TUI: Der Genickbruch
SmartCaps ist ein Angebot des redaktionellen Partners StockXperts.
finanzen.net GmbH ist für die Inhalte dieses Artikels nicht verantwortlich.

Die Aktie von TUI hat intensiv darum gekämpft, die Unterstützung rund um 8 Euro zu halten. Der Irankrieg kommt für das Unternehmen damit zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt.
Werte in diesem Artikel
Ein leicht rückläufiger Umsatz und der Einblick in die Buchungslage für den Sommer, die ebenfalls etwas unter Vorjahr lag, hatte die Aktie von TUI zuletzt unter Druck gesetzt. Bei der Marke von 8 Euro war der Kurs schließlich am knapp einjährigen Aufwärtstrend sowie an der 200-Tage-Linie angekommen, außerdem gab es in der Vergangenheit an dieser Stelle markante Wendepunkte. Daher war es nicht überraschend, dass die Aktie hier eine Stabilisierung zur Einleitung der Trendwende versucht hat.
Rückschlag fundamental nachvollziehbar
Mit dem kräftigen Kursrückschlag, den der Ausbruch des Irankriegs nun verursacht hat, ist dieser Versuch gescheitert. Und das zu Recht, denn der Konflikt dürfte nicht nur für erhebliche Behinderungen im Reisegeschäft in den nächsten Wochen sorgen, sondern auch die Reiselust insgesamt schmälern.
Weiteres Korrekturpotenzial
Technisch hat sich mit dem Bruch des Aufwärtstrends und der 200-Tage-Linie die Lage der TUI-Aktie weiter eingetrübt, das eröffnet weiteres Korrekturpotenzial. Die Aktie könnte daher das markante Zwischentief aus dem letzten November bei etwa 7 Euro ansteuern – wobei die Ausschöpfung dieses Korrekturpotenzials stark vom weiteren Kriegsverlauf abhängen wird.
Kaufen, wenn die Kanonen donnern
Eine alte Börsenweisheit besagt, dass man kaufen soll, wenn die Kanonen donnern – vor allem, da es in der Regel eine Kurserholung gibt, wenn Konflikte beendet werden. TUI könnte im Hinblick auf dieses Szenario ein attraktives Schnäppchen sein, allerdings ist ein erfolgreiches Timing hier ebenso schwierig wie entscheidend. Und sollte sich der Krieg zu einem länger andauernden Flächenbrand im Nahen Osten entwickeln, dürfte die TUI-Aktie noch deutlich tiefere Kurse sehen.
Andererseits gibt es Unternehmen, die von dem Konflikt und seinen Konsequenzen für Themen wie Energiesicherheit dauerhaft profitieren könnten. Dazu gehören nicht zuletzt Anbieter aus dem Bereich Erneuerbare Energien, von denen einige schon zuletzt mit starken Zahlen und guter Aktien-Performance überzeugen konnten: zum Artikel
Rückenwind verspürt derzeit auch der Infrastrukturdienstleister Bilfinger, der 2026 auf weitere nennenswerte Aufträge aus dem Investitionspaket des Bundes zählen darf. Den zuletzt stark gestiegenen Kurs dürfte das weiter stützen: zum Artikel
Autoren: Die SmartCaps-Redaktion. Über uns: Das Team von SmartCaps zählt seit mehr als zwei Jahrzehnten mit dem „Anlegerbrief“ zu den erfolgreichsten Nebenwerteinvestoren in Deutschland. Das Musterdepot des Anlegerbriefs hat seit 1999 eine Rendite von mehr als 3.486 Prozent oder 14,3 Prozent p.a. (Stand: 28.02.26) erzielt. Mehr dazu finden Sie hier.
Erstellung am 02.03.26 um 9:52 Uhr.
Bitte beachten Sie auch unsere Informationen zur SmartCaps-Redaktion, insbesondere zu Arbeitsmethoden und zu potenziellen Interessenkonflikten, sowie unseren Disclaimer/Haftungsausschluss: zum Artikel