09.09.2017 22:43

Wie viel Influencer mit YouTube, Facebook, Instagram und Co. verdienen können

Social-Media-Stars: Wie viel Influencer mit YouTube, Facebook, Instagram und Co. verdienen können | Nachricht | finanzen.net
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Warum Promis für Werbezwecke einsetzen, wenn sich doch auch eine Zusammenarbeit mit ganz normalen Menschen anbietet? Sogenannte "Influencer" werden mit ihrem Einfluss immer relevanter für Unternehmen. So viel kann man man als Social-Media-Star verdienen.
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Heutzutage nutzen nur wenige junge Menschen traditionelle Medien wie Fernsehen oder Zeitung. Das Medienverhalten hat eine neue Richtung eingeschlagen. Da Unternehmen weiterhin viele Konsumenten erreichen wollen, reagieren sie zunehmend auf diese Entwicklung und nutzen die Reichweite und den Einfluss von sogenannten "Influencern" auf Social-Media-Plattformen. Nicht selten hat das so manchem Meinungsmacher zu viel Ruhm und Reichtum verholfen.

Das Geschäft mit dem Vertrauen

Social-Media-Stars können über das sogenannte "Influencer Marketing" tatsächlich einiges an Geld verdienen. Gemeint ist damit der neue Trend, der die Kooperation von Unternehmen und Influencern bezeichnet. Bei dieser Marketing-Strategie, die aktuell insbesondere in den Vereinigten Staaten stark verbreitet ist, machen sich Unternehmen den Einfluss und die Reichweite von Menschen im Internet zu Nutze, um so viele Konsumenten wie möglich mit mehr oder weniger direkter Werbung für die eigenen Marken und Produkte zu erreichen. Im Vergleich zu berühmten Persönlichkeiten eignen sich Influencer, die auch als Meinungsbildende oder Multiplikatoren bezeichnet werden, scheinbar besser, da sie glaubwürdiger sind, eine große Beliebtheit genießen und vor allem günstiger sind. Damit haben sie in den letzten Jahren zunehmend die Rolle von Markenbotschaftern eingenommen.

Auch hierzulande setzt sich das Geschäftsmodell immer mehr durch. Bekannte deutsche Vertreter sind etwa Bianca "Bibi" Heinicke, die sich mit ihrem YouTube-Kanal "BibisBeautyPalace" zu der erfolgreichsten Influencerin in Deutschland entwickeln konnte. Auch Felix von der Laden erlangte mit seinen kreativen Videos bis zu drei Millionen Abonnenten auf seinen sozialen Plattformen.

YouTube - Die Marketing Plattform schlechthin

Die wohl bekannteste und wahrscheinlich erste Plattform, mit der man als Nutzer Geld verdienen konnte, ist die Video-Plattform YouTube. Seit 2007 ist es Nutzern über das YouTube-Partnerprogramm möglich, ihre Videoinhalte zu monetarisieren. Dazu müssen Nutzer zunächst einen Antrag auf YouTube stellen, indem sie die Plattform über das Menü auffordern, einzelne Videos finanziell zu unterstützen. Ist der Antrag genehmigt, können Nutzer mit ihren Videos zunächst ein bis zwei Euro pro 1.000 Views verdienen. Das klingt zwar nach wenig, die Video-Plattform erweist sich jedoch von allen sozialen Netzwerken als die lukrativste: Bis zu 12.500 Dollar können pro Post eingenommen werden. Dafür muss jedoch mindestens eine Zahl von 100.000 Abonnements für den Kanal erreicht werden, um regelmäßig hohe Viewer-Zahlen für neue Videos zu bekommen. Geübte Influencer verstehen es jedoch, mithilfe von Direktvermarktung und Product-Placements zusätzlich Geld in ihre Kassen zu spülen. Eine hohe Anzahl von Abonnements kann dabei hilfreich sein, Unternehmen auf sich aufmerksam zu machen. Strebt man einen Verdienst im sechsstelligen Bereich an, empfiehlt es sich, mindestens sieben Millionen Abonnements zu besitzen. Denn dann bringt ein Beitrag im Durchschnitt schon 300.000 Dollar ein.

Auch Facebook vorne mit dabei

Neben YouTube wird auch Facebook als weltweit nutzerstärkstes soziales Netzwerk immer interessanter. Will man mit der Plattform Geld verdienen, sollte man sich zunächst bei Werbetreibenden bemerkbar machen, und kommunizieren, dass man auf der eigenen Facebook-Seite Werbeflächen anbietet. Besteht Interesse an einer Zusammenarbeit, wird die Werbung in Form von Texten, Bildern oder Videos eingebettet und bezahlt. Eine weitere Methode ist das Affiliate-Marketing. Hierbei suchen sich Nutzer passende Werbeangebote aus und veröffentlichen die Affiliate-Links auf ihrer Seite. Für jeden Klick und jede Kaufabwicklung in dem jeweiligen Shop erhält der Nutzer einen gewissen Prozentsatz des Gewinns. Voraussetzung für diese Methode ist jedoch eine reichweitenstarke Community mit mehreren tausend Abonnenten, denn Affiliate-Plätze werden nur gezielt vergeben. Erstellt man hin und wieder eigenen Content und integriert dabei Produkte von Herstellern, kann man über Product Placements ebenfalls Geld verdienen. Mit Facebook erzielt man allerdings gerade mal die Hälfte der Einnahmen von YouTube. Bei 100.000 Abonnenten bekommen Nutzer 6.250 US-Dollar pro Beitrag, erst bei über sieben Millionen "Gefällt mir"-Angaben kann man mit Summen in Höhe von 187.000 US-Dollar rechnen.

Instagram - die kleine Facebook-Tochter

Auch bei Facebooks Tochterunternehmen Instagram stellt die Vermarktung von Produkten die Haupteinnahmequelle für Influencer dar. Verfügt man als Instagram-Nutzer mindestens über 1.000 Abonnenten, zieht man schon die Aufmerksamkeit kleinerer Unternehmen auf sich. Je mehr Follower hinzukommen, desto vielfältiger fallen die möglichen Angebote aus. Instagram-Stars bekommen häufig ein Produkt ihrer Wahl zugeschickt, müssen innerhalb eines vereinbarten Zeitraums ein Bild davon posten und dabei das Unternehmen markieren. Nicht zuletzt sollte noch ein Hashtag hinzugefügt werden. Entlohnt wird man jedoch erst, wenn die Reichweite eine bestimmte Anzahl von Followern umfasst. Bei 1.000 Followern erhält man je nach Vereinbarung und Unternehmen 5 bis 10 Euro pro Bild. Bei 30.000 Abonnenten 150 bis 300 Euro und bei 60.000 Abonnenten sind es schon bis zu 600 Euro. Instagram bietet sich auch als Werbeplattform für eigene Zwecke an. So war es Fotografen beispielsweise möglich, ihre eigenen Fotos über die Plattform zu promoten oder zu verkaufen.

Snapchat - die Plattform für Teens und Twens

Das soziale Netzwerk mit den wohl jüngsten Nutzern ist Snapchat. Die Hälfte der Snapchat-User ist unter 25 Jahre und für das Unternehmen eine wichtige Zielgruppe. Auch Snapchat kann sich ähnlich wie die anderen sozialen Dienste als attraktive Einnahmequelle erweisen. Grundlegend ist auch hier eine reichweitenstarke Fangemeinde. Berühmte Snapchat-Stars konnten mit der Einbeziehung von Werbung und ihren Millionen Followern bis zu 30.000 US-Dollar für einen Spot erhalten. Doch im Vergleich zu den anderen Plattformen ist Snapchat unter Influencern eher unbeliebt. Mehrere Snapchat-Stars beschwerten sich beispielsweise über die fehlende Unterstützung seitens des Unternehmens. Snapchat fürchte, dass sich die normalen User bei der Vermarktung von Produkten durch Influencer gestört fühlen könnten. Die Verdienstmöglichkeiten bei Snapchat liegen bei 5.000 US-Dollar pro Posting mit 100.000 Followern und bei 150.000 Dollar bei sieben Millionen Abonnenten.

Lohnt es sich für mich, Influencer zu werden?

Social-Media-Stars führen mit ihren Millionen Fans ohne Zweifel ein finanziell sorgenfreies Leben. Doch machen sie weltweit knapp ein Prozent der Community aus. Viele aufstrebende Influencer unterschätzen die Kosten für Produktion und Erstellung des Contents. Außerdem muss man mit dem Zwang leben, regelmäßig neuen Content nachzuliefern, da die meisten Views innerhalb der ersten 24 Stunden erzielt werden. Darüber hinaus besteht ein großer Wettbewerb unter Influencern, der außerdem dazu geführt hat, dass viele die verschiedenen Plattformen simultan nutzen. Dies erhöht den Arbeitsaufwand zusätzlich. Unterschätzt wird von vielen Influencern auch der Einfluss von Adblockern. Dieser verringert beispielsweise bei 30.000 Views auf YouTube monatlich die Einnahmen um 50 bis 75 Prozent. Außerdem greift YouTube selbst schon bei geringen Viewer-Zahlen einen Teil vom Kuchen ab. 45 Prozent der Einnahmen gehen direkt an die Video-Plattform.

Ausreichend Geld lässt sich daher wirklich nur durch innovative Channel-Ideen mit regelmäßigen Video-Uploads und hohen Viewer-Zahlen verdienen. Erst dann kann auch mit Kooperationen mit großen Unternehmen gerechnet werden, sodass neben den Einnahmen durch die Viewer noch indirekte Einnahmen erzielt werden können.

Redaktion finanzen.net
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