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11.01.2019 15:45
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Apple und der ausgeträumte Traum

Benjamin Feingold-Kolumne: Apple und der ausgeträumte Traum | Nachricht | finanzen.net
Benjamin Feingold-Kolumne
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Im Sommer 2018 war Apple noch das Nonplusultra am Aktienmarkt. Eine Billion Dollar Börsenwert erreichte die Truppe von Tim Cook. Alles im Lack. Kein halbes Jahr später sind 400 Milliarden weg und nichts passt mehr.
Im Windschatten von Apple oder Samsung mag man dieser Tage nicht sein. Auf den Verliererlisten am Börsenplatz gettex in München stehen die Aktien von Infineon oder Dialog auf nationaler Seite oder Nvidia und Micron Technology aus den USA häufig ganz oben. Die weltweite Halbleiterindustrie ist rapide auf dem Weg in eine Krise. Kaum ein Sektor ist zyklischer, also konjunkturabhängiger, als die Branche. Da schadet eine Umsatzwarnung wie jene von Apple noch obendrein.

Denn mittlerweile belastet der Handelsstreit zwischen den USA und China nicht nur die chinesische, sondern auch viele andere exportabhängige Volkswirtschaften wie etwa Deutschland, erheblich. Das hat Tim Cook in seinem Brief zur Umsatzwarnung deutlich gemacht. Auch US-Konzerne wie Apple sind satt betroffen. Gleichzeitig haben sich die Sorgen der Investoren verstärkt, dass die US-Wirtschaft in eine Rezession abrutschen könnte. Zuletzt ist der Einkaufsmanagerindex für die Euro-Zone auf ein 34-Monats-Tief eingebrochen. Die Konjunkturschwäche im Rest der Welt schwappt zusehends auf die US-Wirtschaft über. Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie ist auf ein 13-Monats-Tief gesunken.

Sind iPhones zu teuer?

In dem obigen Konjunkturszenario bekommt auch Apple zusehends Gegenwind. Im vergangenen Quartal war der Marktanteil auf dem Smartphonemarkt laut Gartner mit 11,8 Prozent stabil. Das Papier ist dennoch auf ein 9- Monats-Tief abgerutscht, damit liegt die Marktkapitalisierung bei 700 Mrd. Dollar. Die Billion ist längst Geschichte. Investoren befürchten, dass der iPhone-Absatz bei einer deutlichen Abkühlung des Wachstums der Weltwirtschaft deutlich unter Druck kommen könnte, zumal die Geräte schnell 1.000 Dollar und mehr pro Stück kosten. Dass dem so ist, das zeigte die Umsatzwarnung vom 2. Januar.

Investmentideen

Zuletzt gab es Presseberichte, demnach Apple an Werbeaktionen, und dem Rückkauf alter iPhones arbeite, um den Kauf neuer anzukurbeln. Für erhebliche Verunsicherung bei Investoren sorgt zudem, dass Apple keine Absatzzahlen mehr für seine Geräte, wie iPhones und iMacs, veröffentlichen wird. Der Billionenspaß bei Apple ist vorbei, doch eine Hoffnung für die Aktionäre gibt es und die teilt sich Apple mit einer Schar von Qualitätsfirmen weltweit. Die Kurse sind massiv gestutzt, viele Risiken jetzt im Kurs enthalten. Daher nutzen mutige Anleger das aktuelle Niveau zum Einstieg. Für kurzfristig orientierte Anleger eignen sich die folgenden Turbos mit einem Hebel von 10 beziehungsweise acht: MF8Z79 (Morgan Stanley) sowie das Papier mit der WKN VN7E5K (Vontobel). Eine Alternative ist der 170-180er Discount Call mit der WKN PX0J38 (BNP Paribas).

Benjamin Feingold ist seit mehr als 20 Jahren Börsianer und langjähriger Redakteur bei Börse Online sowie bei der Financial Times Deutschland gewesen. Zusammen mit Daniel Saurenz gründete er 2013 das Investmentportal Feingold Research, das täglich Analysen und Investmentideen zur Börsenentwicklung veröffentlicht.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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