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04.12.2019 17:49
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Mit Kakeibo einfach und langfristig sparen

So geht´s: Mit Kakeibo einfach und langfristig sparen | Nachricht | finanzen.net
So geht´s
Die japanische Methode Kakeibo ist das perfekte Tool um zu sparen und Monat für Monat seine Ausgaben zu optimieren.

Was ist Kakeibo?

Das monatliche Einkommen rinnt einem oftmals schneller durch die Finger als man schauen kann. Die monatliche Miete, hier ein Wochenend-Trip, da ein Bar-Abend mit der Freundin, und schon reduziert sich das zur Verfügung stehende Budget. Auf einmal stellt sich dann die Frage, wo das Geld geblieben ist. Der Überblick über die Ausgaben ist irgendwo verloren gegangen. Die Spar-Methode Kakeibo geht dieses Problem gezielt an.

Das Wort Kakeibo kommt aus Japan und ist der japanische Ausdruck für Geld sparen, gleichzeitig ist es der Name einer speziellen Spar-Methode. Dieses japanische Spar-Prinzip ist schon über hundert Jahre alt und geht derzeit als Finanztrend um die Welt. Es wurde von Japans erster weiblicher Journalistin Hani Motoko entwickelt und beruht auf der Führung eines besonderen Haushaltbuchs. Mit dem Kakeibo-Prinzip lassen sich bis zu 35 Prozent der Ausgaben sparen.

Das Grundprinzip

Die Grundlage der Methode ist das gewissenhafte Führen des Haushaltsbuchs, welches schon in vorgefertigter Version gekauft werden kann. Alternativ reicht schon ein Notizbuch oder Blatt Papier. Kakeibo erfordert viel Disziplin, denn werden selbst kleinere Ausgaben nicht eingetragen, verfälscht dies die Bilanzen und das Endergebnis stimmt nicht mehr, dementsprechend kann weniger effektiv gespart werden. Kakeibo kann sowohl als Monats-, als auch als Jahresplan verwendet werden.

Vor jedem Monatsanfang muss ein klares Ziel des Nutzers formuliert werden, mit dem am Monatsende die Endbilanz verglichen wird. Im Haushaltsbuch selber teilt Kakeibo die monatlichen Ausgaben prinzipiell in vier verschiedene Kategorien ein, welche das Überleben, Optionales, Kultur und Extras umfassen. Nachdem alle Ausgaben am Monatsende der jeweiligen Kategorie zugeordnet wurden, sollen sich Nutzer dieser Methode vier zentrale Fragen stellen, um das eigene Ausgabe-Verhalten zu reflektieren und dadurch im nächsten Monat Geld zu sparen.

Die Kategorien

In die Kategorie Überleben gehören alle essentiellen Ausgaben wie die Miete, Lebensmittel, Familienausgaben, Transportkosten und so weiter. Die Kategorie Kultur umfasst kulturelle Ausgaben wie das Kaufen von Büchern und Magazinen, ein Museums- oder Kinobesuch, während Optionales alles beinhaltet, was sich zusätzlich noch gegönnt wird. Dazu gehören beispielsweise Events, Restaurantbesuche, Shoppen oder Kaffee trinken. Unter dem letzten Punkt, Extras, werden besonders unregelmäßige Ausgaben eingetragen, welche unter anderem für Geburtstagsgeschenke oder Reparaturen anfallen. Hier profitiert man von Genauigkeit, denn alle Ausgaben, so hoch oder niedrig sie sind, müssen eingetragen werden, da sonst kein zuverlässiges Resümee gezogen werden kann.

Die Fragen

Es gibt vier zentrale Fragen, die sich Nutzer stellen müssen: Wie viel Geld habe ich zur Verfügung? Wie viel davon möchte ich beiseitelegen? Wie viel gebe ich tatsächlich aus? Und wie kann ich diese Ausgaben verringern und optimieren?

Die Frage "Wie viel Geld habe ich monatlich zur Verfügung?" lässt sich häufig schon über einen Blick auf die Gehaltsabrechnung beantworten. Bei "Wie viel davon möchte ich beiseitelegen?" sollte je nach Art des Sparwunsches, etwa ein Urlaub oder ein Haus, ein Sparplan aufgestellt werden, dieser kann auch bei Kakeibo über mehrere Monate laufen. Wenn es darum geht, wie viel Sie wirklich ausgegeben haben und wo Sie in Zukunft Kosten einsparen können, hilft ein Blick auf die verschiedenen Ausgabekategorien, die genau zeigen, welcher Ausgabenbereich optimiert werden müsste. Wenn die Endbilanz zeigt, dass das Monatsziel nicht erreicht wurde, gilt es zu überlegen, woran es lag, und es im nächsten Monat nochmal zu versuchen. Ist das Monatsziel erreicht, kann sich mit dem nächsten Monatsziel die nächste Herausforderung gesetzt werden. Über die Zeit werden so die Ausgaben reduziert und es bleibt mehr zum Sparen übrig.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Marc Dietrich / Shutterstock.com, rangizzz / Shutterstock.com

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