DAX geht über 24.000 Punkten ins Wochenende -- US-Börsen mit stabilem Wochenausklang -- Netflix gewinnt Milliardendeal um Warner -- Novo Nordisk, Infineon, DroneShield, Rüstungswerte im Fokus
Siemens und Healthineers kooperieren bei Projekten mit Rheinmetall. Fitch bestätigt Allianz mit stabilem AA-Rating. Jungheinrich passt Prognose an. Siemens Energy nach Analystenlob mit Rekordhoch. Airbus hadert mit Auslieferungsziel. Gewinn und Umsatz von HPE wachsen moderat. SCHOTT Pharma-Prognose unter Erwartungen. Störung bei Cloudflare.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt knüpfte am Freitag an seine positive Vortagesentwicklung an.
Der deutsche Leitindex DAX ist etwas höher in den Handel eingestiegen und verteidigte die Gewinnzone auch im Anschluss. Er verabschiedete sich mit einem Aufschlag von 0,61 Prozent auf 24.028,14 Punkte ins Wochenende.
Der TecDAX startete ebenso knapp im Plus und auch hier waren im Verlauf Gewinne zu sehen. Sein Schlussstand: 3.605,18 Punkte (+0,64 Prozent).
Die Marke von 24.000 Punkten wurde vom deutschen Leitindex am Freitag abermals übersprungen. Rückenwind gaben dabei die gestiegenen Aufträge für die deutsche Industrie - die guten Zahlen machten Hoffnung, hieß es von der VP Bank.
Mit den aktuellen Gewinnen nahm die bislang zäh verlaufene Erholung im DAX wieder etwas Schwung auf. "Bleiben die Käufer jetzt am Ball und geht es schnell auch über die psychologische runde Marke, dann könnten die Anleger in Frankfurt den Traum von einer Jahresendrally doch noch weiterträumen", schrieb Analystin Christine Romar vom Broker CMC Markets noch am Morgen.
Wenig Impulse kamen unterdessen von Übersee. Während der viel beachtete Zinsentscheid der US-Notenbank Fed in der kommenden Woche näher rückt, ist an den US-Börsen erst einmal die Luft ausgegangen. Die Anleger rechnen aber weiter fest mit einer Zinssenkung.
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An Europas Börsen ging es am Freitag verhalten aufwärts.
Der EURO STOXX 50 legte zum Auftakt leicht zu und blieb auch im Verlauf auf grünem Terrain. Er beendete die Woche mit einem kleinen Plus von 0,13 Prozent bei 5.725,63 Punkten.
Der Markt wartete auf die US-Zinsentscheidung nächste Woche. Bis dahin werde sich nicht mehr viel tun. Fondsmanager seien ohnehin nur noch darauf bedacht, ihre gute Perfomance ins kommende Jahr zu retten, dies dürfte die Risikobereitschaft weiter senken, hieß es. Am Berichtstag achtete der Markt verstärkt auf neue Inflationsdaten aus den USA, konkret den Preisindex der Konsumausgaben (PCE-Deflator). Allerdings sind die Preisdaten wegen des Shutdowns veraltet, sie stammen aus dem September.
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Die US-Börsen verabschiedeten sich zum Wochenschluss mit leichten Kursgewinnen.
Der Dow Jones bewegte sich am letzten Handelstag der Woche in einer Tradingtrange von 200 Punkte und schloss 0,22 Prozent höher auf 47.954,99 Punkten.
Der NASDAQ Composite bewegte sich während der gesamten Sitzung leicht im Plus und legte um 0,31 Prozent auf 23.578,13 Zähler zu.
Nach einer Atempause am Vortag ist es am Freitag an den US-Börsen wieder etwas nach oben gegangen. Die wichtigsten Indizes machten einen weiteren, wenn auch kleinen Schritt auf ihrem Weg zurück zu ihren Rekordständen, die einige Wochen alt sind. Anleger setzten weiter darauf, dass die US-Notenbank Fed in der kommenden Woche nochmals ihren Leitzins senkt. Aktuelle Wirtschaftsdaten änderten nichts an dieser Erwartung.
Die größten Börsen in Asien schlugen am Freitag unterschiedliche Richtungen ein.
In Tokio dominierten die Bären und schickten den Nikkei 225 schlussendlich um 1,05 Prozent auf 50.491,87 Punkte abwärts.
Auf dem chinesischen Festland ging es für den Shanghai Composite unterdessen nach oben - am Ende stand ein Plus von 0,70 Prozent auf 3.902,81 Zähler.
Wenig Bewegung zeigte sich in Hongkong, wo der Hang Seng 0,50 Prozent höher bei 26.065,50 Punkten schloss.
Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich am Freitag im Handelsverlauf uneinheitlich. Nachdem sich an den US-Börsen am Vortag bei den Indizes nur sehr wenig tat und somit klarere Vorgaben fehlen, geht es in Tokio nach dem kräftigen Anstieg vom Vortag deutlicher nach unten. Hier dürften Gewinne mitgenommen werden.
Thema an den Märkten waren geldpolitische Entscheidungen der Notenbanken. Während in den USA am 10. Dezember eine Zinssenkung erwartet wird, hat die indische Notenbank den Zinssatz am Freitag auf 5,25 Prozent von 5,50 Prozent gesenkt. Von den vom Wall Street Journal befragten Ökonomen hatten die meisten mit einer Wiederaufnahme der Lockerung durch die indische Notenbank gerechnet.
Derweil wurden in Tokio die jüngsten Signale einer Zinserhöhung möglicherweise noch im Dezember als Belastungsfaktor genannt. Nach einer Anhebung des Leitzinsziels von 0,5 auf 0,75 Prozent auf der Sitzung am 18. und 19. Dezember dürfte die Bank of Japan ihren Leitzins alle sechs Monate weiter anheben, erwartet Volkswirt Takayasu Kudo von der Bank of America. Die Renditen japanischer Staatsanleihen zogen mit den Zinssignalen zuletzt an. Aktuell liegt die Zehnjahresrendite mit rund 1,940 Prozent auf dem höchsten Stand seit 18 Jahren.
Für etwas Zurückhaltung sorgte, dass später am Tag in den USA der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben mitgeteilt wird. Er gilt als bevorzugtes Inflationsmaß der US-Notenbank zur Steuerung ihrer Geldpolitik. Allerdings wird als Folge des wochenlangen Shutdowns lediglich der veraltete Index für September vorgelegt.
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