DAX schließt wenig bewegt -- US-Börsen schließt im Plus -- HUGO BOSS enttäuscht-- Siemens Energy, Airbus, BioNTech, CureVac, Eutelsat, SoftBank, Bitcoin, Novo Nordisk, RENK & Co., Bayer, VW im Fokus
Silber erreicht Rekordhoch. Scout24 plant Aktienrückkauf. JPMorgan senkt Kursziel für thyssenkrupp. Merck KGaA-Aktie erholt sich. AstraZeneca mit Klage um mögliche Impfschäden. Zara-Mutter Inditex mit besserer Umsatzdynamik vor Weihnachtsgeschäft. CrowdStrike mit Gewinnsprung. Deutscher Automarkt wächst auch im November. Mercedes-CEO bleibt Europas oberster Autolobbyist.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt fiel zur Wochenmitte im Handelsverlauf zurück an die Nulllinie.
Der deutsche Leitindex DAX tendierte zum Ertönen der Startglocke noch etwas fester. Auch weiterhin blieb er zunächst in der Gewinnzone, dämmte seine Aufschläge dann allerdings nach und nach ein. Kurzzeitig rutschte er sogar ins Minus und notierte letztlich um die Nulllinie. Sein Schlussstand: 23.693,71 Punkte (-0,07 Prozent).
Der TecDAX zog daneben leicht an, nachdem er den Handel ebenso etwas höher aufgenommen hatte. Er beendete die Sitzung 0,32 Prozent fester bei 3.558,44 Stellen.
Zur Wochenmitte haben die deutschen Aktien nur vorübergehend leicht zugelegt. Damit blieb der DAX weiterhin in seiner jüngsten Seitwärtsbewegung unterhalb der Marke von 24.000 Punkten gefangen. Marktexperten zeigen sich zunehmend skeptisch, ob der DAX zum Jahresende noch eine Rally starten kann. "Seit fast sieben Monaten hängt der Dax in einer Handelsspanne von knapp acht Prozent fest", konstatierte Analyst Ronald Gehrt vom Broker Lynx laut dpa-AFX. Anleger hätten zuletzt vor allem zwischen den verschiedenen Sektoren umgeschichtet. Für einen nachhaltigen Ausbruch nach oben sei jedoch "massiv frisches Kapital" nötig. Nur dann könne der DAX "endlich aus dieser Spanne zwischen grob 23.000 und 24.800 Punkten herauszukommen", so Gehrt weiter.
Eine Zinssenkung in den USA für die kommende Woche sei bereits weitgehend eingepreist, obwohl die Fed bislang keine klaren Signale in diese Richtung gegeben habe. Zudem hätten die Gespräche zwischen den USA und Russland in Moskau offenbar kaum Fortschritte gebracht, sodass kaum Hoffnung auf ein baldiges Ende des Ukraine-Krieges bestehe.
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Anleger an Europas Börsen fassten auch zur Wochenmitte wieder etwas Mut.
Der EURO STOXX 50 hielt sich zum Start etwas höher und verweilte auch anschließend auf positivem Terrain. Die Gewinne schmolzen jedoch etwas. Er schloss 0,12 Prozent im Plus bei 5.692,87 Punkten.
Die europäischen Börsen konnten am Mittwoch erneut leichte Gewinne verbuchen. Der Handel verlief "insgesamt ruhig und unaufgeregt, was sich auch in dem dünnen Handelsvolumen widerspiegelt", betonte Marktexperte Andreas Lipkow laut dpa-AFX.
Für etwas Zurückhaltung an den Märkten sorgten zeitweise die US-Konjunkturdaten: Die Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft sank unerwartet. Etwas später sendete der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor allerdings eher gegenläufige Signale, er lag über den Erwartungen.
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Die US-Börsen zeigten sich zur Wochenmitte etwas fester.
Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 0,86 Prozent bei 47.882,83 Punkten.
Der NASDAQ Composite gewann daneben 0,17 Prozent auf 23.454,09 Zähler.
Am Mittwoch fiel es Anlegern an den US-Börsen zeitweise schwer, Aktienkäufe zu tätigen. Im Mittelpunkt stand der überraschend schwache ADP-Bericht für November, der "weiteren Treibstoff für die Zinssenkungsfantasie" lieferte, wie Marktexperte Andreas Lipkow laut dpa-AFX erklärte. Die Meldung sorgte jedoch nur für verhaltene Reaktionen, sodass der Dezember für Investoren weiterhin holprig verläuft.
Die Anleger setzen derzeit darauf, dass die US-Notenbank Fed in der kommenden Woche erneut die Zinsen senkt. Dabei spielen Daten privater Anbieter wie ADP eine besonders wichtige Rolle, da sich viele Regierungsstatistiken nach dem wochenlangen Shutdown noch verzögern. Etwas später sendete der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor jedoch eher gegenläufige Signale, er lag über den Erwartungen.
Zur Wochenmitte fanden die wichtigsten asiatischen Indizes keine gemeinsame Richtung.
In Tokio zog der Nikkei 225 schlussendlich um 1,14 Prozent an auf 49.864,68 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland sind unterdessen Verluste zu sehen: Der Shanghai Composite gab um 0,51 Prozent nach auf 3.878,00 Zähler.
Daneben büßte der Hang Seng in Hongkong um 1,28 Prozent ein auf 25.760,73 Einheiten.
Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich am Mittwoch ohne klare Richtung. Dort, wo die Kurse zulegten, sorgten vor allem stärkere Werte aus der Industrie- und Technologiesparte für Unterstützung. Auf dem chinesischen Festland wirkte laut Analysten der jüngste Einkaufsmanagerindex (PMI) von Ratingdog (ehemals Caixin) für den Dienstleistungssektor belastend, der von 52,6 auf 52,1 Punkte zurückging. Damit setzte sich die Abschwächung fort, die bereits der staatliche PMI signalisiert hatte - dieser war im November sogar unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten gefallen.
Im Mittelpunkt stehen nun zahlreiche anstehende Konjunkturdaten aus den USA - die letzten wichtigen Indikatoren vor der nächsten Zinsentscheidung der Federal Reserve. Besonders gespannt wartet der Markt auf den ISM-Index für den Dienstleistungssektor, dessen Arbeitsmarktkomponente als besonders präziser und aktueller Stimmungsindikator gilt. Ergänzend wird auch der ADP-Arbeitsmarktbericht erwartet, dessen Aussagekraft jedoch traditionell schwächer mit den offiziellen Zahlen korreliert.
Zusätzlich richten Anleger ihren Blick auf die Entwicklung am Anleihemarkt. Die zuletzt angekündigte Zinserhöhung in Japan hatte weltweit für steigende Renditen gesorgt. Japanische Staatsanleihen mit zweijähriger Laufzeit rentieren aktuell 1 Basispunkt höher bei 1,015 Prozent, zehnjährige Papiere steigen um 2 Basispunkte auf 1,875 Prozent.
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