DAX letztlich fester -- US-Börsen grün -- US-Regierung unterstützt Bayer -- Strategy vor BTC-Verkauf? -- Boeing, Marvell, Rüstungsaktien, Tesla, Beyond Meat, Plug Power, DroneShield, BioNTech im Fokus
HUGO BOSS-Aktie unter Druck: 2026 Jahr der Anpassung - Umsatz- und Gewinnrückgang. MongoDB übertrifft Erwartungen und erhöht Prognose. Lufthansa will bis 2028 zehntausende Tonnen CO2 vermeiden. VW: Blume wird Aufsichtsrat des VfL Wolfsburg. Rennen um Warner Bros geht weiter. Goldman Sachs erhöht Kursziel für Siemens Energy. RTL streicht Stellen. Vertrag von Infineon-Vorständin vorzeitig bis 2030 verlängert. Apple setzt bei KI auf einen Google-Manager.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich im Dienstagshandel fester.
Der deutsche Leitindex DAX ist mit einem kleinen Aufschlag in den zweiten Handelstag der Woche eingestiegen und blieb auch im Verlauf in der Gewinnzone. Das Plus wurde dabei leicht ausgebaut. Letztlich notierte der DAX 0,51 Prozent fester bei 23.710,86 Punkten.
Der TecDAX startete unterdessen etwas tiefer. Auch im Verlauf gab das Börsenbarometer leicht nach, bevor es sich kurz vor Börsenschluss an die Nulllinie zurück kämpfte und den Handel marginale 0,01 Prozent tiefer bei 3.546,97 Punkten beendete.
Nach einem schwachen Start in den Dezember hatten die Kurse am deutschen Aktienmarkt am Dienstag wieder zugelegt, wenn auch moderat. Damit kehrt der deutsche Leitindex wieder auf die Gewinnerstraße zurück, nachdem die Gewinnserie am Vortag gerissen war, wie Analyst Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners betont hatte. Als maßgebliche Orientierung bleibe wohl die Durchschnittslinie der vergangenen 200 Börsentage entscheidend, die am Markt als wichtiger langfristiger Indikator gilt. Diese hatte der DAX am Montag kurz unterschritten. "Es ist gut möglich, dass sich hier die zukünftige Richtung des DAX entscheidet", fügte Altmann hinzu.
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Anleger an Europas Börsen fassten im Handelsverlauf etwas Mut.
Der EURO STOXX 50 startete nahezu unverändert in die Sitzung, schaffte es im Verlauf aber deutlicher auf grünes Terrain. Sein Schlussstand: 5.686,17 Punkte (+0,33 Prozent).
Mit moderaten Aufschlägen zeigten sich Europas Börsen am Dienstag. Stürzend wirkte die Entspannung an den Anleihemärkten nach dem deutlichen Renditeanstieg vom Vortag. Weiter als ausgemacht gilt derweil, dass in den USA am 10. Dezember die Zinsen gesenkt werden, was die Aktienmärkte übergeordnet stützte. Nach schwachen Einkaufsmanagerindizes in der Vorwoche untermauerte am Vortag auch der ISM-Index die Schwäche der US-Industrie, was die Zinssenkungsspekulation weiter verfestigte.
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Die US-Börsen präsentierten sich im Handel am Dienstag mit positiven Vorzeichen.
Der Dow Jones schloss mit einem Plus von 0,39 Prozent bei 47.474,28 Punkten.
Der NASDAQ Composite ging unterdessen 0,59 Prozent höher bei 23.413,67 Zählern in den Feierabend.
Nach dem jüngsten Rückschlag zeigten sich die New Yorker Aktienmärkte am Dienstag mit leichten Gewinnen. "Kursrückgänge bieten weiterhin attraktive Kaufgelegenheiten", erklärte Analyst Michael Brown vom Broker Pepperstone gemäß dpa-AFX. "Die Argumente für einen Bullenmarkt sind nach wie vor überzeugend: Solides Gewinnwachstum, eine widerstandsfähige Realwirtschaft, weiter beruhigte Handelsbeziehungen und eine zunehmend lockere Geldpolitik." Nach wie vor rechnet der Markt mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für eine weitere Senkung des US-Leitzinses in der kommenden Woche - begünstigt durch zuletzt schwache Daten vom Arbeitsmarkt und zur Inflation sowie durch entsprechende Hinweise der US-Notenbank Fed.
Die wichtigsten Börsen in Fernost zeigten sich auch am Dienstag mit unterschiedlichen Vorzeichen.
In Tokio schloss der Nikkei 225 nahezu unverändert, der Schlusskurs wurde bei 49.303,45 Punkten markiert.
Auf dem chinesischen Festland waren unterdessen Verluste zu sehen: Der Shanghai Composite schloss 0,42 Prozent schwächer bei 3.897,71 Zählern.
Etwas fester präsentierte sich der Markt in Hongkong, wo der Hang Seng 0,24 Prozent höher bei 26.095,05 Punkten schloss.
Die asiatischen Börsen bewegten sich am Dienstag überwiegend seitwärts. Rückenwind kam von der Erwartung, dass die US-Notenbank im Dezember die Zinsen senken könnte - gestützt durch erneut schwache Konjunkturdaten aus den USA. Zudem kursiert die Aussicht, dass Kevin Hassett den Vorsitz von Jerome Powell übernehmen könnte, was als Signal für eine eher lockere Geldpolitik gewertet wird.
Mehr Aufmerksamkeit galt allerdings den Anleihemärkten. Nach dem globalen Renditeanstieg vom Vortag sorgt nun die Einschätzung von BoJ-Chef Ueda für Gesprächsstoff: Ein schwacher Yen könne die Inflation weiter antreiben. Viele Marktteilnehmer sehen darin einen möglichen Hinweis auf eine Zinserhöhung im Dezember. Am Dienstag beruhigte sich die Lage jedoch etwas - die Rendite zehnjähriger japanischer Staatstitel sank um 1 Basispunkt auf 1,86 Prozent.
In Japan waren nach Einschätzung von Capital Economics Sorgen über stark steigende japanische Zinsen überzogen. Höhere Renditen müssten nicht automatisch zu massiven Kapitalrückflüssen führen, betonte Analyst Thomas Mathews.
In China verlief der Handel schwächer. UAB-Analyst Tham Mun Hon geht davon aus, dass chinesische Aktien 2026 insgesamt zulegen dürften. Bevorzugt sieht er Wachstumsfelder wie KI, Halbleiter, Automatisierung und Pharma. Auch Finanz- und Rohstoffwerte hätten Aufholpotenzial. Gleichzeitig warnt er vor Unsicherheiten durch die anhaltenden US-Technologiebeschränkungen und fragile Handelsgespräche - der jüngste politische Burgfrieden zwischen Washington und Peking dürfte nicht lange halten.
Bitcoin konnte sich nach dem deutlichen Rückschlag vom Montag leicht stabilisieren. Laut CIMB belasten die Märkte weiterhin Befürchtungen, dass eine mögliche Zinserhöhung der Bank of Japan Yen-finanzierte Carry-Trades auflösen könnte - also Geschäfte, bei denen billige Yen-Kredite in höher verzinste Anlagen geleitet werden.
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