Wall Street im Feiertag: DAX letztlich etwas höher -- PUMA profitiert von Übernahmespekulationen -- Strategy, Novo Nordisk, Siemens Energy, RENK, BYD, Alibaba, Baidu, Bitcoin, DroneShield im Fokus
FSB sieht geringeres systemisches Risiko bei Deutscher Bank. Großaktionäre von Delivery Hero fordern strategische Überprüfung. Personalvorstand von HENSOLDT legt Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Deutsche Börse vor Allfunds-Übernahme? WACKER CHEMIE streicht tausende Stellen. Cathie Wood kauft Alphabet- und Meta-Aktien. Bechtle erhält staatliche Großaufträge.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt präsentierte sich im Handel am Donnerstag etwas fester.
Der DAX startete die Sitzung minimal stärker und bewegte sich nach kurzzeitigen Verlusten im Anschluss weiter leicht im Plus. Zum Handelsschluss ging es noch um 0,18 Prozent auf 23.767,96 Punkten nach oben.
Der TecDAX notierte zu Beginn etwas tiefer und tendierte im weiteren Verlauf mit Gewinnen, sodass er 1,0 Prozent höher bei 3.563,36 Zählern in den Feierabend ging.
Der deutsche Aktienmarkt setzte seine Erholung am Donnerstag nur verhalten fort. Dabei überschritt der Leitindex die 21-Tage-Linie, die als Indikator für den kurzfristigen Trend gilt, und steigerte seinen Wochengewinn auf über drei Prozent.
"Der DAX hat die November-Verluste nahezu wieder ausgeglichen. Seit die amerikanische Notenbank Zinshoffnungen geweckt hat, ist von Angst auf dem Parkett kaum mehr etwas zu spüren. Aus dem November-Blues ist in kürzester Zeit eine Thanksgiving-Rally geworden", kommentierte Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank gemäß dpa-AFX.
Gestützt wurden die Börsen zuletzt vor allem durch die Hoffnung auf ein Ende des Kriegs in der Ukraine. In den USA konnte der breite S&P 500 am Vorabend erneut bis an seinen Korrekturtrend heranrücken, der seit dem Rekordhoch Ende Oktober besteht. Am Donnerstag blieb der Handel in den Vereinigten Staaten aufgrund des Thanksgiving-Feiertags geschlossen.
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Europas Börsen pendelten am Donnerstag um die Nulllinie.
Der EURO STOXX 50 eröffnete die Sitzung mit leichten Abschlägen und bewegte sich im Anschluss vorwiegend seitwärts. Letztendlich ging er 0,04 Prozent schwächer bei 5.653,17 Punkten aus der Sitzung.
Am Donnerstag zeigte sich ein weitgehend unveränderter Handel an den europäischen Aktienmärkten. "Der Thanksgiving-Feiertag in den USA bietet sich für eine Verschnaufpause auf dem erhöhten Niveau an", so ein Händler. Die übergeordnete Lage blieb aber positiv.
Die Aussicht auf weitere geldpolitische Impulse durch eine mögliche US-Zinssenkung im Dezember hat zuletzt spürbar zugenommen. Für das kommende Jahr erwartet die Deutsche Bank weltweit rund 80 Zinssenkungen, wie die Anlagestrategen der Deutschen Bank Privatkundenbank am Mittwoch im Rahmen ihres Jahresausblicks erklärten.
Die positiven Impulse der Auslandsmärkte scheinen weitgehend eingepreist zu sein und dürften keine zusätzlichen Bewegungen auslösen.
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An den US-Börsen fand wegen des Feiertags Thanksgiving am Donnerstag kein Handel statt.
Der Dow Jones hat seinen letzten Handelstag am Mittwoch 0,67 Prozent höher bei 47.427,12 Punkten beendet.
Der NASDAQ Composite notierte zur Wochenmitte letztlich 0,82 Prozent stärker bei 23.214,69 Zählern.
Am Donnerstag fand an der Wall Street wegen einer Feiertagspause kein Handel statt. Zur Wochenmitte setzte sich an der Wall Street vor dem Thanksgiving-Feiertag die Erholung fort. Unterstützung erhielt der Markt durch die wieder gestiegene Hoffnung auf eine Zinssenkung der US-Notenbank am 10. Dezember sowie durch positive Signale zu möglichen Fortschritten in den Friedensgesprächen für die Ukraine.
Die Zinsspekulationen wurden sowohl durch dovishe Äußerungen einzelner Fed-Mitglieder als auch durch schwächere US-Konjunkturdaten genährt. Nach der datenarmen Phase infolge des Shutdowns werden derzeit nachträgliche und aktuelle Berichte veröffentlicht - darunter Einzelhandels- und Preisdaten aus dem September, die Anleger als freundlich für eine Lockerung der Geldpolitik werten.
Die nachgereichten Daten zu den Auftragseingängen langlebiger Güter im September entsprachen weitgehend den Erwartungen. Größere Beachtung fanden jedoch die aktuellen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die als wichtiger Gradmesser für den US-Arbeitsmarkt gelten. Diese sanken um 6.000, während Experten eigentlich einen Anstieg um 5.000 prognostiziert hatten - ein Zeichen für anhaltende Robustheit am Arbeitsmarkt, das in der geldpolitischen Bewertung der US-Notenbank eine zentrale Rolle spielt.
Die wichtigsten Börsen in Fernost zeigten sich am Donnerstag mit Gewinnen.
In Tokio stieg der Nikkei 225 letztlich um kräftige 1,23 Prozent auf 50.167,10 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite daneben schlussendlich um 0,29 Prozent höher bei 3.875,26 Punkten.
In Hongkong zeigte sich unterdessen der Hang Seng mit einem leichten Plus von 0,07 Prozent bei 25.945,93 Punkten.
An den Börsen in Fernost zogen die Kurse am Donnerstag an, getragen von den freundlichen Vorgaben der Wall Street. Marktteilnehmer führten die Kauflaune vor allem auf die allgemeine Erwartung zurück, dass die US-Notenbank am 10. Dezember die Leitzins weiter senken wird. Unterstützt wird dies zusätzlich durch neue und nach dem Shutdown vor allem aktuelle Konjunkturdaten aus den USA. Am Vortag wurde der Einkaufsmanagerindex der Region Chicago für November veröffentlicht, der überraschend stark auf 36,3 fiel - deutlich unter der 50er-Marke, ab der eine wirtschaftliche Expansion signalisiert wird.
An den chinesischen Märkten stützten laut Händlern außerdem Spekulationen auf zusätzliche staatliche Stimulierungsmaßnahmen angesichts erneuter Sorgen über eine Schuldenkrise im Immobiliensektor. Immobilienwerte zeigten sich jedoch schwach und bremsten die Indexgewinne.
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