Jetzt handeln - Warum beim Thema Altersvorsorge Zeit Geld ist

Wer früh mit der Altersvorsorge beginnt, baut mit weniger Aufwand ein deutlich größeres Vermögen auf. Verzögerungen führen zu höheren Sparraten und größerer finanzieller Belastung im Alter. Noch besteht die Chance, vom Zinseszinseffekt und stabileren Voraussetzungen zu profitieren.
Der demografische Druck wächst
Das deutsche Rentensystem steht unter zunehmender Belastung, denn immer weniger Beitragszahler müssen für immer mehr Rentner aufkommen. Mit steigender Lebenserwartung und sinkenden Geburtenzahlen drohen Leistungen und das gesetzliche Rentenniveau zu schwinden oder die Erwerbsphase verlängert zu werden.
Zinseszinseffekt
Früh zu sparen bedeutet, dass die Erträge nicht nur auf das eingezahlte Kapital kommen, sondern auch auf bereits erwirtschaftete Zinsen. Ein Effekt, den bereits Albert Einstein als "das achte Weltwunder" bezeichnet haben soll. Ein Beispiel zur Illustration: Wer über 30 Jahre spart, braucht deutlich weniger monatlich einzuzahlen als jemand, der erst in der zweiten Hälfte seiner Erwerbszeit startet.
Altersarmut und Unsicherheit bei der jungen Generation
Eine Forsa-Umfrage für Visa und ING Deutschland zeigt: Die Mehrheit der 18- bis 30-Jährigen sieht ihre finanzielle Sicherheit im Alter kritisch. Nur etwa die Hälfte fühlt sich kompetent, wenn es um Finanzwissen geht. Viele verlassen sich allein auf die staatliche Rente und unterschätzen dabei, wie stark die Lebenshaltungskosten oder Lohn- und Rentenentwicklung die reale Kaufkraft schmälern können.
Früh starten, flexibel bleiben
Wer also schon in jungen Jahren beginnt, kann mit kleineren Beiträgen einen großen Effekt erzielen. Dabei sind verschiedene Bausteine möglich: private Renten- oder Lebensversicherungen, ETF-Sparpläne, betriebliche Altersvorsorge und Immobilien. Wichtig ist, einen Mix zu finden, der zum persönlichen Risiko- und Zeitprofil passt.
Redaktion finanzen.net
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