27.08.2020 08:58

DIW-Chef Fratzscher hält zweiten Lockdown für verkraftbar für deutsche Wirtschaft

"Nicht unbeding ein Fehler": DIW-Chef Fratzscher hält zweiten Lockdown für verkraftbar für deutsche Wirtschaft | Nachricht | finanzen.net
"Nicht unbeding ein Fehler"
Folgen
Der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, hält einen neuerlichen Lockdown bei einem starken Anstieg der Corona-Fälle in Deutschland für wirtschaftlich verkraftbar und als Notmaßnahme auch für ökonomisch sinnvoll.
Werbung
"Wenn die Infektionen weiter steigen, dann werden wir in Deutschland nicht um weitere Restriktionen herumkommen", sagte der DIW-Chef der Augsburger Allgemeinen.

"Ein zweiter Lockdown wäre aus wirtschaftspolitischer Sicht nicht unbedingt ein Fehler", betonte er. "Denn zum langfristigen Schutz vieler Unternehmen ist eine schnelle Bekämpfung der zweiten Welle sinnvoll, um sie möglichst klein zu halten, als wie in den USA langfristig große Probleme zu haben", fügte er hinzu. Nach einem kurzen zweiten Lockdown könnte man dann schneller wieder die Restriktionen lockern und zur Normalität zurückkehren, argumentiert Fratzscher.

Gleichwohl würde ein solcher Schritt die stark vom Export abhängige deutsche Wirtschaft besonders hart treffen und müsse am besten vermieden werden. Dazu brauche es jedoch mehr Disziplin: "Wenn sich 5 bis 10 Prozent der Menschen riskant verhalten, genügt das, um eine neue Welle mit wirtschaftlich fatalen Folgen loszutreten", warnte der Ökonom.

DJG/kla/cln

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: OSORIOartist / Shutterstock.com
Werbung
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Heute im Fokus

Ukraine-Krieg im Ticker: US-Börsen schließen stark -- DAX geht höher ins Wochenende -- Canopy Growth enttäuscht -- Klage gegen Musk und Twitter wegen Übernahme -- VW, Mercedes-Benz, Henkel im Fokus

Dell Technologies mit Umsatzplus. L'Oréal muss Vichy-Ampullen zurückrufen. China sperrt offenbar Luftraum für russische Boeing- und Airbus-Flugzeuge. Jayden Braaf und Alexander Meyer wechseln zu Borussia Dortmund. Ortstermin in Peru in Zusammenhang mit Klimaklage gegen RWE. Lufthansa-Crews müssen Maskenpflicht nicht mehr durchsetzen.

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln