen-Primus Tesla, verliefen auch bei Faraday Future die ersten Jahre alles andere als reibungslos. Als der umstrittene chinesische Hauptinvestor und Gründer Jia Yueting Privatinsolvenz anmeldete, erwarteten zahlreiche Marktbeobachter auch den Kollaps von Faraday Future. Doch die Krise konnte überwunden werden und im Sommer 2021 gelang es CEO Carsten Breitfeld, der ehemals bei BMW die Entwicklung des Elektrohybrid-Sportwagens i8 verantwortete, sogar Faraday Future per SPAC an die NASDAQ zu bringen.

Doch damit ist Faraday Future noch nicht über den Berg. Jüngst setzte ein Angriff von J Capital Research das Unternehmen erheblich unter Druck. Laut dem "manager magazin" bezweifelte der Shortseller, dass "Faraday Future jemals ein Auto verkaufen wird". Das Unternehmen sei "nichts anderes als ein Eimer, um Geld von US-Investoren einzusammeln", das dann verschwindet, so der Vorwurf.

Nasdaq-Rüge

Um die Vorwürfe des Shortsellers zu prüfen, habe das Board inzwischen ein Sonderkomitee gegründet, das von externen Anwälten unterstützt wird. Dieses soll "sicherstellen, dass das Unternehmen die höchsten Verhaltensstandards einhält". Doch diese Prüfung hatte auch zur Folge, dass Faraday Future die US-Börsenaufsicht SEC Mitte November darüber in Kenntnis setzte, dass es seine Quartalszahlen für das dritte Quartal - die ersten seit dem Börsengang - nicht pünktlich vorlegen könne. Hierfür habe man nun erwartungsgemäß eine Rüge durch die Nasdaq erhalten, teilte das Unternahmen mit.

Man habe ein Frist von 60 Tagen erhalten, um der Nasdaq darzulegen, wie man die Regeln künftig einhalten könne. In dieser Zeit bleibt Faraday Future an der NASDAQ notiert. Laut dem Unternehmen sollen die Quartalszahlen veröffentlicht werden, sobald die Untersuchung abgeschlossen ist - ein konkretes Datum dafür wurde jedoch nicht genannt.

Optimismus

Laut dem "manager magazin" bemühte sich Faraday Future jedoch mittels eines "Business Update" die Anleger zu besänftigen. Das erste Auto, der Luxus-Elektrowagen FF91, sei technisch verbessert worden und soll wie geplant im Jahr 2022 auf den Markt kommen, hieß es darin.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Faraday Future Instagram, Faraday Future

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