Rheinmetall-Aktie beflügelt: Neue Bundeswehr-Aufträge - Joint Venture mit MBDA - RENK, HENSOLDT & TKMS profitieren

Die Bundeswehr hat bei Rheinmetall zusätzliche Munition bestellt. Die Rüstungsaktien reagieren mit starken Kursgewinnen - auch auf die zunehmenden geopolitischen Unsicherheiten.
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Der neue Auftrag habe ein Volumen von mehreren hundert Millionen Euro, teilte der Rüstungskonzern in Düsseldorf mit. Mit einer mittel sechsstelligen Zahl zusätzlicher Patronen des Kalibers 30 Millimeter für den Schützenpanzer Puma sei das Volumen eines Rahmenvertrags von 2022 erweitert worden, hieß es weiter.
Erst kürzlich hatte die Bundeswehr KNDS und Rheinmetall mit der Lieferung von 200 zusätzlichen Puma-Schützenpanzern beauftragt.
Rheinmetall und MBDA gründen Joint Venture für Laserwaffensysteme
Die Rüstungskonzerne Rheinmetall und MBDA bündeln ihre Marine-Laser-Aktivitäten in einem Gemeinschaftsunternehmen, um hochleistungsfähige und innovative Laserwaffensysteme zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen. Das neue Joint-Venture baut auf einer seit 2019 bestehenden Kooperation auf, im Rahmen derer die Unternehmen bereits einen Laserdemonstrator erstellt haben, der auf einem Marineschiff der Bundeswehr ein Jahr lang erfolgreich unter operationellen Bedingungen getestet wurde, wie Rheinmetall mitteilte.
Nach der erfolgreicher einjährigen Testphase zur See mit mehr als über 100 Beschüssen und Tracking-versuchen gegen verschiedene Ziele wurde der Laserdemonstrator für die Marine zur weiteren Erprobung an das Laserkompetenzzentrum der Wehrtechnischen Dienststelle für Waffen und Munition in Meppen transferiert. Er ist dort wieder in Betrieb genommen worden und wird zur weiteren Erprobung auch landgestützter Drohnenabwehr genutzt.
Ziel des Joint Ventures ist der Mitteilung zufolge zunächst die Entwicklung eines operationellen Laserwaffensystems für die Deutsche Marine, das komplementär zu Rohrwaffen und Lenkflugkörpern, insbesondere zur Abwehr von Drohnen und weiteren hochagilen Zieltypen im Nah- und Nächstbereich geeignet ist.
MBDA ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Airbus, der britischen BAE Systems und dem italienischen Rüstungskonzern Leonardo.
Rüstungsaktien beflügelt
Vor dem Hintergrund der zunehmenden geopolitischen Konflikte haben Rüstungsaktien am Montag zu den Favoriten am deutschen Aktienmarkt gezählt. Die Papiere von Rheinmetall gewannen via XETRA schlussendlich 9,36 Prozent auf 1.752,00 Euro. Die Aktien von HENSOLDT legten unterdessen um 8,18 Prozent auf 82,65 Euro zu, während es für die Anteilsscheine von RENK um 8,03 Prozent auf 60,02 Euro nach oben ging. Derweil notierten die Aktien von TKMS um 2,81 Prozent höher bei 71,35 Euro.
Damit holten die Papiere ihre Verluste des vierten Quartals weiter auf. Da hatten viele Anleger die zuvor bärenstarken Kursentwicklungen genutzt, um Kasse zu machen - auch in der Hoffnung auf ein mögliches Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine.
Diese Hoffnungen haben sich bisher allerdings nicht bewahrheitet, da Russland sich echten Fortschritten weiterhin verweigert. Hinzu kommt nun noch die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und Venezuela. Zudem drohte nach dem Angriff auf Venezuela US-Präsident Donald Trump jetzt auch Kolumbien.
"Fast immer, wenn die Gefahr militärischer Maßnahmen zunimmt, steigen die Rüstungsausgaben, was zu positiven Trends für Verteidigungsaktien führt", schrieb Branchenexperte Douglas Harned von Bernstein Research am Montag mit Blick auf US-Rüstungskonzerne.
Sollte nun Geld im Zusammenhang mit Venezuela oder andere solcher Aktionen benötigt werden, dürfte dieses eher noch auf die bisher geplanten US-Rüstungsausgaben obendrauf kommen.
DOW JONES / FRANKFURT (dpa-AFX)
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