24.05.2018 18:04

5.000 Dollar Prämie: Amazon bezahlt Mitarbeiter wenn sie kündigen

Skurriler Bonus: 5.000 Dollar Prämie: Amazon bezahlt Mitarbeiter wenn sie kündigen | Nachricht | finanzen.net
Skurriler Bonus
Folgen
Der Onlineshopping-Gigant Amazon ist nicht zum ersten Mal wegen Mitarbeitern ins Fadenkreuz der Öffentlichkeit geraten. Und wieder geht es um Amazon als Arbeitgeber: 5.000 Dollar Prämie erhalten Mitarbeiter - wenn sie kündigen.
Werbung
Will Amazon seine Mitarbeiter loswerden? Diese Frage drängt sich auf, denn der Versandriese bezahlt seine Arbeitnehmer dafür, wenn sie kündigen. Doch wieso geht Amazon einen solch drastischen Schritt?

Bye, bye und auf Nimmerwiedersehen

Wie CNBC kürzlich berichtete, bezahlt Amazon seinen Mitarbeitern einen Bonus in Höhe von bis zu 5.000 Dollar wenn sie freiwillig kündigen. Die einzige Bedingung: Sie dürfen nie wieder für den Konzern arbeiten. Diese Praxis hat einen eigenen Programmnamen "Pay to Quit". Alle Vollzeitangestellten, welche länger als ein Jahr bei Amazon arbeiten, können das Angebot in Anspruch nehmen. Die Prämie errechnet sich jedoch nach Arbeitsjahren im Unternehmen. Für ein Jahr bekommen Kündigungswillige 2.000 Dollar. Für jedes weitere Arbeitsjahr werden 1.000 Dollar von Amazon draufgelegt, bis zu einem Maximalbetrag von 5.000 Dollar.

Langfristige Anlage

Auf Anfrage von CNBC antwortete die Amazon-Sprecherin Melanie Etches per E-Mail: "Wir wollen, dass bei Amazon Menschen arbeiten, die hier sein wollen. Langfristig ist es für unsere Mitarbeiter oder das Unternehmen nicht gesund, irgendwo zu bleiben, wo man nicht sein will." Auch Konzerngründer und -chef Jeff Bezos steht hinter dem Programm. Bereits 2014 schrieb er in einem Brief an Anteilseigner, dass es dazu da sei, dass sich Mitarbeiter darüber klar werden, was sie wirklich wollen. Das interne "Pay to Quit"-Memo sei außerdem betitelt mit "Please don't take this Offer".

Auch Arbeitsplatz-Experte Michael Burchell unterstützt solche Programme. "Wenn Sie sich dafür entscheiden, das Geld nicht zu nehmen und sich dafür entscheiden, zu bleiben, bedeutet dies, dass Sie sich der Organisation verpflichtet fühlen und sich für Ihre Arbeit engagieren", so Burchell gegenüber CNBC.

Auch die wenigen, die das Angebot annehmen, dürften dem Konzern keine größeren finanzielle Probleme damit bereiten. Schließlich gehört Amazon mit einem Börsenwert von aktuell rund 776,89 Milliarden US-Dollar zu den wertvollsten Unternehmen der Welt. Und CEO Jeff Bezos könnte die Prämie wohl aus eigener Tasche zahlen: Laut der Echtzeit-Liste des Forbes-Magazins ist er mit einem Vermögen von 132,3 Milliarden US-Dollar aktuell der reichste Mensch der Welt.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Annette Shaff / Shutterstock.com, Twin Design / Shutterstock.com
Werbung
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Starke US-Arbeitsmarktdaten belasten: US-Börsen schließen kaum verändert -- DAX geht höher ins Wochenende -- Audi bereitet sich auf Formel1-Einstieg vor -- Lufthansa, CEWE, Twitter, BlackRock im Fokus

EZB-Chefvolkswirt: Zinserhöhung braucht einige Zeit bis Wirkung. CropEnergies produziert in Großbritannien zunächst weiter. Funkdienste sollen E.ON-Stromnetze sichern. Metzler stuft Shop Apotheke hoch. EMA prüft Zulassungsantrag für Bilharziose-Mittel von Merck. JPMorgan hebt Kursziel für Delivery Hero an. Ölverbrauch in Deutschland steigt wieder. Stabilus will Dividende deutlich erhöhen.

Umfrage

Wie hat sich Ihr Wertpapierdepot seit Jahresbeginn entwickelt?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln