finanzen.net
25.09.2012 16:50

Sektor: Zwischen Index und Aktie

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Wie in jedem Index gibt es im Dax jeden Tag aufs Neue Gewinner und Verlierer.
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Unternehmensmeldungen, politische Konflikte und Entscheidungen, wissenschaftliche Durchbrüche, Umweltereignisse und sogar das Wetter beeinflussen verschiedene Gewerbe auf unterschiedliche Weise. Während sich Tourismus, Transport und Luftfahrt über monatelang anhaltende Temperaturen über 30 Grad und lachende Sonne über dem Mittelmeerraum freuen, sind die Konsequenzen für Landwirtschaft, und sukzessive Lebensmittelindustie und Einzelhandel potenziell desaströs. Dennoch sind zum Beispiel im Mdax, dem zweitgrößten deutschen Index, sowohl Aktien von Südzucker und Metro als auch von TUI und MTU enthalten, deren Kursentwicklungen sich bei einem Szenario wie dem oben beschriebenen möglicherweise gegenseitig aufheben könnten.

Für Anleger, die daher weder auf die individuelle Aktien noch auf die Performance eines Index als Ganzes spekulieren möchten, könnte daher der Handel mit sektorenbezogenen CFDs von Interesse sein. Erkennt der Trader einen Trend, der sich spezifisch auf eine Branche auswirkt, aber keinen oder nur einen vernachlässigbaren Einfluss auf den marktbreiten Index hat, ermöglicht es ihm ein Sektor CFD Trade, eine größere Position auf die Richtung eines gesamten Sektors einzunehmen. Somit können, dank deutlicher hervortretenden Trendlinien, größere Gewinne erzielt werden, ohne dass der Trade Gefahr läuft, der höheren Schwankungsanfälligkeit von Einzelaktienkursen zum Opfer zu fallen. Mehr als bei anderen Märkten erlauben es Sektortrades den Anlegern überdies, von speziellem Fachwissen über Zusammenhänge und Kausalitäten in bestimmten Branchen zu profitieren.

Am 24. September 2012 notierte der Dax zu Börsenschluss bei 7.413,16 Zählern; das entspricht einem Minus von rund 1,94 Prozent. Die vier Top-Performer des Tages, Merck, Fresenius, Bayer und Fresenius Medical Care, kamen allesamt aus dem Gesundheitswesen. Angetrieben von der Zulassung des langerwarteten Augenmedikaments Eylea durch Branchenprimus Bayer schien die Pharmaindustrie trotz eines von trüben Konjunkturaussichten belasteten Marktklimas einen großartigen Lauf zu haben. Zusätzlich profitiert die Branche von erneut steigenden Unsicherheiten im Markt, die Anleger in sichere, „defensive“ Werte flüchten lassen, zu welchen Pharma-Aktien traditionell gezählt werden. Dem gegenüber stehen Tagesverlierer Infineon und ThyssenKrupp, die als Metallverarbeiter durch die anhaltende Sorge um die chinesische Konjunktur und Wachstumsabschwächung weltweit ins Straucheln geraten.

Der Handel mit CFDs stellt ein hohes Risiko dar. Verluste können unter Umständen höher sein als der ursprüngliche Einsatz. Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar.

Milena Kannen ist Financial Writer und Researcher bei IG Markets, Deutschlands führendem CFD-Anbieter. Nach abgeschlossenem Journalistikstudium in Leipzig schreibt sie nun aus London über CFD-Handel, Charttechnik und Handelsstrategien sowie aktuelles Börsengeschehen.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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