finanzen.net
15.03.2019 11:12
Bewerten
(2)

Spenden von der Steuer absetzten - So geht es richtig!

Spenden & sparen: Spenden von der Steuer absetzten -  So geht es richtig! | Nachricht | finanzen.net
Spenden & sparen
DRUCKEN
Ob humanitäre Hilfe für Menschen in Not oder Umwelt-, Natur- und Tierschutz, spenden lohnt sich immer und mit der richtigen Herangehensweise können hilfsbereite Spender ihre Zuwendungen sogar auch steuerlich geltend machen.
Die Motivationen, welche Menschen dazu animieren, Geld zu spenden sind sehr unterschiedlich, dennoch wird das Spendenverhalten der Deutschen von diversen Faktoren beeinflusst. Kommt es beispielsweise zu einer größeren Naturkatastrophe oder einer humanitären Notsituation sind mehr Menschen bereit einen Teil ihres verfügbaren Einkommens oder ihres Vermögens zu Hilfszwecken abzugeben.

Verheerende Krisen sorgen für Spendenbereitschaft

Die Historie zeigt, dass die in Deutschland gespendeten Summen gerade dann einen Hochpunkt erreichen, wenn sich auf der Erde verheerende Katastrophen ereignen. So markierte das Jahr der Flüchtlingskrise (2015) mit Spendeneinnahmen in Höhe von 5,5 Milliarden Euro, einen außerordentlichen Höhepunkt der Spendenbereitschaft. Mit einem Spendenaufkommen von insgesamt 4,6 Milliarden Euro sorgte auch der Tsunami in Südostasien im Jahr 2005 für eine, bis dato rekordverdächtigen Betrag.

Spenden und Steuern sparen...

Großzügige Spender sollten jedoch nicht vergessen, dass sie ihre finanziellen Zuwendungen auch steuerlich geltend machen dürfen. Denn Spenden an gemeinnützige Organisationen, Vereine, Stiftungen und Kirchen können bis zu einem Anteil von insgesamt 20 Prozent des eigenen Einkommens in der Steuererklärung als Sonderausgaben aufgeführt werden. Die monetäre Zuwendung vermindert somit das zu versteuernde private Einkommen. Zu diesen Sonderausgaben zählen jedoch keine Mitgliedsbeiträge für zum Beispiel Sport- oder Kleintierzüchtervereine, die lediglich der persönlichen Freizeitgestaltung dienen.

...auch in den Folgejahren

Menschen, die innerhalb eines Jahres mehr als 20 Prozent ihres verfügbaren Einkommens spenden, können dies über einen sogenannten Spendenvortrag auch im darauf folgenden Jahr noch geltend machen. Somit reduziert eine Spende auch die persönliche Steuerlast in der Zukunft.

Sachleistungen zählen ebenfalls als Spenden

Personen, die anstatt finanziellen Mitteln lieber Sachleistungen spenden, können diese ebenfalls geltend machen. Des Weiteren kann auch der zeitliche Aufwand, welcher für die Ausübung eines Ehrenamtes vonnöten ist, von der Steuer abgesetzt werden. Spenden an politische Parteien können in der Steuererklärung sogar bis zu einem Betrag von 3.300 Euro pro Person aufgeführt werden.

Bis zu 200 Euro ohne direkte Nachweispflicht

Auch kleinere Zuwendungen können beim Finanzamt ohne Spendenquittung geltend gemacht werden. So beträgt der pauschale Freibetrag für jeden Steuerzahler 36 Euro pro Jahr und für Spenden bis 200 Euro gelten sogar nur vereinfachte Nachweispflichten. Das bedeutet, dass der Spender seinen Spendenbeleg nur noch auf Nachfrage bei seinem Finanzamt vorzeigen muss.

Weniger Spender dennoch mehr Spenden

Trotz der steuerlichen Begünstigung für die Geldgeber sinkt die Anzahl der Spender von Jahr zu Jahr. Während im Jahr 2005 noch rund 34,6 Millionen Deutsche eine Spende entrichteten, waren es im Jahr 2017 noch gerade einmal 21,3 Millionen. In Relation zu dem angestiegenen Gesamtspendenaufkommen kann jedoch gesagt werden, dass es zwar insgesamt weniger Spender gibt, die sogenannten Dauerspender geben jedoch von Jahr zu Jahr etwas mehr ab. Zudem scheinen die Menschen in höherem Alter spendabler zu sein, als die jüngeren Generationen.

Pierre Bonnet / finanzen.net

Bildquellen: Vadim Georgiev / Shutterstock.com, Mathias Richter / Shutterstock.com

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

DAX geht tiefrot ins Wochenende -- US-Börsen schließen deutlich im Minus -- Commerzbank-Chef liebäugelt mit Fusion -- Chaos-Brexit vorerst abgewendet -- Nike, Ströer, Uber, Dürr, Hapag im Fokus

Allianz bietet auf Versicherungs-Sparten von BBVA. Nokia-Warnung vor Problemen bei Alcatel-Zukauf sorgen Anleger. ProSiebenSat.1-Aktie vor Mehrjahrestief. Rendite zehnjähriger Bundesanleihen erstmals seit Herbst 2016 wieder negativ. Neuer Videodienst von Apple erwartet. RWE und E.ON im Aufwind.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Nun ist es bestätigt: Deutsche Bank und Commerzbank loten offiziell eine Fusion aus. Glauben Sie, dass es tatsächlich dazu kommen wird?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Wirecard AG747206
Apple Inc.865985
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
BayerBAY001
Amazon906866
Allianz840400
BMW AG519000
TeslaA1CX3T
E.ON SEENAG99
BASFBASF11
CommerzbankCBK100
Aurora Cannabis IncA12GS7
Deutsche Telekom AG555750