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09.02.2018 15:37
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Das empfiehlt Warren Buffett bei einem Crash an den Börsen

Strategie bei Markteinbruch: Das empfiehlt Warren Buffett bei einem Crash an den Börsen | Nachricht | finanzen.net
Strategie bei Markteinbruch
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Der Ausverkauf an den US-Börsen setzte sich auch am gestrigen Donnerstag mit einem kräftigen Kurseinbruch fort, der amerikanische Leitindex Dow Jones hat innerhalb einer Woche nun rund 8,9 Prozent an Wert eingebüßt.
Auch an Starinvestor Warren Buffett geht dieser Markteinbruch nicht spurlos vorbei. Allein durch den Crash an den Börsen am Montag, als der Dow Jones um 4,6 Prozent absackte, verlor das Orakel aus Omaha satte 5,3 Milliarden Dollar - so viel wie niemand sonst. Durch die darauffolgenden weiteren Kursrückschläge dürfte diese Summe wohl inzwischen noch weiter angewachsen sein - doch die Investorenlegende hat eine klare Strategie, was in einem solchen Fall zu tun ist.

Zu dem aktuellen Kursrutsch hat sich Warren Buffett bisher zwar nicht geäußert, doch wer davon ausgeht, dass er seine Verluste betrauert und versucht, sie so schnell wie möglich wieder auszubügeln, dürfte sich täuschen. Denn der Investor hat bereits in der Vergangenheit deutlich klargemacht, welches Verhalten er in einem solchen Fall für angemessen hält - und zwar für alle Anleger.

Bloß keine Panik!

Warren Buffett ist das Paradebeispiel für einen sehr langfristig orientierten Investor, der seine Anlageentscheidungen in der Regel für Zeiträume von mehreren Jahren trifft. Von einer Korrektur, auch wenn diese mehrere Wochen oder sogar Monate anhalten sollte, lässt er sich daher nicht aus der Ruhe bringen. Wie Buffett 2016 gegenüber "CNBC" sagte, sei es am wichtigsten, bei Marktschwankungen einen kühlen Kopf zu bewahren und weiterhin eine Kaufen-und-Halten-Strategie zu verfolgen. Denn diese erziele - im Gegensatz zum ständigen Kaufen und Verkaufen - die besten Ergebnisse. Die Bewegungen des Marktes solle man daher am besten gleich gar nicht so detailliert verfolgen, riet der Investor anderen Anlegern.

Dass dies kein leeres Gerede ist, sondern Buffett sich wirklich selbst an dieser Aussage orientiert, hat er in der Vergangenheit bereits bewiesen. So ließ er sich etwa auch 1987 nicht aus der Ruhe bringen, als es am "Schwarzen Montag" für den Dow Jones um gut 22 Prozent nach unten ging - der größte prozentuale Absturz in der Geschichte des Index.

In seinem Brief an die Berkshire-Aktionäre nach diesem Jahr bekräftigte Buffett, dass man auch in solchen Zeiten seiner Investment-Strategie treu bleiben und sich auf die Unternehmensergebnisse und -pläne konzentrieren solle. "Charlie und ich haben uns durch die Geschäftsbilanzen der börsennotierten Unternehmen sagen lassen, ob unsere Investments erfolgreich sind - und nicht durch deren tägliche, oder sogar jährliche Kursnotierungen", schrieb der Investor zu seinem Verhalten im turbulenten Jahr 1987.
Insgesamt sei das Jahr von viel Aufregung, aber wenig Bewegung geprägt gewesen, so Buffett weiter. Der Dow Jones hätte auf Jahressicht immerhin einen Gewinn von 2,3 Prozent verbuchen können. Viel Lärm um nichts also.

Buffett: "Weitverbreitete Angst ist euer Freund"

Doch Buffett empfiehlt nicht nur, sich nicht von einer Panik am Markt anstecken zu lassen, sondern die niedrigeren Kurse sogar als Kaufgelegenheiten zu sehen - allerdings natürlich nur bei Qualitätsunternehmen. Im 2017 veröffentlichten Investorenbrief schrieb er, dass weitverbreitete Angst der Freund eines jeden Anlegers sei. Denn wenn alle Aktien fallen, sei es leichter, anständige Unternehmen zu einem fairen oder sogar billigen Preis zu kaufen. Vor der eigenen Angst solle man sich hingegen hüten. Sie sei außerdem unberechtigt, wenn man in "große, konservativ finanzierte US-Unternehmen" investiert hätte - also die gleiche Strategie wie Buffett verfolgt.

Zusammengefasst ist der Starinvestor also der Meinung, dass man bei seinen Entscheidungen nicht unter den Einfluss des Marktgeschehens geraten darf, sondern die Marktbewegungen entweder ignorieren oder für sich ausnutzen muss. Wie letzteres funktioniert, hat Buffett zum Beispiel während der Finanzkrise erfolgreich vorgemacht, als er mit mehreren Milliarden Dollar bei der strauchelnden Investmentbank Goldman Sachs eingestiegen war. Als Gegenleistung für seine Finanzspritze erhielt der Investor Zinsen, einen Aufschlag bei Rückzahlung des Geldes und das Recht, Goldman-Sachs-Aktien zu einem vergünstigten Preis zu erwerben. Insgesamt hat dieses Geschäft Buffett somit mehrere Milliarden Dollar Gewinn gebracht.

Auch den jetzigen Kursrücksetzer dürfte Warren Buffett daher wohl wieder dafür nutzen, um nach attraktiven Investments Ausschau zu halten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: istockphoto / EdStock, Bill Pugliano/Getty Images

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