30.09.2020 21:52

Veolia erhöht Offerte für Engies Suez-Paket auf 3,4 Milliarden Euro - Aktien fester

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Der Abfallentsorger Veolia Environment hat im Kampf um den Konkurrenten Suez wie erwartet nachgelegt.
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Das Gebot für den knapp 30-prozentigen Anteil des Energiekonzerns Engie werde um rund 16 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro erhöht, wie Veolia am Mittwoch in Paris mitteilte. Das entspreche 18 Euro je Suez Environnement Company-Aktie. Veolia Environnement-Chef Antoine Frerot hatte bereits vergangenen Freitag angekündigt, die Offerte nachbessern zu wollen. Engie hatte das erste Gebot über 15,50 Euro als zu niedrig und unzureichend erachtet.

Suez forderte Engie am Mittwoch dazu auf, auch das erhöhte Gebot abzulehnen. Der Deal sei weiterhin nicht im Interesse des Konzerns. Eine Lösung werde von der Unternehmensspitze so schnell wie möglich angestrebt, hieß es weiter. Die Angesprochenen verlangten am Abend aber lediglich mehr Zeit von Veolia zur Prüfung des Angebots. Dieses läuft eigentlich um Mitternacht aus, Engie möchte eine Verlängerung bis zum 5. Dezember. Das neue Angebot entspreche aber den Erwartungen an Preis und Arbeitsplätze und werde begrüßt. Kurz danach akzeptierte Veolia die erbetene Fristverlängerung

Der Kauf des Engie-Anteils wäre ein erster Schritt auf dem Weg, Suez komplett zu übernehmen. Veolia hatte Ende August seine Übernahmepläne bekannt gemacht. Es ist der zweite Versuch, Suez zu übernehmen. 2012 war die Suez-Übernahme durch Veolia unter anderem an kartellrechtlichen Bedenken gescheitert. Auch diesmal regt sich Widerstand. Suez selbst spricht von einem feindlichen Manöver und hat sich zuletzt klar gegen die Übernahme ausgesprochen, die nicht im Sinne des Unternehmens, seiner Mitarbeiter und Aktionäre sei.

Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire betonte, dass ein solcher Deal nicht innerhalb von 24 Stunden abgeschlossen werden könne. Man müsse sich die nötige Zeit nehmen, sagte er dem Sender LCI. Der Staat werde keinem Ultimatum nachgeben, so der Minister.

An der Börse sorgte das höhere Gebot bei den Suez-Aktien für ein Kursplus von sechs Prozent auf 15,81 Euro. Auch die Papiere der anderen beteiligten Unternehmen verteuerten sich, allerdings deutlich moderater.

Suez bleiben unter neuer Veolia-Offerte - Anleger zweifeln

Die angehobene Offerte von Veolia Environment für Engies Anteil an Konkurrent Suez hat am Mittwoch die Aktienkurse aller beteiligten Unternehmen angetrieben. So recht glauben wollten die Anleger angesichts des Widerstands von Suez und Engie aber offenbar nicht an einen Erfolg: Die Titel des Abfallentsorgers Suez zogen zwar in Paris letztlich um 5,93 Prozent auf 15,80 Euro an, blieben damit aber deutlich unter den nun von Veolia gebotenen 18 Euro je Aktie. Veolia stiegen um 0,55 Prozent auf 18,42 Euro, und für die Aktien des Energiekonzerns Engie ging es um 1,24 Prozent auf 11,42 Euro hoch.

Veolia besserte in seinem Kampf um Suez mit der neuen Offerte wie erwartet nach - die ursprünglich gebotenen 15,50 Euro je Aktie hatte Engie als zu niedrig bewertet. Der Kauf des Engie-Anteils wäre für Veolia ein erster Schritt auf dem Weg, Suez komplett zu übernehmen. Doch auch von Suez kommt Kritik: Das Unternehmen nannte die Pläne ein feindliche Manöver und sprach sich gegen das von Veolia geplante Vorgehen aus. Als Voraussetzung für Gespräche müsse Veolia direkt ein Angebot für eine Komplettübernahme vorlegen.

Zuletzt versuchte Frankreichs Finanzminister Bruno Le Maire, die Wogen zwischen den Kontrahenten zu glätten. Er forderte Veolia und Suez in einem Fernsehinterview auf, sich um ein friedliches Zusammengehen zu bemühen. Gleichzeitig betonte er, dass der französische Staat als Großaktionär von Engie dem Zeitdruck für eine rasche Entscheidung nicht nachgeben werde. Engie müsse zudem seiner sozialen Verantwortung nachkommen und Beschäftigungsgarantien für die Mitarbeiter sicherstellen. Dies dürfte die Suez-Übernahme für Veolia nicht gerade attraktiver machen.

Der Experte Ahmed Farman vom Analysehaus Jefferies bezeichnete das erhöhte Angebot als attraktiv für Engie. Da der Versorger weiterhin in erneuerbare Energien investieren wolle, könnte es ihm schwerfallen, die Offerte auszuschlagen. Sollte Engie dem Verkauf zustimmen, könnten Veolia und Suez an einem friedlichen Zusammenschluss arbeiten. Veolia habe schon neue Konzessionen in Aussicht gestellt und zum Beispiel angeboten, dass das Top-Management von Suez auch in dem dann größeren Konzern führende Positionen übernehmen könnte.

Etwas skeptischer äußerte sich Analyst Werner Eisenmann von der DZ Bank. Die Logik der Transaktion mit der Entstehung eines Weltmarktführers im Geschäftsfeld Umwelt-Dienstleistungen (Wasserversorgung, Abfallwirtschaft, Energie), der von "grünen" staatlichen Investitionsprogrammen profitieren könne, sei zwar weiterhin bestechend. Durch das nachgebesserte Angebot aber werde die Transaktion unattraktiver, dauere länger und sei mit mehr Unsicherheit verbunden. Sollte der Deal scheitern, greife seine ursprüngliche Einschätzung der Aktien von Veolia, die auf Kostensenkungen und der Stärke in wachsenden margenstarken Segmenten aufbaue.

/zb/jha/

Bildquellen: Marian Weyo / Shutterstock.com

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10.09.2013Veolia Environnement kaufenMorgan Stanley
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