16.10.2020 16:07
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Der Aktienmarkt stärkt Trump den Rücken

Benjamin Feingold-Kolumne: Der Aktienmarkt stärkt Trump den Rücken | Nachricht | finanzen.net
Benjamin Feingold-Kolumne
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Die Rezession in Amerika ist in der Regel eine schwere Hypothek für einen Amtsinhaber bei einer bevorstehenden Präsidentschaftswahl. Doch dieses Mal könnte es anders kommen, das erwarten zumindest Börsianer.
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Das erste TV-Duell zwischen Amtsinhaber Donald Trump und Herausforderer Joe Biden um das Präsidentenamt in den USA war hitzig, hat aber an den Wahlumfragen nicht viel geändert. Dort führt der Demokrat Biden mit einem knappen Vorsprung von etwa 3 bis 7 Prozentpunkten. Sich alleine auf Umfragen zu stützen, kann allerdings zu Fehleinschätzungen führen. So war vor vier Jahren Hillary Clinton die in Umfragen erklärte Favoritin und am Ende konnte Donald Trump mit einem satten Vorsprung ins Weiße Haus einziehen.

Anders als vor vier Jahren ringt nun ein Amtsinhaber um das Präsidentenamt und der hat meistens verloren, wenn die Wirtschaft in den Monaten vor der Wahl in eine Rezession abgerutscht ist. Da die Corona-Krise aber die Weltwirtschafft erfasst hat und die konjunkturelle Situation Trump alleine daher nicht angelastet werden kann, könnte es diesmal eine Ausnahme von Regel geben.

Auf den Aktienmarkt achten

Bei dieser Wahl könnte es sich lohnen, auf die Aktienmarktentwicklung zu schauen als auf die Konjunktur. Laut Ryan Detrick, einem Analysten beim US-Broker LPL, hat der Amtsinhaber gute Chancen zu gewinnen, wenn die 3-Monatsperformance vor der US-Wahl (diesmal am 3. November) positiv ausgefallen ist. Bisher sieht es daher gut aus für Trump: Trotz des Kurseinbruchs Ende September konnten der marktbreite S&P 500 sowie der technologielastige Nasdaq seit dem 3. August um mehr als 2 Prozent zulegen. Der Dow Jones kommt sogar auf ein Plus von 4,3 Prozent.

Die jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten dürften bis zur US-Wahl in einem Monat anhalten, weshalb Optionsscheine auf deutsche und amerikanische Titel vergleichsweise teuer sind. "Aktuell beträgt die Volatilität im DAX, gemessen am VDAX-New, fast 30 Prozent. Der langjährige historische Durchschnitt liegt aber bei weniger als 20 Prozent", erklärt Marcus Landau, Derivate-Sales-Experte bei der DZ BANK. Besser als die derzeit im Durchschnitt hoch bewerteten Optionsscheine sind daher Turbos. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung zur US-Wahl sind also Turbo-Bull-Papiere kaufenswert, mit denen Anleger auf steigende Kurse setzen. Attraktive Papiere mit einem moderaten Hebel sind: VP1GN6 (Vontobel), KB2MPL (Citigroup) und MA2HAE (Morgan Stanley).

US-Sektoren teilweise hoch bewertet

In den USA sind einige Bereiche zuletzt so stark gelaufen, dass ihre hohe Bewertung mit Risiken verbunden sind. "Titel aus den Bereichen Internethandel, Telekommunikationsdienstleistungen und Informationstechnologie kommen bei der Marktkapitalisierung im breiten S&P 500 auf einen Anteil von rund 50 Prozent und verzerren somit das Gesamtbild", erklärt Norbert Betz, Leiter der Handelsüberwachung der Börse München/gettex. Daher bieten sich auch hier Turbos auf den Dow Jones an, der zueltzt am besten gelaufen ist: CL9BTN (Société Générale), UD6VLA (UBS) und HZ8ZJU (onemarkets).

Am Ende dürften dann aber wieder die Fakten zählen und die stehen in Form der nächsten Berichtssaison ebenfalls vor der Tür. Sie wird zeigen, ob der Konjunkturoptimismus der Börse auch durch Gewinnzuwächsen bei den Unternehmen untermauert wird.

Benjamin Feingold ist seit mehr als 20 Jahren Börsianer und langjähriger Redakteur bei Börse Online sowie bei der Financial Times Deutschland gewesen. Zusammen mit Daniel Saurenz gründete er 2013 das Investmentportal Feingold Research, das täglich Analysen und Investmentideen zur Börsenentwicklung veröffentlicht.

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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