Südzucker: Bitterer Zucker für Aktionäre

13.01.26 11:41 Uhr

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Sinkende Zuckerpreise belasten das Geschäft bei Südzucker. In einem umkämpften Markt sind die immer lauter werdenden Rufe nach einer Zuckersteuer pures Gift.

Werte in diesem Artikel

Die schwierige Gemengelage im Zuckergeschäft drückt bei Südzucker kräftig auf Umsatz und Ertrag. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 (per 28. Februar) sanken die Erlöse deutlich auf knapp 6,4 Mrd. Euro (9M 2024/25: rund 7,5 Mrd. Euro), während sich das EBITDA auf 367 Mio. Euro (9M 2024/25: 502 Mio. Euro) reduzierte. Die bereits im August revidierten Ziele für das Gesamtjahr wurden jedoch bestätigt. Demnach soll der Umsatz bei 8,3 bis 8,7 Mrd. Euro (zuvor 8,7 bis 9,2 Mrd. Euro) und das EBITDA zwischen 470 und 570 Mio. Euro (zuvor 525 bis 675 Mio. Euro) liegen.

Einbruch im Zuckersegment
Besonders im wichtigen Zuckersegment gab es einen herben Rückschlag. Nach Unternehmensangaben brach der Umsatz auf 2,2 Mrd. Euro (9M 2024/25: 3,1 Mrd. Euro) kräftig ein. Der operative Verlust erhöhte sich auf -136 Mio. Euro (9M 2024/25: -23 Mio. Euro). Wie wichtig dieses Segment für den Konzern ist, zeigen die Zahlen: Im Geschäftsjahr 2024/25 (per 28. Februar) entfielen rund 40 Prozent der Erlöse auf diesen Bereich.

Rufe nach der Zuckersteuer
Während der Südzucker-Konzern sichtlich mit sinkenden Erzeugerpreisen sowie gesetzlichen Vorgaben bei Düngung und Pflanzenschutz kämpft, wird der Ruf nach einer Zuckersteuer immer lauter. Nach Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, warnte zuletzt auch der Ärztepräsident Klaus Reinhardt vor einer drohenden Welle an Diabetes-Erkrankungen.

Fazit
Das Geschäft mit Zuckerrüben bleibt herausfordernd, und auch die angrenzenden Geschäftsfelder litten bei Südzucker unter Rückgängen. Im aktuellen Branchenumfeld mit sinkenden Erzeugerpreisen und den Handelszugeständnissen der EU gegenüber der Ukraine ist kurzfristig keine Besserung in Sicht. Die Diskussion um eine Zuckersteuer drückt zusätzlich auf die Stimmung. Anleger sollten daher vorerst an der Seitenlinie bleiben.

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