DAX geht bei über 23.000 Punkten ins Wochenende -- Wall Street höher -- Portfolio von NVIDIA -- Bitcoin & Co. tiefrot -- D-Wave, Novo Nordisk, Siemens Energy, DroneShield, Rheinmetall, RENK im Fokus
Eli Lilly nun eine Billion Dollar wert. MTU sammelt in Dubai Aufträge ein. BYD-Aktie: China wird 2025 wohl fast 8 Millionen Elektroautos bauen. CTS Eventim bekräftigt Prognose. Plug Power leidet unter Wasserstoff-Krise. Highland Critical Minerals-Aktie verliert nach Kapitalmaßnahme massiv. Ubisoft: Deal mit Tencent & Bilanz erfreuen Anleger.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt konnte seine Verluste im Freitagshandel kaum eingrenzen.
So eröffnete der DAX bereits tiefer und unterschritt dabei sogar die Marke von 23.000 Punkten. Im weiteren Verlauf blieb der DAX weiter auf rotem Terrain. Er konnte aber zumindest wieder über die 23.000er-Schwelle klettern. Letztendlich schloss er die Handelswoche 0,8 Prozent tiefer bei 23.091,87 Punkten ab.
Der TecDAX verlor anfänglich ebenfalls und stand auch anschließend im Minus, wo er 0,78 Prozent leichter bei 3.406,15 Einheiten in den Feierabend ging.
Die anhaltende Skepsis über die hohen Bewertungen im US-Technologiesektor belastete die Stimmung an den Märkten weiterhin. Nachdem die Erleichterung über NVIDIAs starke Quartalszahlen am Vortag rasch verpufft war, blieb auch zum Wochenschluss die Unsicherheit groß.
Der DAX fiel zeitweise sogar unter die Marke von 23.000 Punkten, konnte sich jedoch im Tagesverlauf wieder etwas erholen und notiert im späteren Tagesverlauf nur noch leicht im Minus.
Laut Stephen Innes von SPI Asset Management spiegelt sich in der aktuellen Marktlage ein "Mosaik aus Unsicherheiten" wider - insbesondere das hohe Investitionstempo im Bereich künstlicher Intelligenz, dem bislang eine klare Monetarisierung fehle. Zudem wächst die Erwartung, dass die US-Notenbank im Dezember auf eine weitere Zinssenkung verzichten dürfte.
Die Analysten von Index-Radar sprachen in diesem Zusammenhang von einem "seltenen Schauspiel abrupten Meinungswechsels" an der Wall Street. Der NASDAQ 100 habe dabei eine extreme Schwankungsbreite von rund 1.200 Punkten gezeigt. Solche Bewegungen, so die Experten, gingen historisch oft klaren positiven Gegenreaktionen voraus.
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Europas Börsen verbuchten am Freitag deutliche Abschläge.
So startete der EURO STOXX 50 mit einem Verlust und vergrößert diesen im weiteren Handelsverlauf noch. Schlussendlich verabschiedete er sich 0,99 Prozent im Minus bei 5.514,55 Stellen ins Wochenende.
Die Erleichterung durch den starken Quartalsbericht von NVIDIA hat sich am Donnerstag schnell als Strohfeuer erwiesen. Nach der massiven Trendwende der wichtigsten US-Indizes spielte sich auch am europäischen Aktienmarkt ein sehr schwacher Freitag an.
Nach der ersten Stunde des US-Handels übernahmen am Donnerstagnachmittag deutscher Zeit die Verkäufer das Regiment. Was als Gewinnmitnahmen begann, endete in den USA nach dem europäischen Handelsende in klaren Verlusten. Gerade nach dem starken Ausblick des KI-Konzerns NVIDIA schienen die Sorgen um Ertragskraft und die Aktienbewertungen des Boomthemas künstliche Intelligenz eigentlich zunächst abgehakt. Aber es kam anders: "Die KI-Bewertungsblase keucht unter ihrem eigenen Gewicht", kommentierte Stephen Innes von SPI Asset Management. Der asiatische Aktienmarkt war dann am Morgen laut Innes in dieselbe Falltür gerutscht. Dafür gebe es nicht den einen bestimmten Grund, eher eine Reihe von Mosaiksteinen. Er nannte unter anderem das hohe Investitionstempo im KI-Bereich, dem die Monetarisierung klar hinterherhinke.
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Die US-Börsen setzten sich nach einem vorsichtigen Start nach oben ab.
Der Dow Jones verbuchte zum Handelsstart minimale Gewinne und baute diese im Handelsverlauf schlussendlich bis auf ein Plus von 1,08 Prozent auf 46.245,41 Punkte aus.
Der NASDAQ Composite stieg zur Startglocke etwas deutlicher. Im Tagesverlauf wechselt er einige Male das Vorzeichen. Er legte zum Handelsende 0,88 Prozent auf 22.273,08 Zähler zu.
Die Befürchtung, dass die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) nach dem starken Arbeitsmarktbericht für September vom Vortag bei ihrer Dezember-Sitzung keine weitere Zinssenkung beschließen wird, rückte etwas in den Hintergrund.
Tiffany Wilding, Volkswirtin bei Pimco, äußerte sich laut Dow Jones Newswires zur US-Zinspolitik: Keine klaren Signale seien für die US-Zinspolitik vom US-Arbeitsmarkt gekommen. Nach der Veröffentlichung diverser privater Arbeitsmarktdaten sowie des offiziellen Monatsberichts vom Vortag hält Wilding vor allem den überraschenden Anstieg der Arbeitslosenquote im September für ausschlaggebend. Sie fuhr fort: "Falls die Fed im nächsten Monat keine Zinssenkungen vornimmt, halten wir eine Zinssenkung im Januar weiterhin für wahrscheinlich".
Im weiteren Tagesverlauf richteten sich die Blicke der Anleger auf neue US-Konjunkturdaten: Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im November nicht so stark eingetrübt wie erwartet. Das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima fiel um 2,6 Punkte auf 51,0 Punkte, wie die Universität am Freitag nach einer zweiten Schätzung mitteilte.
Die wichtigsten Börsen in Fernost wiesen am Freitag rote Vorzeichen aus.
In Tokio schloss der Leitindex Nikkei 225 mit einem Verlust von 2,40 Prozent bei 48.625,88 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite bis Handelsschluss um 2,45 Prozent auf 3.834,89 Zähler.
In Hongkong gab der Hang Seng letztlich 2,38 Prozent auf 25.220,02 Stellen ab.
Händler sprechen laut Dow Jones Newswires von Ausverkaufsstimmung - vor allem im Technologiesektor. Denn die Indizes der Region präsentieren sich tiefrot, sie folgen damit den herben Verlusten der Wall Street - liegen aber zum Teil deutlich darüber. Die Sorgen einer Überbewertung des Technologie- und KI-Sektors trotz des NVIDIA-Quartalsberichts greifen wieder um sich.
Dazu liefert der US-Arbeitsmarktbericht reichlich Stoff für Diskussionen sowohl für geldpolitische Falken als auch für Tauben. Denn der Bericht liefert Argumente für und gegen eine Zinssenkung in den USA im Dezember - die Sorge über eine ausbleibende Zinssenkung aber überwiegt.
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