23.10.2020 21:40

Schokoriegel-Produzent Mars geht weiteren Schritt, um Abholzung zu verhindern

Nachhaltigkeitsziele gesetzt: Schokoriegel-Produzent Mars geht weiteren Schritt, um Abholzung zu verhindern | Nachricht | finanzen.net
Nachhaltigkeitsziele gesetzt
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Die Abholzung des Regenwaldes hat in den letzten Jahren weiterhin stark zugenommen. Einer der Gründe ist der Anbau von Palmöl. Der Schokoladenriegel-Hersteller Mars, einer der weltweit größten Verbraucher von Palmöl, will die Abholzung des Regenwaldes nun eindämmen.
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Fast 50 Prozent aller Produkte in unseren Supermärkten enthalten Palmöl. Laut Angaben des WWF belief sich die Anbaufläche von Palmöl im Jahr 2018 auf rund 19 Millionen Hektar. Bereits vor mehreren Jahren wollten die großen Palmöl-Verbraucher wie Mars, Nestlé oder Mondelez etwas gegen die Abholzung des Regenwaldes unternehmen - ohne Erfolg. Nun hat Mars eine neue Strategie vorgelegt.

Mars will seine Lieferketten umbauen

Um die Abholzung des Regenwaldes zu stoppen und die Palmölproduktion ohne neu gerodete Flächen zu gewährleisten, setzt Mars zum einen auf die Vereinfachung der Lieferketten und zum anderen auf eine strengere Überwachung der Lieferanten, wie aus einer Pressemitteilung des Schokoladen-Herstellers hervorgeht.

Aktuell zählt Mars noch mehr als 1.500 Palmöllieferanten. Diese Zahl soll sich bis 2022 auf weniger als 50 belaufen. Laut Mars-CEO Grant Reid ist die Überarbeitung "kaputter" Lieferketten entscheidend für die globalen ökologischen und sozialen Herausforderungen. In Zukunft will Mars seine Lieferverträge also radikal reduzieren und langfristige Lieferverträge nur an diejenigen vergeben, die die "ökologischen, sozialen und ethischen Erwartungen erfüllen".

Mars reagiert damit auf den stetig steigenden gesellschaftlichen Druck auf global agierende Unternehmen, sich für mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu engagieren.

COVID-19-Pandemie hat Schwachstellen aufgedeckt

Nicht nur in der Automobilbranche hat die Corona-Pandemie große Schwachstellen in den internationalen Lieferketten aufgedeckt. Viele global agierenden Unternehmen überarbeiten gerade ihre Wertschöpfungsketten und legen stärkeren Wert auf Umweltaspekte und Menschenrechte.

"Unternehmen können - und müssen - starke Akteure für soziale und ökologische Veränderungen sein, um belastbare, zuverlässige Lieferketten und eine gerechtere und nachhaltigere Welt zu haben", wird Grant Reid in der Pressemitteilung zitiert.

Doch das alleine wird nicht ausreichen, um die Abholzung der Regenwälder für die Palmölproduktion zu stoppen. Weltweit wird Palmöl für die Nahrungsmittelproduktion verwendet - und die Nachfrage steigt. Allein zwischen 1990 und 2013 hat sich die globale Palmen-Anbaufläche nahezu verdreifacht, wie aus einer Studie des WWF hervorgeht. Die weltweit größten Exportnationen sind demnach Malaysia und Indonesien, die für über 80 Prozent der Palmölexporte verantwortlich sind.

Strengere Auswahl der Palmöl-Lieferanten

Für Barry Parkin, Hauptverantwortlicher für Beschaffung und Nachhaltigkeit bei Mars, ist klar, dass "die radikale Umgestaltung der Lieferkette für Palmöl eine Blaupause und ein Katalysator für branchenweite Veränderungen sein kann". Außerdem fordert er seine Lieferanten dazu auf, die von Mars ausgerufenen Grundsätze einzuhalten und dadurch einen "Wendepunkt [zu] erreichen, um systematische Veränderungen in der gesamten Palmölindustrie voranzutreiben."

Für die Überwachung dieser Vorgaben verwendet Mars Satellitenkarten, um die Landnutzung zu kontrollieren und die Auswahl der Lieferanten zu vereinfachen. Für den asiatisch-pazifischen Raum setzt Mars jetzt auf eine Zusammenarbeit mit UniFuji - einer Partnerschaft zwischen United Plantations und Fuji Oil. Laut den Angaben reduzierte UniFuji seinen Betrieb von 780 Mühlen auf lediglich eine Verarbeitungsanlage. Die Palmen werden nur noch auf einer Plantage angebaut und in einer Mühle und Raffinerie verarbeitet, bevor das Öl an Mars ausgeliefert wird.

Um die Nachhaltigkeitsziele zu erreichen will Mars in den kommenden Jahren rund eine Milliarde US-Dollar in die Hand nehmen.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Roman Samokhin / Shutterstock.com

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