13.02.2015 19:37

Spanien schließt Schuldenerlass für Griechenland aus

Folgen
Werbung

   MADRID (AFP)--Spaniens Finanzminister Luis de Guindos hat einen Schuldenerlass für Griechenland ausgeschlossen. Die Kredite in einer Gesamthöhe von 26 Milliarden Euro, die Spanien Griechenland seit 2010 im Zuge des internationalen Hilfsplans gewährt hat, würden nicht erlassen, sagte de Guindos am Freitag nach einer Kabinettssitzung in Madrid. Die Summe entspreche etwa der jährlichen Arbeitslosenhilfe in Spanien, wo die Arbeitslosenquote weiterhin bei 23 Prozent liege, sagte der Minister. Zudem habe Spanien sich das Geld zu einem höheren Zinssatz leihen müssen, als ihn Griechenland heute zahle.

   "Es gibt eine rote Linie", sagte de Guindos. "Logischerweise will Spanien, dass dieser Kredit zurückgezahlt wird." Die 26 Milliarden Euro seien "der Beweis der totalen Solidarität mit Griechenland". De Guindos verwies darauf, dass die Hilfszahlungen für Athen selbstlos gewesen seien, da Spanien anders als andere EU-Länder nicht von einer Pleite Griechenlands bedroht gewesen wäre. Spanien durchlebte in den vergangenen Jahren selbst eine schwere Finanz- und Wirtschaftskrise und setzte im Gegenzug für internationale Finanzhilfen einen strengen Sparkurs um.

   Ebenso wie Portugal, das ebenfalls von den EU-Partnern unterstützt werden musste, sieht Madrid die Forderungen der neuen griechischen Linksregierung von Alexis Tsipras mit Unwillen, eine Lockerung der Spar- und Reformauflagen zu erwirken. Tsipras hat zwar seine Forderung nach einem Schuldenerlass angesichts des Widerstands der EU-Staaten aufgeben müssen, doch verlangt er weiter Entgegenkommen bei den Kreditbedingungen sowie ein Ende der internationalen Kontrollen, die von vielen Griechen als Demütigung empfunden werden.

   DJG/sha

   (END) Dow Jones Newswires

   February 13, 2015 13:06 ET (18:06 GMT)- - 01 06 PM EST 02-13-15

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Wall Street letztlich tiefer -- DAX schließt etwas schwächer -- Bayer mit Rückschlag in Glyphosat-Rechtsstreit -- VW erwägt Kooperation mit QuantumScape -- Sixt, Commerzbank, Vantage Towers im Fokus

Daimler holt Tausende Mitarbeiter wieder aus Kurzarbeit. Entwicklerkonferenz Google I/O beginnt als Online-Version. Twitter muss in Russland vorerst nicht mit Blockade rechnen. US-Gericht lehnt Novartis-Berufung bei Amgen-Blockbuster ab. Apple bringt Mehrkanal-Songs in Musikstreaming-Dienst. Facebook und Axel Springer vereinbaren globale Zusammenarbeit. thyssenkrupp will für Klimaschutz mehr Schrott in Hochöfen einsetzen.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

DAX 30: Die Gewinner und Verlierer im April 2021
Welche Aktie macht das Rennen?
Die größten Börsencrashs
Die größten Krisen an den Finanzmärkten
Rohstoffe: Die Gewinner und Verlierer im April 2021
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
Die zehn größten Übernahmen
Wer legte für wen das meiste Geld auf den Tisch?
Die erfolgreichsten Filme aller Zeiten (Stand März 2021)
Welcher Blockbuster spielte den größten Umsatz aller Zeiten ein?
mehr Top Rankings

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln