finanzen.net
23.05.2020 20:59

Gehaltscheck Chefetage: In diesen Branchen verdienen Frauen am meisten

Gehaltscheck: Gehaltscheck Chefetage: In diesen Branchen verdienen Frauen am meisten | Nachricht | finanzen.net
Gehaltscheck
Folgen
Bereits seit mehreren Jahren kommt das Thema "Gender Pay Gap" immer wieder auf. Doch wie groß sind eigentlich die Unterschiede in der Chefebene?
Werbung

Höchstes Medianeinkommen

Frauen verdienen durchschnittlich deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen - und das auch auf Chefebene. Doch es gibt Branchen, in denen auch weibliche Führungskräfte hohe Gehälter erhalten. Eine aktuelle Studie von Gehalt.de hat sich die verschiedenen Branchen genauer angeschaut und herausgefunden, dass Frauen in der Biotech- und Pharmabranchen die höchsten Gehälter verbuchen können. Demnach entspricht das Medianeinkommen einer weiblichen Führungskraft in der Biotech-Branche rund 117.000 Euro brutto im Jahr. Bei einer vergleichbaren Position in der Pharmabranche sind es 110.000 Euro. Ein ähnlich hohes Gehalt erhalten auch Frauen in Führungspositionen der Versicherungsbranche. Sie verzeichnen ein durchschnittliches Medianeinkommen in Höhe von 105.000 Euro im Jahr. Auf den letzten Plätzen des Rankings liegen die weiblichen Führungskräfte des Hotel- und Gastgewerbes mit rund 47.000 Euro brutto pro Jahr. Mit 50.000 Euro im Jahr sind die Medianeinkommen für Frauen in der Chefebene im Einzelhandel ähnlich gering.

Männer kommen dennoch auf höhere Bezüge

Während in der Studie die höchsten Gehälter für Frauen in Führungspositionen ermittelt wurden, wurde in den Ergebnissen ebenfalls sichtbar, dass weibliche Führungskräfte trotz der oft ansehnlichen Einkommen dennoch deutlich weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Die Studie ergab, dass der Minderverdienst von weiblichen Führungskräften oft kleiner ausfällt der Durchschnitt aller Beschäftigten. So beträgt die Lücke bei Führungskräften 20,22 Prozent, während sie auf alle Beschäftigten betrachtet bei 23,54 Prozent liegt. Die Studie zeigte weiter auf, dass weibliche Fachkräfte im Schnitt 18,91 Prozent weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen. Gehalt.de hat auch einen Blick auf die unterschiedliche Bezahlung von Nichtakademikern und Akademikern geworfen und herausgefunden, dass Frauen ohne akademischen Abschluss ein durchschnittlich 14,35 Prozent niedrigeres Gehalt ausgezahlt bekommen, während der Wert bei weiblichen Akademikern im Vergleich zu den männlichen bei sogar 22,03 Prozent liegt. Laut Statistischem Bundesamt lag die Verdienstlücke im Jahr 2018 bei Vollzeitkräften außerhalb der Führungsebene bei 21 Prozent. Denn während Frauen im Schnitt einen durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 17,09 Euro erhielten, kamen Männer auf immerhin 21,60 Euro. Im Jahr 2019 blieb der Verdienstunterschied mit 20 Prozent nahezu unverändert.

Zwei Branchen überraschen mit Ergebnis

Gehalt.de hat in seiner Studie nicht nur große Unterschiede aufzeigen können, sondern auch eine Überraschung: In der Versicherungsbranche und dem Anlagenbau findet eine weitgehende Annäherung der Einkommen statt. Denn mit lediglich 4,2 Prozent beziehungsweise 2,4 Prozent fallen die Differenzen bei den Einkommen von weiblichen und männlichen Führungskräften vergleichsweise deutlich geringer aus. Dagegen liegen im Einzelhandel die Gehaltsunterschiede beispielsweise bei 29,7 Prozent. Männliche Chefs verdienen hier also rund ein Drittel mehr als weibliche.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: OPOLJA / Shutterstock.com
Werbung

Heute im Fokus

DAX verliert -- BMW verhandelt über Stellenabbau -- VW kauft in China für 2 Milliarden Euro zu -- Lufthansa-Aktien zollen Erholungsrally Tribut -- TUI, HUGO BOSS, Renault, Salesforce im Fokus

Richterin lässt Klage gegen Deutsche Bank und andere im Devisenskandal zu. BASF begibt Anleihen über 2 Milliarden Euro. "Jacobs"-Holding JDE Peet's bei Börsengang mit 15,6 Mrd Euro bewertet. Twitter versieht weiteren Trump-Tweet mit Warnhinweis. VW und Ford vertiefen globale Zusammenarbeit. Airbus-Aktie: S&P senkt Airbus-Rating auf A von A+; Ausblick negativ. HELLA im Fokus: Hoffen auf den Elektro-Boom.
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Wo sehen Sie den DAX Ende 2020?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
Scout24 AGA12DM8
TUITUAG00
Lufthansa AG823212
Daimler AG710000
NEL ASAA0B733
ITM Power plcA0B57L
Airbus SE (ex EADS)938914
BASFBASF11
CommerzbankCBK100
Allianz840400
Carnival Corp & plc paired120100
Shell (Royal Dutch Shell) (A)A0D94M
BioNTech SE (spons. ADRs)A2PSR2