Wachstumsausblick 2025/26

SCHOTT Pharma-Aktie mit Rekordtief: Prognose bleibt hinter Markterwartungen zurück

05.12.25 16:12 Uhr

SCHOTT Pharma-Aktie auf tiefstem Stand: Enttäuschung für Anleger - SCHOTT Pharma senkt den Ausblick unter Marktniveau | finanzen.net

Der Pharmazulieferer SCHOTT Pharma kämpft weiter mit der aktuellen Marktunsicherheit.

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Der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2025/26 fällt entsprechend verhalten aus und bleibt hinter den Markterwartungen zurück. Unternehmenschef Andreas Reisse bezeichnete das neue Geschäftsjahr als "Übergangsjahr". Allerdings ruderte er auch bei den Mittelfristzielen zurück. An der Börse kommt dies gar nicht gut an.

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Für die Aktie geht es am Freitag auf XETRA 7,68 Prozent auf 17,06 Euro abwärts - bei 16,84 Euro wurde ein neues Rekordtief erreicht. Im Jahresverlauf hat sie etwa ein Drittel an Wert verloren. Zuletzt war auf XETRA noch ein Minus von Euro zu sehen.

Der Mainzer Spezialglashersteller SCHOTT Pharma hatte seine Pharmasparte 2023 zu 27 Euro je Papier an die Börse gebracht. Bis Anfang 2024 ging es dann bis auf gut 43 Euro nach oben, seither hat der Abwärtstrend Bestand.

Analyst Pallav Mittal von Barclays attestiert dem Pharmaverpackungshersteller Eckdaten im Erwartungsrahmen. Aufstoßen dürfte aber, dass das bis Ende September laufende neue Geschäftsjahr ein Übergangsjahr werde und die mittelfristigen Ziele gesenkt wurden, so der Experte. Kurzfristiger Gegenwind im Bereich Drug Delivery Systems (DDS) sei auch keine gute Nachricht für die Konkurrenten Gerresheimer und Ypsomed.

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Laut Olivier Calvet von UBS liegt der Ausblick 2026 unter den Erwartungen. Der operative Gewinnkonsens dürfte um 11 Prozent sinken. Die Nachfrageschwäche bei Glasspritzen sei neu. Es stelle sich die Frage, ob sie kundenspezifisch sei.

Im seit Oktober laufenden Geschäftsjahr dürfte der Erlös währungsbereinigt um 2 bis 5 Prozent wachsen, teilte Schott Pharma weiter mit. Für die Gewinnmarge vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda-Marge) gehen die Mainzer von rund 27 Prozent aus. Am Markt werden den Angaben zufolge allerdings ein Umsatzplus von gut 8 Prozent sowie eine operative Marge von fast 29 Prozent erwartet.

Zudem ruderte das Unternehmen beim mittelfristigen Ausblick zurück. Für die Geschäftsjahre 2027 bis 2029 soll im Schnitt ein jährliches Umsatzwachstum von 6 bis 8 Prozent erzielt werden. Die operative Marge soll sich in Richtung 30 Prozent bewegen. Zuletzt war noch ein mittleres jährliches Umsatzplus von mehr als 10 Prozent sowie eine Marge im niedrigeren 30er-Prozentbereich erwartet worden.

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"Insbesondere im Segment Drug Delivery Systems hält der Gegenwind kurzfristig an", erklärte SCHOTT-Pharma-Chef Reisse. Denn die veränderte Markteinschätzung eines wichtigen Kunden führe zu einer geringeren Nachfrage nach Glasspritzen.

Mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2024/25 erreichte das Unternehmen auf Basis vorläufiger Resultate währungsbereinigt ein Umsatzplus von 5,8 Prozent auf gut 986 Millionen Euro. Damit schaffte das Unternehmen in etwa die zuvor gesenkte Prognose eines Erlöswachstums aus eigener Kraft von ungefähr sechs Prozent. Die operative Marge kletterte währungsbereinigt von 26,9 auf 28,4 Prozent. Das entspricht einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von gut 280 Millionen Euro.

Die detaillierten Zahlen will das Management um Noch-Chef Andreas Reisse am 11. Dezember veröffentlichen. Anfang Mai 2026 wird Christian Mias das Ruder bei SCHOTT Pharma übernehmen.

ANALYSE-FLASH: UBS senkt Ziel Kursziel auf 24,70 Euro - 'Buy'

Die Schweizer Großbank UBS hat das Kursziel für SCHOTT Pharma von 28,80 auf 24,70 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf "Buy" belassen. Der Ausblick auf 2026 liege unter den Erwartungen, schrieb Olivier Calvet am Donnerstagabend. Der operative Gewinnkonsens dürfte um 11 Prozent sinken. Die Nachfrageschwäche bei Glasspritzen sei neu.

RBC belässt SCHOTT Pharma auf 'Sector Perform' - Ziel 21,50 Euro

Die kanadische Bank RBC hat die Einstufung für SCHOTT mit einem Kursziel von 21,50 Euro auf "Sector Perform" belassen. So schwach, wie der Wachstumsausblick des Pharmazulieferers jetzt ausgefallen sei, habe er ihn auch in seiner skeptischen Analyse zwei Tage zuvor nicht erwartet, schrieb Charles Weston in seinem am Freitag vorliegenden Kommentar. Der Gewinnkonsens für 2029 liege jetzt 26 Prozent zu hoch.

MAINZ (dpa-AFX)

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Bildquellen: SCHOTT Pharma

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