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17.11.2014 15:00
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Indexfonds: Wer im November das Rennen macht

€uro-FondsNote: Indexfonds: Wer im November das Rennen macht | Nachricht | finanzen.net
€uro-FondsNote
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Im November stehen ETFs im Fokus der monatlichen Beurteilung der Fondsbranche. Die Auf- und Absteiger.
€uro am Sonntag
von Ralf Ferken, Euro am Sonntag

Die €uro-FondsNote, das hauseigene Fondsrating von €uro am Sonntag, erspart Anlegern nicht die eingehende Betrachtung eines Produkts. Doch sie kann als Brücke dienen, um den Zugang zu einer Anlageklasse zu erleichtern.

Wer in australische Aktien investieren will, dürfte mit einem Indexfonds gut bedient sein. Das zeigen die FondsNoten für diese Produkte. Den Lyxor ETF Australia S & P ASX 200 bewertete €uro am Sonntag bereits mit FondsNote 1. Im November stuften wir den iShares MSCI Aus­tralia ETF ebenfalls auf Note 1 hoch.

Der MSCI Australia enthält vor allem Finanzwerte. Allein die "Big Four", die vier größten Banken des Landes, machen 35 Prozent des Index aus. Zu ihnen zählen Australia and New Zealand Banking, die Commonwealth Bank of Australia, die National Australia Bank und Westpac Banking Corporation. Insgesamt hält der iShares-ETF 51 Prozent in ­ Finanztiteln. Mit 17 Prozent folgen Rohstoffwerte wie BHP Billiton oder Woodside Petroleum. Auch der Australien-ETF von Lyxor ist mit 43 Prozent Finanz- und 16 Prozent Rohstoffaktien ähnlich aufgestellt.

Gemessen am MSCI-Australia-Index bieten australische Aktien derzeit rund 4,4 Prozent Dividendenrendite, das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei 16,4 und das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei 1,9. Verglichen mit dem MSCI-World-Index, der zu 56  Prozent von US-Aktien dominiert wird, sind australische Aktien damit attraktiv bewertet.

Langfristig zählten australische Aktien zu den ertragreichsten Anlagemärkten. In den Jahren 1900 bis 2013 lag ihre reale jährliche Rendite im Schnitt bei 7,4 Prozent. Zum Vergleich: US-Aktien kamen während dieser Zeit im Schnitt auf 6,5 Prozent reale Rendite. Dies zeigen die Daten im "Credit Suisse Global Investment Returns Yearbook 2014".

Deutsche Aktien kamen in dieser langfristigen Betrachtung, bedingt durch die beiden Weltkriege, nur auf eine Rendite von 3,2 Prozent. In der Zeit von 1964 bis 2013 lagen sie mit 5,1 Prozent p. a. aber nicht weit entfernt von australischen Aktien. Auch bei heimischen Papieren kann sich ein Investment mit einem Indexfonds lohnen. So gelang dem Deka DAX ETF nun der Sprung auf Note 2.

Ebenfalls verbessert hat sich ein Klassiker für asiatische Aktien. Der DWS Top Asien kletterte auf Note 3 (siehe Investor-Info).

Unsicherheit über Anlagestil
Der Schroder Global Equity Yield für dividendenstarke globale Aktien war in den vergangenen Jahren durchaus erfolgreich. Gemessen an seinen Rendite-Risiko-Kennzahlen würde €uro am Sonntag ihn mit FondsNote 2 bewerten. Dennoch wurde er nun auf Note 3 herabgestuft. Hintergrund: Lange Zeit hatte Sonja Laud den Schroders-Fonds gemanagt. Jetzt wechselt sie aber zu Baring, sodass der Schroders-Fonds mit Jamie Lowry und Ian Kelly zwei neue Fondsmanager erhalten hat. Dieser Wechsel ist mit Unsicherheit bezüglich des Anlagestils verbunden.

Daher setzte der FondsNoten-Partner von €uro am Sonntag, das Münchner Analysehaus FondsConsult, die qualitative Teilnote des Schroders-Fonds von 1 auf 4 herunter. Als Folge verschlechterte sich dessen Gesamtnote von 2 auf 3. Überzeugen Lowry und Kelly künftig jedoch mit ihrem Anlageprozess, wird FondsConsult die qualitative Teilnote peu à peu wieder anheben, sodass sich auch die Gesamtnote des Schroders-Fonds wieder verbessern kann. Zu den Verlierern im Monat November zählt auch der Allianz Nebenwerte Deutschland (siehe Info unten).

Eine gute Beurteilung trägt hingegen der iShares Euro High Yield Corporate Bond ETF für europäische Hochzinsanleihen. Weil er vier Jahre alt geworden ist, wurde er nun erstmals beurteilt. Das Resultat: Auf Anhieb erreichte er FondsNote 2 - die zweitbeste Bewertung beim Fondsrating von €uro am Sonntag.

Investor-Info

DWS Top Asien
Asiatisches Basisinvestment

Aktien aus Japan, China und Korea haben im DWS- Top-Asien-Fonds das höchste Gewicht. Damit setzt Fondsmanager Sean Taylor einen Schwerpunkt auf die wirtschaftsstärksten Nationen des Kontinents. Bis Mitte 2013 musste er exakt 50 Titel im Portfolio haben, doch dann strich die DWS diese Vorgabe. Zurzeit hält er 56 Aktien, die vor allem aus den Sektoren Finanzen, IT und dauerhafte Konsumgüter stammen. Der Fonds für asiatische Großkonzerne erholt sich gerade von einer Schwächephase.

Allianz Nebenwerte Deutschland
Schwierige Phase

Der Fonds unter der Leitung von Frank Hansen war einst eine Bank, wenn es um deutsche Nebenwerte ging. Doch seit 2011 läuft es nicht mehr rund und der Fonds bleibt regelmäßig hinter seinem Vergleichsindex zurück. Die langfristige Entwicklung ist dagegen beeindruckend: Wer seit der Auflegung des Fonds vor 18 Jahren dabei ist, konnte sein Kapital mehr als versechsfachen. Hansen lenkt den Fonds seit 2001 - eine erfreuliche Konstanz. Weil er sein Können schon mehrfach unter Beweis gestellt hat, sollten investierte Anleger dabeibleiben.

Bildquellen: sergign / Shutterstock.com, Laborant / Shutterstock.com

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