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20.03.2020 22:33

Diese Einstellung hat Warren Buffett zu Negativzinsen

"Wichtigste Frage": Diese Einstellung hat Warren Buffett zu Negativzinsen | Nachricht | finanzen.net
"Wichtigste Frage"
Nachdem die US-Fed ihren Leitzins auf fast null Prozent gesenkt hat, wird nun in den USA verstärkt über Negativzinsen diskutiert. Börsenlegende Warren Buffett bezeichnete die Frage nach den Zinsen sogar als "die wichtigste der Welt".
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• Warren Buffett und die "wichtigste Frage der Welt"
• Darauf konzentriert sich der Börsenguru
• Buffett ist nicht verängstigt

Auch in den USA wächst die Sorge, dass es infolge der Coronakrise zu einer Rezession kommen könnte. An den Börsen herrscht deshalb seit Wochen Ausnahmezustand, die Kursschwankungen sind enorm. Um die Anleger zu beruhigen und die wirtschaftlichen Auswirkungen der Virusausbreitung zu mildern haben die US-Währungshüter zu drastischen Mitteln gegriffen und den Leitzins zuerst um 50 Basispunkte und wenige Tage später sogar um einen weiteren ganzen Prozentpunkt auf eine Spanne von null bis 0,25 Prozent gesenkt.

Zwar hat Fed-Chef Powell nach dem letzten Zinsschritt gegenüber der Presse erklärt, dass er negative Zinsen in den USA derzeit nicht für angemessen halte, doch vom Tisch ist das Thema damit nicht. Denn zum einen ist bisher zu beobachten, dass die Maßnahmen der US-Notenbank die Märkte nicht nachhaltig stabilisieren konnten. Zum anderen hält Donald Trump den Druck auf die Fed aufrecht. Der US-Präsident forderte mit Hinweis auf die Negativzinsen in beispielsweise Deutschland und Japan, dass die USA keinen Leitzins haben sollten, der höher ist als in anderen starken Wirtschaftsnationen.

Darauf konzentriert sich Warren Buffett

Auch Börsenguru Warren Buffett wurde zu diesem Thema befragt, und zwar während eines Interviews mit "Yahoo Finance". Dabei erklärte er zwar, dass er die derzeitige Situation am Anleihemarkt mit seinen extrem niedrigen Zinsen und stark schwankenden Renditen für "wirklich verrückt" hält. Jedoch wie sich die Zinsen weiter entwickeln werden, könnten weder er noch sein Partner Charlie Munger wissen.

"Charlie und ich konzentrieren uns auf das, was man wissen kann und was wichtig ist", so Buffett. Und weiter: "Die Zinsen sind zwar wichtig, aber wir denken nicht, dass wir sie wissen können."

Die Investment-Legende ist sich nämlich sehr wohl darüber bewusst, wo ihre Expertise und Erfahrungen nicht liegen: "Mein Kompetenzkreis beinhaltet nicht, vorherzusagen, wo die Zinsen einen Tag später oder in einem Jahr oder in fünf Jahren stehen werden. Kann ich ohne dieses Wissen funktionieren? Damit verhält es sich doch genauso wie mit Vorhersagen zum Verhalten von Geschäften oder zur Entwicklung des Aktienmarktes. Ich kann nichts von diesen Dingen. Aber das bedeutet nicht, dass ich mit der Zeit nicht erfolgreich investieren kann."

Keine Angst vor Negativzinsen

Die Frage, ob es auch Negativzinsen in den USA geben wird und was das für Folgen hätte, bezeichnete Buffett sogar als "die wichtigste Frage der Welt". Allerdings erklärte das Orakel von Omaha sehr philosophisch: "Ich kenne die Antwort nicht. Wenn ich sie kennen würde, wäre es ja nicht die wichtigste Frage."

Dennoch gibt sich der Börsenguru recht entspannt. Zwar würde ihn der Gedanke an negative Zinsen irritieren, Angst würde er davor aber nicht empfinden.

Das passt ganz zu Buffett, der für seine Geduld und langfristig ausgelegte Investmentstrategie bekannt ist. Einen Tag, nachdem der Ölpreisschock zusammen mit der Coronakrise am 9. März 2020 einen zweiten "Schwarzen Montag" an den Börsen ausgelöst hatte, hat der Starinvestor in einem anderen Interview mit "Yahoo Finance" erklärt: "Es hat 89 Jahre gedauert, bis ich das erlebt habe". Trotzdem blieb er unbeeindruckt vom Markteinbruch: "Wenn man lange genug dabeibleibt, hat man irgendwann in den Märkten alles einmal gesehen".

Vielleicht dauert es ja auch gar nicht mehr lange, und der 89-Jährige erlebt auch noch Negativzinsen in den USA. Denn letztlich ist nicht auszuschließen, dass sich die Fed infolge der Coronakrise doch dazu gezwungen sieht, zu diesem Instrument zu greifen. Schließlich gibt es schon Marktteilnehmer, die nicht nur eine Rezession, sondern sogar eine Depression befürchten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Bill Pugliano/Getty Images, istockphoto / EdStock

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