finanzen.net
17.02.2019 16:39
Bewerten
(10)

5 Tipps: Geld anlegen für den Nachwuchs

Vermögensbildung: 5 Tipps: Geld anlegen für den Nachwuchs | Nachricht | finanzen.net
Vermögensbildung
DRUCKEN
Viele Eltern fragen sich schon früh, wie sie ihrem Nachwuchs auf sicherem Wege ein Vermögen aufbauen können, das den Sprössling später bei Ausbildung oder Auszug finanziell unterstützt. Fünf Tipps, wie Geld für den Nachwuchs mit geringem Risiko angelegt werden kann.

ETFs

Die Börsencrashs in den Jahren 2001, 2009 und 2011 führten zu Verunsicherungen bei vielen Anlegern und damit auch bei Eltern, welche für ihren Nachwuchs Geld anlegen möchten. Dennoch führt kein Weg am Aktienmarkt vorbei, wenn Renditen angestrebt werden, die deutlich über der aktuellen Inflationsrate liegen. In den Fokus zu stellen sind insbesondere breit gestreute Aktienfonds oder ETFs (Exchange Traded Funds), welche ein geringeres Verlustrisiko als Einzelaktien bieten. ETFs sind Fonds, die an der Börse gehandelt werden und in der Regel einen Aktienindex abbilden, beispielsweise den DAX. Man investiert so auf einfache Weise in ein ganzes Paket an Aktien. Vorteile von ETFs sind beispielsweise, dass im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds bei ETFs weniger Gebühren anfallen und ETFs jederzeit über die Börse gekauft und verkauft werden können. Für Eltern bietet sich neben der Einmalanlage in einen ETF auch eine monatliche Einzahlung in einen ETF-Sparplan an. Die Höhe der monatlichen Raten bei einem solchen Sparplan lässt sich flexibel anpassen, das heißt, sie lässt sich kurzfristig erhöhen, verringern oder sogar aussetzen. Mögliche Investments sind beispielsweise ein ETF auf den globalen Aktienindex MSCI World, welcher viele Aktien aus verschiedenen Ländern und Branchen vereint. Das Risiko eines Verlusts wird durch diese Streuung verringert. Mit einem DAX-ETF investiert man in alle Unternehmen des DAX und wettet damit darauf, dass sich die deutsche Wirtschaft positiv entwickeln wird. Auf lange Sicht gesehen sind hier hohe Renditen möglich. In den letzten fünfzig Jahren erlitt man als Anleger keine Verluste, wenn man in deutsche Standardwerte investierte und diese über mindestens 12 Jahre hielt, egal wann man kaufte oder verkaufte. Die jährliche Rendite lag in den letzten fünf Jahrzehnten im Schnitt bei sechs bis acht Prozent.

Bausparen

Bausparverträge weisen ein minimales Risiko auf. Zu einem festen Zins spart man als Bausparer eine bestimmte Summe an, diese Ansparphase dauert etwa sieben bis zehn Jahre. Nach dieser Ansparphase wird der Bausparvertrag "zuteilungsreif". Der Sparer kann dann bei der Bausparkasse ein Bauspardarlehen in Anspruch nehmen, dessen Zinssatz schon zu Vertragsbeginn ausgehandelt wurde oder er lässt sich die angesparte und verzinste Summe auszahlen. Dies könnte etwa zum Ausbildungsstart des Nachwuchses erfolgen.

Tagesgeld

Für Eltern, die für den eigenen Nachwuchs Geld anlegen möchten, kann auch ein Tagesgeldkonto attraktiv sein, da ein solches hohe Sicherheit und gleichzeitig regelmäßige Zinserträge bietet. Ein Tagesgeldkonto ist ein spezielles verzinstes Konto bei einer Bank, auf das der Kontoinhaber jederzeit zugreifen kann. Auch gibt es keine Kündigungsfristen. Als nachteilig für den Anleger kann sich bei einem Tagesgeldkonto allerdings erweisen, dass die Bank jederzeit die Freiheit hat, den Zinssatz zu ändern und nach unten zu korrigieren. So werden Zinssätze oftmals nur für einen bestimmten Zeitraum garantiert, beispielsweise für die ersten vier Monate nach Kontoeröffnung. Aktuell liegen die Zinsangebote für die ersten Monate bei lediglich rund einem Prozent. Eine Möglichkeit, sich stets die besten Zinsen zu sichern, besteht darin, regelmäßig die zugrundeliegende Bank zu wechseln, was aber natürlich mit einem gewissen Aufwand verbunden ist. Tagesgeldkonten sind nicht für den allgemeinen Zahlungsverkehr vorgesehen, was Überweisungen oder Lastschriften ausschließt. Um Buchungen vorzunehmen, wird ein Referenzkonto benötigt, etwa ein übliches Girokonto. Die Überweisung auf das Referenzkonto kann dabei ein bis drei Banktage in Anspruch nehmen, was zu Problemen führen kann, wenn kurzfristig über das Guthaben verfügt werden möchte. Bei einem langfristigen Zeithorizont, wie es beim Ansparen für den eigenen Nachwuchs der Fall ist, sollte dieser Aspekt jedoch zu vernachlässigen sein.

Festgeld

Im Gegensatz zum Tagesgeld, kann beim Festgeld nicht kurzfristig auf das angelegte Geld zurückgegriffen werden. Man entscheidet sich mit einem Festgeldkonto dafür, einen Betrag für einen bestimmten Zeitraum, in der Regel mehrere Jahre, zu einem festgelegten Zinssatz anzulegen. Dabei ist der Zinssatz umso höher, je länger der Zeitraum ist. Der höchste angebotene Zinssatz liegt aktuell bei 2,5 Prozent. In der Regel bieten Direktbanken hierbei die besten Konditionen. Dank des Einlagesicherungsfonds sind die Ersparnisse absolut sicher. Aufpassen müssen Sparer bei der Laufzeit: Diese kann sich verlängern, wenn nicht rechtzeitig vor Ablauf des aktuellen Vertrages gekündigt wird. Falls vergessen wird, das Festgeldkonto rechtzeitig aufzulösen, steht das Kapital womöglich zum Ausbildungsstart oder dem Bezug der ersten Wohnung des Nachwuchses nicht zur Verfügung.

Wohnungsgenossenschaft

In Deutschland gibt es mehr als 2.000 Wohnungsgenossenschaften, welche einen Bestand von mehr als zwei Millionen Wohnungen verwalten und insgesamt mehr als drei Millionen Mitglieder aufweisen. Um Mitglied zu werden, müssen Anteile an der Genossenschaft erworben werden. Im Gegenzug erhält man einen Ausgleich in Form einer Dividende und hat Aussicht auf eine genossenschaftliche Wohnung zu einem günstigen Mietzins. Diese Dividende kann je nach Genossenschaft bei bis zu vier Prozent des eingesetzten Kapitals liegen. Rund 50 der 2000 Wohnungsgenossenschaften besitzen des Weiteren eine eingeschränkte Banklizenz, wodurch sie Zinsprodukte wie Sparbücher, Termingelder oder Sparbriefe anbieten können. Die Sparbücher der Wohnungsgenossenschaften bieten oftmals Zinsen, die über dem Niveau von Sparbüchern bei Banken und Sparkassen liegen. Insbesondere Kinder und Teenager erhalten hier gute Konditionen. Die Spargelder dienen der Errichtung und Erhaltung von Wohnraum und fließen damit nicht wie bei vielen Banken in den Kapitalmarkt. Die Gelder der Sparer sind zudem über den Selbsthilfefonds der GdW (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen) abgesichert. Oftmals nehmen Genossenschaften jedoch nur Sparer aus der Region auf.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: ollyy / Shutterstock.com, Katy Spichal / Shutterstock.com
  • Tagesgeld
  • Festgeld
  • Depot
  • Giro
  • Autokredit
  • Privatkredit

Private Krankenversicherung Tarifvergleich

Heute im Fokus

Asiens Börsen uneinheitlich -- Deutsche Wohnen legt Zahlen zum Geschäftsjahr 2018 vor -- Britisches Unterhaus erzwingt Votum über Brexit-Alternativen

K+S sichert sich langfristig Spezialdünger-Kapazitäten in Australien. McDonald's kauft israelisches Personalisierungs-Startup. Apple News, Apple TV Plus, Apple Kreditkarte: Das hat Apple bei seinem Event vorgestellt. Airbus erhält aus China Megaauftrag über 300 Flugzeuge.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Der Vorstandschef der Deutsche Wohnen AG hat sich gegen Enteignungen privater Wohnungsunternehmen in Berlin ausgesprochen. Was halten Sie von dieser Bürgerinitiative?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
BayerBAY001
Deutsche Bank AG514000
Apple Inc.865985
Daimler AG710000
Aurora Cannabis IncA12GS7
CommerzbankCBK100
Amazon906866
Deutsche Telekom AG555750
BASFBASF11
E.ON SEENAG99
Allianz840400
TeslaA1CX3T
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
SteinhoffA14XB9