DAX letztlich mit Rekorschluss - Positive Stimmung zum Jahresstart 2026 hält an

Der deutsche Leitindex legte auch am zweiten Handelstag des Jahres weiter zu. Dabei wurde sogar ein neues Rekordhoch verbucht.
Der DAX begann den zweiten Handelstag des Jahres 0,58 Prozent im Plus bei 24.681,35 Punkten und verblieb auch im Anschluss auf grünem Terrain. Bei 24.872,92 Punkten markierte er im Handel sogar ein neues Rekordhoch und übertraf seine bisherige Bestmarke aus dem Oktober 2025. Bei 24.686,69 Zählern und damit 1,34 Prozent im Plus markierte er zudem ein Allzeithoch auf Schlusskursbasis.
Die Aussicht auf eine Belebung der deutschen Wirtschaft im neuen Jahr trieb den DAX am Montag. Bereits gegen Ende des Jahres 2025 hatten Anleger verstärkt auf eine konjunkturelle Erholung in Deutschland gesetzt - gestützt auf die Infrastruktur- und Rüstungsausgaben der Regierung sowie auf geplante Bürokratieabbau-Maßnahmen.
Die US-Aktion gegen den südamerikanischen Ölstaat Venezuela sorgte an den Märkten derweil nicht für Verunsicherung.
Bisherige DAX-Rekorde
Zuletzt hatte der DAX am 9. Oktober 2025 bei 24.771,34 Punkten ein neues Allzeithoch markiert. Letztlich war er an jenem Tag bei 24.611,25 Zählern in den Feierabend gegangen, was zugleich ein neuer Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Ölpreise im Blick: US-Militäreinsatz in Venezuela belastet nur leicht
Die Ölpreise geben am Montag leicht nach. Hintergrund ist unter anderem die Absicht von US-Präsident Donald Trump, die Ölproduktion in Venezuela mit Unterstützung großer US-Konzerne wieder anzukurbeln. Perspektivisch niedrigere Energiepreise könnten sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken.
Kann der deutsche Aktienmarkt 2026 weiter profitieren?
Neben der Hoffnung auf eine Belebung der bislang schwachen deutschen Konjunktur im neuen Jahr sieht Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus Activtrades zusätzlichen Auftrieb in der im Vergleich zu den stark gestiegenen US-Indizes moderaten Bewertung des DAX: "Es mehren sich die Anzeichen für eine signifikante Kapitalrotation: Investoren könnten Gelder aus den USA abziehen und in die preiswerteren europäischen Blue Chips umschichten." Dennoch bleibe die Marktdynamik vorerst fragil, da das Handelsvolumen nach den Feiertagen erst allmählich wieder anziehe.
Zahlreiche Konjunkturdaten im Fokus der Anleger
In der neuen Handelswoche rücken zunächst zahlreiche Konjunkturdaten in den Fokus. Am Dienstag steht die Veröffentlichung der deutschen Inflationszahlen auf der Agenda. Am Freitag stehen dann die monatlichen Arbeitsmarktdaten aus den USA im Mittelpunkt, die für die Geldpolitik der US-Notenbank Fed von Bedeutung sind.
Redaktion finanzen.net / dpa-AFX / Dow Jones Newswires
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