DAX mit Rekordschluss -- US-Börsen letztlich höher - Dow mit Rekord -- US-Militäreinsatz in Venezuela -- Rüstungsaktien mit Kurssprung -- VW, Microsoft, Allianz, SAP, Ölaktien, Bayer, Bitcoin im Fokus
VINCI im Fokus: Unternehmen kündigt Aktienrückkauf an. Nordex sichert sich Großauftrag in Kanada. ASML-Aktie mit Rekord: Bernstein stuft hoch - Chipaktien profitieren. Samsung setzt auf KI. Preisdruck bei der Vertragserneuerungsrunde der Rückversicherer. Novo Nordisk sichert Semaglutid-Patent in China. BASF-Werk in Zhanjiang vor Start.
Marktentwicklung
Am zweiten Börsentag des Jahres zeigte sich der deutsche Aktienmarkt deutlich stärker.
Der DAX legte bereits zum Handelsstart zu und weitete seine Gewinne anschließend aus. Bei 24.872,92 Stellen markierte er ein neues Allzeithoch. Schlussendlich ging er 1,34 Prozent fester bei 24.686,69 Einheiten aus dem Handel und markierte damit ein neues Rekordhoch auf Schlusskursbasis.
Der TecDAX notierte zu Beginn moderat im Plus und verblieb auch im weiteren Verlauf auf grünem Terrain. Er beendete die Sitzung 2,14 Prozent stärker bei 3.701,99 Einheiten.
Der DAX stieg am Montag auf eine neue Bestmarke. Eine Rally der Rüstungsaktien zog die Börsen nach oben. Damit setzte sich der zuletzt freundliche Trend fort. Positive Vorgaben kamen auch aus Fernost, wo die Börsen in Japan und China erstmals in diesem Jahr geöffnet hatten und deutliche Gewinne verbuchten. Die US-Aktion gegen den südamerikanischen Ölstaat Venezuela sorgte an den Märkten nicht für Verunsicherung.
Die Ölpreise gerieten am Montag in den Fokus. Hintergrund ist unter anderem die Absicht von US-Präsident Donald Trump, die Ölproduktion in Venezuela mit Unterstützung großer US-Konzerne wieder anzukurbeln. Perspektivisch niedrigere Energiepreise könnten sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken. Unabhängig davon profitierte der deutsche Aktienmarkt zuletzt vor allem von der Hoffnung auf eine Belebung der bislang schwachen deutschen Konjunktur im neuen Jahr.
Zusätzlichen Auftrieb sah Analyst Frank Sohlleder vom Handelshaus Activtrades in der im Vergleich zu den stark gestiegenen US-Indizes moderaten Bewertung des DAX. Die Anzeichen für eine spürbare Kapitalrotation nähmen zu: Investoren könnten Mittel aus den USA abziehen und verstärkt in günstiger bewertete europäische Standardwerte umschichten.
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Anleger an Europas Börsen griffen am Montag erneut zu.
Der EURO STOXX 50 eröffnete den Handel höher und markierte später bei 5.924,60 Stellen ein neues Allzeithoch. Auch im Anschluss waren positive Vorzeichen zu sehen. Letztendlich verabschiedete sich das Börsenbarometer 1,25 Prozent fester bei 5.923,69 Zählern aus dem Handel.
Eine Rally der Rüstungsaktien beflügelte die europäischen Börsen. Die Vorgaben aus Asien fielen ebenso positiv aus: Der Nikkei legte deutlich zu, getrieben von einer starken Technologierally, während auch die Börse in Seoul ein Rekordhoch erreichte. Die Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro schien die Risikobereitschaft der Anleger kaum zu dämpfen. Der Wirtschaftskalender blieb relativ leer und auch von Unternehmensseite gab es kaum Nachrichten. Es ist die erste volle Handelswoche des Jahres, viele Marktteilnehmer dürften noch im Urlaub sein, wodurch die Liquidität auch weiter gering ausfallen dürfte.
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Die US-Börsen zeigten sich am Montag mit steigenden Kursen.
Der Dow Jones gewann zum Sitzungsstart leicht hinzu und stieg anschließend weiter. Bei 49.209,95 Punkten erreichte er ein neues Rekordhoch, bevor er die Sitzung 1,23 Prozent im Plus bei 48.977,18 Zählern beendete.
Der NASDAQ Composite eröffnete den Handelstag deutlich stärker und hielt sich auch im weiteren Verlauf auf grünem Terrain. Er notierte letztlich 0,69 Prozent höher bei 23.395,82 Punkten.
Die politische Lage in Venezuela belastete nicht. An den Rohstoffmärkten reagierten die Ölpreise zunächst mit Verlusten, konnten diese aber schnell wettmachen und zeitweise ins Plus drehen. Analysten erwarten, dass eine mögliche Erholung der venezolanischen Ölproduktion Zeit braucht, langfristig aber das globale Angebot erhöhen dürfte.
Marktbeobachter sehen laut Dow Jones Newswires darüber hinaus geopolitische Auswirkungen. Laut XTB-Stratege Kathleen Brooks könnte der Machtwechsel den USA künftig mehr Einfluss auf China verschaffen, da das Land bisher der größte Abnehmer venezolanischen Öls war.
Die insgesamt verhaltene Marktreaktion zeigt nach Einschätzung von Raphael Thuin (Tikehau Capital) einen anhaltenden Trend: Anleger blenden geopolitische Risiken zunehmend aus und konzentrieren sich stärker auf Fundamentaldaten wie Wachstum, Inflation und Unternehmensgewinne. Die Ereignisse in Venezuela fügten sich nahtlos in dieses Muster ein.
Im Investorenfokus waren auch weiterhin Aktien von Speicherchip- und Halbleiterausrüstungs-Herstellern, die vom anhaltenden Optimismus in puncto Künstliche Intelligenz (KI) profitieren dürften.
Die asiatischen Börsen zeigten sich am Montag teils deutlich auf grünem Terrain.
In Tokio gewann der Nikkei 225 letztlich kräftige 2,97 Prozent auf 51.832,80 Punkte.
Der Shanghai Composite legte unterdessen um 1,38 Prozent auf 4.023,42 Punkte zu.
Der Hang Seng notierte schlussendlich noch marginale 0,03 Prozent höher bei 26.347,24 Einheiten.
Internationale Anleger reagierten insgesamt erstaunlich ruhig auf den Sturz von Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro - obwohl die weitere Entwicklung des Landes mit erheblichen Unsicherheiten behaftet ist. Als erste nach dem Wochenende nahmen die asiatischen Märkte den Handel auf. Dort trafen die Ereignisse in Venezuela auf ein überwiegend positives Börsenumfeld. Besonders die japanischen Aktienmärkte verzeichneten nach der Feiertagspause deutliche Kursanstiege. Gestützt wurde die Erholung vor allem von Technologie- und KI-Titeln, mit denen Investoren bereits im vergangenen Jahr hohe Gewinne erzielt hatten.
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