18.05.2018 06:37
Bewerten
(32)

Koffein fürs Portfolio - Wie investiert man eigentlich in Kaffee?

Rohstoff Investments: Koffein fürs Portfolio - Wie investiert man eigentlich  in Kaffee? | Nachricht | finanzen.net
Rohstoff Investments
DRUCKEN
Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke der Welt. Anleger können sich die weltweit steigende Nachfrage zunutze machen.

Physische Investition

Wer eine Investition in Kaffee in Betracht zieht, hat als Kleinanleger verschiedene Möglichkeiten. Wenig sinnvoll ist eine Investition in das physische Gut. Neben der Tatsache, dass begrenzte Lagerkapazitäten bereits bei verhältnismäßig geringer Investitionssumme zum Problem werden können, ist auch die begrenzte Haltbarkeit der Kaffeebohnen zu beachten.

Investition via Zertifikat oder ETCs

Deutlich sinnvoller ist es aus Anlegersicht, über Zertifikate und ETCs an der Preisentwicklung von Kaffee zu partizipieren. Dabei sollten Anleger allerdings einiges beachten. Da Kaffee nicht in Euro gehandelt wird, sollte eine währungsbereinigte Version der Kaffee-Zertifikate gewählt werden, so kann sich der Anleger gegen Währungsschwankungen schützen. Zertifikate sollten zudem immer nur von großen und sehr liquiden Kreditinstituten erworben werden, somit ist das Emittentenrisiko gering und ein Totalverlust unwahrscheinlich.
Anzeige, Capital at risk
ÖL, Gold, alle Rohstoffe mit Hebel (bis 152) handeln
Handeln Sie Rohstoffe mit hohem Hebel und kleinen Spreads. Sie können mit nur 100,00 € mit dem Handeln beginnen, um von der Wirkung von 15.200 Euro Kapital zu profitieren! Jetzt Bonus sichern.
Jetzt informieren

Für Einsteiger eignen sich klassische Open-End-Zertifikate. Diese Papiere partizipieren z.B. an der Wertentwicklung des Kaffeepreises. Mit dieser Anlage kann der Anleger mit einem "Call-Zertifikat" auf steigende oder einem "Put-Zertifikat" auf fallende Preise spekulieren. Über solche Instrumente kann man an der Preisentwicklung in beiden Richtungen teilhaben.

Das Umfeld im Blick: Das beeinflusst den Kaffeepreis

Die Preise für Rohkaffee können sich rasant ändern, denn der Kaffeehandel ist ein Spekulationsgeschäft. Dies macht die Preisentwicklung gerade für Börsenspekulanten interessant.

In der Vergangenheit kam es diverse Male zu extremen Preisschwankungen aufgrund externer Einflüsse. So wurde im Jahr 1994 ein Großteil der Kaffeeernte in Brasilien durch Frost zerstört. Damals schossen die Preise von 70 Cent pro Pfund auf 2 US-Dollar in die Höhe. Im September 2001 hingegen setzte eine gegenteilige Preisentwicklung ein. Aufgrund von Überproduktion sackte der Kaffeepreis auf 41 Cent pro Pfund ab. Von diesem Rekordtief hat sich der Kaffeepreis bis heute jedoch wieder erholt.

Die größten Kaffeeproduzenten der Welt sind Länder wie Brasilien, Vietnam, Indonesien, Kolumbien und Indien. Das Klima in diesen Regionen kann den Kaffeepreis entscheidend beeinflussen, somit ist die Kaffeeernte unmittelbar von der Umwelt abhängig. Das Ernteergebnis in den Kaffeeregionen wirkt sich direkt auf den weltweiten Kaffeepreis aus. Rohstoffspekulanten interessieren sich aus diesen Gründen auch für Wettervorhersagen in den betreffenden Regionen, somit können Prognosen für die bevorstehende Ernte getroffen werden.

Was spricht für steigende Kaffeepreise?

Je stärker die Weltbevölkerung wächst, desto stärker ist auch die Nachfrage und der Verbrauch von Kaffeebohnen. Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke der Welt, aus diesem Grund ergeben sich bereits positive Argumente für einen anziehenden Kaffeepreis. Zudem tut sich in China ein neuer Markt auf: Dort hat Kaffee als Getränk noch Nachholbedarf und erlebt aktuell einen regelrechten Boom. Wenn diese steigende Nachfrage nicht mit einer erhöhten Produktion erwidert wird, sollte es an den Rohstoffbörsen zu steigenden Kaffeepreisen kommen.

Die Anbaufläche für Kaffee kann nicht beliebig ausgeweitet werden, denn die Kaffeeanbaugebiete sind ausschließlich auf den Äquatorraum begrenzt. Die Arabica Kaffeebohne, die in Europa die am stärksten nachgefragte Kaffeesorte ist, kann sogar nur auf dem Hochland in Bergregionen produziert werden. Die begrenzte Anbaufläche aufgrund klimatisch idealer Bedingungen macht eine massive Ausweitung der Kaffeeproduktion unwahrscheinlich. Auch dies lässt langfristig auf steigende Preise hoffen, da die zunehmende Nachfrage einem begrenzten Angebot gegenübersteht.

Wenn der weltweite Wohlstand in den nächsten Jahren weiter steigt, nimmt auch die Zahl potenzieller Kaffeekonsumenten zu. Unternehmen wie Starbucks entwickeln immer neue Kaffeespezialitäten und befeuern so einen anhaltenden Trend für die Branche. Unter starken Schwankungen dürfte der Preis für Kaffeebohnen auch in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Langfristig wird die Nachfrage aus der Wachstumsregion Asien zu einem deutlich höheren Preisniveau führen.

Kaffee-Genuss in Maßen

Mittel- bis langfristig können die Preise für Kaffee zwar steigen, aber die hohen Preisschwankungen sollten sicherheitsbewusste Anleger durch eine starke Streuung ihres Depots abfangen. Auch Anleger, die sich dieses Risikos bewusst sind, sollten auf einen mäßigen Anteil von Kaffee-Zertifikaten in ihrem Gesamtportfolio achten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: 123RF, Istockphoto, Andrey Armyagov / Shutterstock.com

Nachrichten zu Kaffeepreis

  • Relevant
  • Alle
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.305,180,30
0,02%
Kupferpreis6.834,7535,90
0,53%
Ölpreis (WTI)70,760,09
0,13%
Silberpreis16,680,00
0,01%
Super Benzin1,45-0,00
-0,28%
Weizenpreis180,251,00
0,56%

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber
1g Goldbarren45,15
+0,1
5g Goldbarren195,72
+0,1
10g Goldbarren379,85
+0,1
1 Uz Goldbarren1.144,49
+0,1
Krügerrand1.154,21
+0,1
Maple Leaf1.154,21
+0,1
American Eagle1.162,32
+0,1
zum Edelmetallshop

Heute im Fokus

DAX schließt im Minus -- US-Börsen gehen schwächer aus dem Handel -- Trump sagt Gipfel mit Kim Jong Un ab -- Deutsche Bank bestätigt massiven Stellenabbau -- Daimler, Telekom, thyssenkrupp im Fokus

Medigene will durch Kapitalerhöhung Geld für Immuntherapie einnehmen. Facebook: Möglicherweise keine Europäer von Datenskandal betroffen. Diageo will anscheinend US-Marken für bis zu 1 Mrd. Dollar verkaufen. Analystenoptimismus stützt Chemiewerte europaweit. SMA will an Digitalisierung im Energiesektor verdienen.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Webinar: Neue Trendfolge-Strategie nach Nicolas Darvas

Simon Betschinger von TraderFox erläutert am 15. Mai einen neuen Trendfolge-Ansatz, der historisch gerechnet erstaunliche 20 % Rendite pro Jahr erzielt hätte.
Mehr erfahren!

Umfrage

Sollte Bundeskanzlerin Angela Merkel entgegen dem Kurs von US-Präsident Trump am Atom-Abkommen mit dem Iran festhalten?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Apple Inc.865985
CommerzbankCBK100
Amazon906866
Deutsche Telekom AG555750
Netflix Inc.552484
EVOTEC AG566480
AlibabaA117ME
Scout24 AGA12DM8
Steinhoff International N.V.A14XB9
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
TeslaA1CX3T
Allianz840400
Siemens Healthineers AGSHL100