DAX letztlich unter Druck -- US-Börsen schließen in Rot -- NVIDIA macht Milliardendeal mit Synopsys -- Qualitätsmängel bei Airbus A320-Jets -- Bitcoin, BYD, Rheinmetall & Co., Palantir, TKMS im Fokus
Britische Pharma-Exporte in die USA künftig zollfrei. thyssenkrupp Steel einigt sich mit IG Metall. JENOPTIK-Aufsichtsratschef legt Amt nieder. DroneShield mit tiefroter November-Bilanz. Tesla-Chef Musk will Schuldenkrise mit KI lösen. Google-Gründer Sergey Brin spendet Alphabet-Aktien im Milliardenwert. XETRA-Handelszeiten verlängert. Amazon geht Kooperation mit Google ein.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zum Start in den Dezember tiefrot.
Der DAX gab bereits zur Handelseröffnung am Montag moderat nach und baute seine Abschläge im Verlauf noch klar aus. Er beendete die Sitzung 1,04 Prozent leichter bei 23.589,44 Punkten.
Der TecDAX hielt sich daneben ebenfalls deutlich auf negativem Terrain, nachdem er zum Auftakt leicht nachgegeben hatte. Sein Schlussstand: 3.547,42 Punkte (-1,24 Prozent).
Nach seiner jüngsten kräftigen Erholung startete der DAX mit einem leichteren Ton in den Dezember. Zwar verzeichnete der Leitindex im November per saldo ein Minus von rund einem halben Prozent, zwischenzeitlich hatte das Minus jedoch bereits mehr als vier Prozent betragen. Neue Zinssorgen wurden zuletzt vor allem durch die Hoffnung auf ein Ende des Kriegs in der Ukraine überlagert. Einige Marktteilnehmer spekulieren nun erneut auf eine späte Jahresendrally - zumal das letzte Rekordhoch des DAX inzwischen fast zwei Monate zurückliegt.
Aussagen des japanischen Notenbankchefs belasteten am Montag die zuletzt positive Stimmung unter Anlegern: Am Markt wurde eine Rede von Kazuo Ueda, dem Präsidenten der Bank of Japan, dahingehend interpretiert, dass die Notenbank bereits im Dezember eine Zinserhöhung in Betracht zieht. Marktanalyst Jens Klatt vom Broker XTB erläuterte die möglichen Folgen der Äußerungen Uedas für die Börsen: Der japanische Yen gelte als Nullzins-Währung. Investoren verschuldeten sich daher günstig im Yen und investierten das Kapital in höher verzinste Anlagen, etwa in Aktien. Steige jedoch das Zinsniveau in Japan, kehre sich dieser "Carry Trade" um - Anleger trennten sich dann wieder von riskanteren Investments.
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Anleger an Europas Börsen zeigten sich in der neuen Woche zurückhaltend.
Der EURO STOXX 50 notierte letztlich marginale 0,01 Prozent tiefer bei 5.667,48 Punkten. Zum Handelsstart war er leicht zurückgefallen, hatte im frühen Geschäft zeitweise aber auch knapp oberhalb der Nulllinie tendiert.
An Europas Aktienmärkten setzte sich der jüngste Konsolidierungstrend nach den vorherigen Erholungsgewinnen fort. Unterstützung von den durchwachsenen asiatischen Handelsplätzen und den schwächeren US-Börsen blieb dabei aus. Insgesamt drückte das schwache fundamentale Umfeld auf die Stimmung. Händler führten die leichte Abwärtskorrektur der europäischen Einkaufsmanagerindizes (PMI) für die Industrie auf fehlende positive Konjunkturnachrichten zurück. "Es geht nicht um den geringen Betrag der Änderung, sondern dass damit jede Fantasie auf eine Erholung gekappt wird", meinte einer.
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Die US-Börsen starteten mit Verlusten in den neuen Monat.
Der Dow Jones begann die Sitzung mit moderate Abgaben und rutschte im Verlauf tiefer in die Verlustzone. Letztlich gab er 0,90 Prozent auf 47.289,33 Punkte nach.
Der NASDAQ Composite eröffnete den Handel unterdessen deutlicher im Minus und reduzierte seine Verluste im Laufe des Tages etwas. Er verabschiedete sich 0,38 Prozent schwächer bei 23.275,92 Zählern in den Feierabend.
Nach der jüngsten Erholungsrally erhielt der US-Aktienmarkt zum Wochenauftakt einen Dämpfer. Vor mehreren wichtigen Konjunktursignalen und weiteren anstehenden Ereignissen agierten die Anleger zurückhaltend und scheuten zusätzliche Risiken, schrieb Jung In Yun, Chef der Investmentgesellschaft Fibonacci Asset Management Global. Auch Sorgen vor einer Leitzinserhöhung in Japan beschäftigten zu Wochenbeginn weltweit die Anleger, während auch Kryptowährungen deutlich unter Druck gerieten.
Gleich nach dem Handelsstart rückten die Einkaufsmanagerindizes für die US-Industrie sowie die Bauausgaben in den Fokus. Am Mittwoch folgen Daten zur Beschäftigung im Privatsektor, zu Import- und Exportpreisen sowie Stimmungsindikatoren für den Dienstleistungsbereich. Am Freitag schließen weitere Inflationsdaten, neue Industrieaufträge und das Verbrauchervertrauen der Universität Michigan die Woche ab.
Die Anleger dürften all diese Veröffentlichungen genau verfolgen, bevor die US-Notenbank Fed am Mittwoch kommender Woche ihren geldpolitischen Kurs erläutert. Der Markt rechnet weiterhin mit einer hohen Wahrscheinlichkeit für eine erneute Zinssenkung - auch weil der zuletzt verspätet veröffentlichte Arbeitsmarktbericht für September ein gemischtes Bild zeichnete. Gleichzeitig muss die Fed gemäß ihrem Mandat neben der Beschäftigung auch die weiterhin hartnäckige Inflation im Blick behalten.
Die wichtigsten Börsen in Fernost fanden zum Wochenstart keine gemeinsame Richtung.
In Tokio stand der Nikkei 225 unter Druck und fiel bis Handelsende um 1,89 Prozent auf 49.303,28 Punkte zurück.
Auf dem chinesischen Festland ging es unterdessen freundlicher zu: Der Shanghai Composite stieg um 0,65 Prozent an auf 3.914,01 Zähler.
Daneben konnte der Hang Seng in Hongkong um 0,67 Prozent zulegen auf 26.033,26 Einheiten.
Zum Auftakt in eine neue Handelswoche zeigten sich die wichtigsten asiatischen Indizes uneinheitlich. Die chinesischen Börsen konnten sich dabei der allgemeinen Schwäche entziehen. Auch die Ölpreise ziehen zum Wochenstart an. Die OPEC+ hält an ihrem Plan fest, die Fördermengen im Januar, Februar und März 2026 aus saisonalen Gründen unverändert zu lassen - eine Entscheidung, die bereits erwartet worden war. Für Unruhe sorgten jedoch die deutlich verschärften Spannungen um Venezuela: Die US-Regierung unter Donald Trump verhängte am Wochenende ein Flugverbot über dem Land.
Der Goldpreis erreichte im asiatischen Handel zeitweise den höchsten Stand seit dem 21. Oktober, gab aber anschließend wieder etwas nach. Die Terminkontrakte auf die großen US-Indizes deuten auf einen leicht schwächeren Handelsstart in New York hin.
In Tokio belasteten Zinsspekulationen die Stimmung zusätzlich. Bereits am Freitag hatten hohe Inflationsdaten die Anleiherenditen weiter steigen lassen. Nun kündigte Notenbankchef Kazuo Ueda an, dass die Bank of Japan auf ihrer nächsten Sitzung am 18. und 19. November die Aussichten für Lohnerhöhungen erörtern werde. Diese Aussagen heizten Erwartungen an, dass die Geldpolitik noch in diesem Jahr erneut gestrafft werden könnte. Ueda betonte zudem, eine maßvolle Zinserhöhung würde die japanische Wirtschaft nicht ausbremsen. Der Yen wertete daraufhin etwas auf; der Dollar fiel auf 155,64 Yen.
Schwächere Einkaufsmanagerindizes belasteten die chinesischen Märkte dagegen nicht. Der von Ratingdog berechnete PMI für das verarbeitende Gewerbe fiel im November von 50,6 auf 49,9 und signalisiert damit erhöhte Stagnationsrisiken. Händler berichteten jedoch, dass Anleger auf weitere Konjunkturstützen der Regierung setzen.
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