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D-Wave Quantum-Aktie dennoch tiefer: Neuer Meilenstein mit Übernahme von Quantum Circuits gesetzt

08.01.26 22:10 Uhr

NYSE-Titel D-Wave Quantum-Aktie dennoch tiefer: D-Wave Quantum übernimmt Quantum Circuit in neuem Quantum-Coup | finanzen.net

D-Wave Quantum hat die Übernahme des US-Startups Quantum Circuits bekanntgegeben. Durch den Zukauf soll das "weltweit führende Unternehmen für Quantencomputing" entstehen.

• D-Wave kauft Quantum Circuits
• Beschleunigte Entwicklung kommerzieller Quantencomputer
• Gate-basierte Produkte und Dienstleistungen bereits für 2026 geplant

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Für den Kauf des Startups legt D-Wave Quantum insgesamt 550 Millionen US-Dollar auf den Tisch. Diese setzen sich aus 300 Millionen US-Dollar in D-Wave-Aktien und 250 Millionen US-Dollar in bar zusammen. Die Übernahme wurde am 7. Januar 2026 per Pressemitteilung bekanntgegeben.

Strategische Hintergründe und Ziele der Transaktion

Mit dem Kauf von Quantum Circuits will D-Wave Quantum seine technologische Reichweite weit über sein bisheriges Kerngeschäft hinaus ausdehnen und sich als globaler Spitzenreiter im wachsenden Markt für Quantencomputer positionieren. Während D-Wave bislang vor allem auf Quantum-Annealing-Systeme setzte - eine Quantenlogik, die sich besonders für Optimierungsprobleme eignet -, bringt Quantum Circuits Fehler-korrigierende, supraleitende Gate-Modell-Architekturen in das Unternehmen ein. Diese gelten als Schlüssel für allgemeiner einsetzbare Quantencomputer, die über reine Optimierungsaufgaben hinaus eine breite Palette wissenschaftlicher und industrieller Probleme adressieren könnten.

D-Wave-CEO Dr. Alan Baratz sagte laut Pressemitteilung, dass die Kombination der beiden Firmen D-Wave in die Lage versetzen werde, sowohl annealing- als auch gate-basierte Systeme anzubieten und damit alle wesentlichen Architekturpfade der Quanteninformatik abzudecken. Insbesondere strebe man an, skalierbare, fehlerkorrigierte Gate-Modelle bereits 2026 auf den Markt zu bringen - ein ehrgeiziger Zeitplan, der den technologischen Vorsprung des Unternehmens festigen soll. "Gemeinsam mit Quantum Circuits wird D-Wave die Branche voraussichtlich deutlich überflügeln", so Baratz, der den Zukauf außerdem als "entscheidenden Meilenstein" bezeichnete, der D-Waves langfristige Wertschöpfung im Zuge der rasanten Entwicklung und Verbreitung von Quantencomputern sichern werde.

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Komplementäre Kompetenzen und neue Forschungszentren

Der Deal beinhaltet nicht nur finanzielle Komponenten, sondern vor allem Personen und Know-how. Schlüsselakteure von Quantum Circuits, darunter renommierte Forschungsexperten wie Dr. Rob Schoelkopf, Professor an der Yale University und Mitgründer von Quantum Circuits, wechseln zu D-Wave. Geplant ist die Eröffnung eines neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums in New Haven, Connecticut, das die bestehenden Forschungsaktivitäten von D-Wave Quantum im Bereich supraleitender Quantenprozessoren erheblich verstärken soll.

Marktreaktionen

Die Übernahme sorgt für Aufmerksamkeit. Branchenbeobachter sehen den Schritt als einen wichtigen Konsolidierungsimpuls in einem Markt, der zunehmend von technologischem Druck und Kapitalbedarf geprägt ist. Mit der Fähigkeit, beide dominierenden Quantenarchitekturen unter einem Dach zu vereinen, könnte D-Wave laut "The Next Platform" künftig mit Schwergewichten wie IBM oder Google konkurrieren, die ebenfalls auf Gate-Modell-Quantencomputer setzen.

Es wird jedoch auch davor gewarnt, dass die Integration der unterschiedlichen Technologien eine Herausforderung darstellt. Die Entwicklung eines marktreifen, fehlerkorrigierten Gate-Model-Systems ist technisch anspruchsvoll und kapitalintensiv. Sollte D-Wave diesen Übergang jedoch erfolgreich meistern, würde sich dem Unternehmen ein deutlich erweitertes Adressierbares Marktpotenzial eröffnen.

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An der Börse fiel die Reaktion zunächst jedoch verhalten aus: Die D-Wave Quantum-Aktie beendete den Mittwochshandel an der NYSE um 3,42 Prozent schwächer bei 30,20 US-Dollar. Im Handel am Donnerstag ging es dann letztlich um weitere 3,05 Prozent abwärts auf 29,28 US-Dollar.

Redaktion finanzen.net

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