29.12.2021 06:04

Dem Home-Office entfliehen: Diese Möglichkeiten gibt´s

Home-Office woanders: Dem Home-Office entfliehen: Diese Möglichkeiten gibt´s | Nachricht | finanzen.net
Home-Office woanders
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Einigen mag das Home-Office inzwischen unerträglich vorkommen, die unstrukturierte Arbeitsatmosphäre beeinträchtigt die Konzentration. Aber wohin, wenn man es zu Hause nicht mehr aushält?
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Home-Office-Overkill

Viele Deutsche befinden sich derzeit bereits seit einigen Monaten im Home-Office. Einige mögen sich inzwischen denken, es geht einfach nicht mehr. Mit den Kindern zu Hause ist eine konzentrierte und ungestörte Arbeit so gut wie unmöglich, die Produktivität leidet: Es ist einfach nicht mehr zum Aushalten, ein Tapetenwechsel muss her. Aber wohin zu Zeiten von Corona? Ins Büro können viele Arbeitnehmer zur Zeit ja nicht.

Co-Working-Spaces als Alternative

Eine Antwort darauf bieten Co-Working-Spaces. Deutschlandweit gibt es viele Co-Working-Betreiber, die ihre Flächen zur Verfügung stellen. Nun stellt sich die Frage, wie Co-Working denn funktionieren soll, wenn die Mindestabstände und Hygieneregeln eingehalten werden sollen. Gerade Firmen, die beim Co-Working auf offene Hangouts und Open Spaces setzen, stehen vor einer großen Herausforderung, einige müssen schließen. Wie das Handelsblatt berichtet, stehen der gesamten Branche schwierige Zeiten bevor, da viele Firmen die Kurzzeitverträge mit den Co-Working-Unternehmen wie beispielsweise WeWork kündigen, während diese zumeist an Langezeitmietverträge gebunden sind.

Die leeren Co-Working-Spaces könnten gefrusteten Home-Office-Arbeitern jedoch gelegen kommen. So bieten Unternehmen wie Beehive Co-Working-Einzelbüros für Tages- oder Wochenmieten an. Ein privates Einzelbüro inklusive schnellem WLAN, Reinigung und Drucker kostet bei Beehive pro Woche ungefähr 100 Euro. Und auch andere Co-Working-Anbieter lassen ihre Standorte laut Gründerszene weiterhin geöffnet und stellen ihre Räumlichkeiten zur Verfügung. Diese können ebenfalls meist tages- oder stundenweise gebucht werden.

Tobias Kollewe vom Bundesverband Co-Working Deutschland erzählt Gründerszene, dass es tatsächlich eine moderate Nachfrage von Arbeitern im Home-Office gäbe. Andere Unternehmen würden ihre Mitarbeiter aus Datenschutzgründen außerdem lieber in Co-Working-Spaces statt ins Home-Office schicken.

Home-Office im Hotel

Ein weiteres Geschäftsmodell, welches das bundesweite Home-Office adressiert, zeigt sich in der vom Coronavirus hart getroffenen Hotelbranche. Hotels dürfen ihre Zimmer derzeit nicht an Touristen vermieten und die Einnahmen bleiben aus. Deshalb gibt es nun ein neues Geschäftskonzept: Einige Hotels vermieten ihre Zimmer jetzt unter entsprechenden Hygienebedingungen tages- oder wochenweise an Arbeitnehmer und Selbstständige, die gezwungenermaßen vom Home-Office aus arbeiten müssen, aber es zu Hause nicht mehr aushalten oder schlicht keinen adäquaten Arbeitsplatz haben. Die Plattform und Website "Homeoffice im Hotel" bietet einen Überblick über alle teilnehmenden Hotels, bisher sind es 548. Auch einige Hotels aus der Schweiz und Österreich sind dabei. Die Hotels locken mit einer ungestörten Arbeitsatmosphäre, einer guten Internetverbindung und dem Zimmerservice von Mittagessen, Snacks und Getränken. Doch der Haken ist: Nur wenige Menschen haben das Angebot bisher in Anspruch genommen, so Gründerszene. Außerdem seien die Hotels pro Tag teurer als Co-Working-Spaces.

Das Hotelportal HRS verfolgt einen ähnlichen Ansatz und gründete anlässlich der Corona-Krise die Initiative MeWork. Im Rahmen dieses Programms adressiert HRS statt Arbeitnehmern jedoch Arbeitgeber, die im größeren Umfang ein passendes Arbeitsumfeld für ihre Mitarbeiter suchen. Das Unternehmen kann eine Anfrage an HRS MeWork schicken, welches daraufhin ein passendes Hotel heraussucht. Auch besondere Anforderungen und Wünsche werden berücksichtigt. Das normale Office wird zum Hotel-Office. Geeignete Hotels können die ursprünglichen Übernachtungspreise als die Tagesraten verlangen, so HRS.

Alleine im Co-Working

Ein weiterer Co-Working-Anbieter zeigt, wie sich Co-Working zu Corona-Zeiten auch abwandeln lässt. Cobaas stellt im Rahmen einer Corona-Sonderaktion seine Co-Working-Spaces und Ferienwohnungen einer kooperierenden Musikschule für Arbeitnehmer zur Verfügung. Alle Spaces und Wohnungen verfügen über einen separaten Eingang und einen Schreibtisch mit WLAN, Übernachtungen sind jedoch untersagt. Sollte der Arbeitgeber die Räumlichkeit für den Mitarbeiter anmieten, gelten diese auch während der Ausgangssperre als offizieller Arbeitsplatz. 20 Arbeitstage kosten bei Cobaas 380 Euro.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Ruslan Grumble / Shutterstock.com, Minerva Studio / Shutterstock.com
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