17.09.2021 23:34

"Tragischer Fehler": George Soros kritisiert BlackRock scharf wegen China-Investitionen

"Konflikt auf Leben und Tod": "Tragischer Fehler": George Soros kritisiert BlackRock scharf wegen China-Investitionen | Nachricht | finanzen.net
"Konflikt auf Leben und Tod"
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BlackRock hat kürzlich einen globalen Vorstoß in Chinas Vermögensverwaltungsbranche gestartet und seinen Anlegern geraten, ihre Investments in das Land zu verstärken. George Soros bezeichnet diese Entscheidung als "tragischen Fehler" und spricht von einem "Konflikt auf Leben und Tod".
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• BlackRock hat Reihe von Anlageprodukten für China gestartet
George Soros kritisiert Vorgehen BlackRocks scharf
• Gefahr für Kundengelder und nationale Sicherheit der USA

BlackRock startet China-Initiative

BlackRock, der größte Vermögensverwalter der Welt, hat am 30. August eine Reihe von Investmentfonds und anderen Anlageprodukten für chinesische Verbraucher auf den Markt gebracht. Damit ist BlackRock der erste ausländische Vermögensverwalter, der in China ein eigenes Investmentfondsgeschäft betreibt. Zuvor hatte das Unternehmen seinen Kunden empfohlen, ihren Anteil an chinesischen Anlagen zu verdreifachen, wodurch Milliarden von US-Dollar nach China fließen werden, wie George Soros in einem Gastbeitrag für das Wall Street Journal (WSJ) schreibt. "Der chinesische Markt stellt eine bedeutende Gelegenheit dar, um die langfristigen Ziele von Investoren in China und auf der ganzen Welt zu erreichen", zitiert der US-amerikanische Investor aus einem Brief des BlackRock-Vorsitzenden Larry Fink an die Aktionäre.

"Tragischer Fehler" von BlackRock

Aufgrund seiner Haltung gegenüber chinesischen Investitionen hat Soros den Vermögensverwalter nun bereits zum zweiten Mal scharf kritisiert. Es sei ein "tragischer Fehler", zum jetzigen Zeitpunkt Milliarden in China zu investieren, schreibt der Milliardär in dem Gastbeitrag. Auch auf Twitter tut er seine Meinung kund:

"Es ist wahrscheinlich, dass die Kunden von BlackRock dadurch Geld verlieren, und, was noch wichtiger ist, es wird den nationalen Sicherheitsinteressen der USA und anderer Demokratien schaden", fährt Soros in seinem Beitrag im WSJ fort. "[…] das Unternehmen scheint das China von Präsident Xi Jinping falsch zu verstehen." Dies sei ein möglicher Grund BlackRocks, den Anlegern aktuell zu China-Investments zu raten. Zusätzlich könnten aber auch "die Gewinne, die mit dem Eintritt in Chinas bisher geschlossene Finanzmärkte zu erzielen sind", diesen Schritt beeinflusst haben, überlegt der bekannte Investor. "BlackRock ist nur das jüngste Unternehmen, das versucht, sich in China zu engagieren. Frühere Bemühungen konnten moralisch damit gerechtfertigt werden, dass sie Brücken bauten, um die Länder einander näher zu bringen, aber die Situation ist jetzt eine völlig andere. Heute befinden sich die USA und China in einem Konflikt auf Leben und Tod zwischen zwei Regierungssystemen; repressiv und demokratisch", betont Soros weiter.

Aufgrund des härteren Vorgehens der chinesischen Regierung und den damit einhergehenden Regulierungsmaßnahmen gegen chinesische Technologieunternehmen mussten chinesische Indizes teils merkliche Verluste hinnehmen. So notiert der Hang Seng derzeit mehr als 20 Prozent unter seinem Höchststand vom Februar, als er bis auf 31.183,36 Punkte geklettert war. Aktuell steht er bei 24.667,85 Punkten (Stand: Schlusskurs vom 16.09.2021). Der Shanghai Composite, der derzeit bei 3.607,09 Punkten steht, hat daneben seit seinem Hoch im Februar 3,3 Prozent verloren.

"Die BlackRock-Initiative gefährdet die nationalen Sicherheitsinteressen der USA und anderer Demokratien, weil das in China investierte Geld dazu beitragen wird, das Regime von Präsident Xi zu stützen, das im Inland repressiv und im Ausland aggressiv ist. Der Kongress sollte ein Gesetz verabschieden, das die Behördenaufsichtsbehörde ermächtigt, den Geldfluss nach China zu begrenzen. Diese Bemühungen sollten von beiden Parteien unterstützt werden", fordert Soros in seinem WSJ-Beitrag.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: ERIC PIERMONT/AFP/Getty Images, Andrew Burton/Getty Images

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