Angst vor Blackout

Katastrophenschutz: So viel Bargeld sollte man bei einem Blackout zuhause haben

03.02.23 23:19 Uhr

Katastrophenschutz: So viel Bargeld sollte man bei einem Blackout zuhause haben | finanzen.net

Bei einem Blackout - also einem großflächigen, länger anhaltenden Stromausfall - funktionieren nicht nur Kühlschrank, Heizung, Handy und Licht nicht mehr: Auch Einkaufen ist ohne Bargeld nicht mehr möglich. Wie viel Bargeld sollte man für den Notfall zuhause haben?

Wenn - aus welchen Gründen auch immer - der Strom über einen längeren Zeitraum ausfällt, merkt man erst, wie abhängig die Menschen von einer zuverlässigen Stromversorgung sind. Um auch bei einem Blackout über die Runden zu kommen, raten das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und der Oberösterreichische Zivilschutz zu verschiedenen Vorsorgemaßnahmen.

Rund 500 Euro Bargeld in kleinen Scheinen sind sinnvoll

Wichtiger Bestandteil der Liste mit Vorsichtsmaßnahmen ist ein Bargeldvorrat. Dieser solle am besten gut versteckt sein, damit Diebe ihn nicht so leicht finden. Um das Geld auch vor Bränden und Wasserschäden zu schützen, sollte es zudem möglichst robust verpackt sein. Während das BBK keine genaue Menge an Bargeld nennt, die zuhause liegen sollte, rät der Oberösterreichische Zivilschutz zu 500 Euro pro Haushalt. Dabei komme es natürlich darauf an, wie viele Menschen in diesem Haushalt leben und wie hoch die Ausgaben für Lebensmittel in diesem Haushalt mindestens seien. 500 Euro Bargeld seien also eher ein Richtwert als ein Muss - in jedem Fall aber sinnvoll.

Wichtig sei auch, das Bargeld in möglichst kleinen Scheinen aufzubewahren. Kommt etwa ein Supermarkt aufgrund des Stromausfalls nicht an ausreichend Wechselgeld, sind große Scheine nur hinderlich und können sogar zu unverhältnismäßig hohen Ausgaben führen.

Powerbanks und ein batteriebetriebenes Radio

Das BKK und der Oberösterreichische Zivilschutz raten auf ihren Websites außerdem dazu, neben Bargeld auch einen Koffer mit Notgepäck und wichtigen Dokumenten bereitzuhalten - dies sei unabhängig von der Art der Katastrophe sinnvoll. Fällt bei einem Stromausfall auch die Heizung aus, seien zudem warme Decken von Vorteil, wer einen Kamin oder Ofen hat, solle immer ausreichend Feuerholz oder Holzkohle zuhause haben. Um auch bei Dunkelheit etwas sehen zu können, solle man ein oder zwei Taschenlampen besitzen und für die Lebensmittelversorgung solle man einen kleinen (ausgeglichenen) Vorrat anlegen. Wer die Möglichkeit hat, könne bei einem Stromausfall zum Kochen - im Freien! - auf einen Campingkocher oder einen Grill zurückgreifen. Zu guter Letzt rät das BKK dazu, aufgeladene Powerbanks oder Batterien sowie solarbetriebene Stromquellen vorzubereiten. Zudem sei ein batteriebetriebenes Radio sinnvoll, um im Katastrophenfall die Meldungen des Katastrophenschutzes hören zu können.

Redaktion finanzen.net

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