Aktien-Strategie-Kolumne

Riskanter Hype


Vor einigen Jahren galt ebay in meinem Bekanntenkreis als der abolute Knaller.

Werte in diesem Artikel
Aktien

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462.95 EUR -47.05 EUR -9.23 %

Indizes

27,891.63 USD 699.33 USD 2.57 %

24,938.86 USD 495.92 USD 2.03 %

7,378.41 USD 62.26 USD 0.85 %

Stolz berichteten Freunde über ihre Neuerwerbe, die sie sich durch eine ausgefeilte Taktik beim Bieten unter den Nagel gerissen hatten. Richtig nachvollziehen konnte ich die Euphorie um die Auktionsplattform nie: Warum ganze Nächte mit Versteigerungen um die Ohren schlagen, wenn man das selbe Produkt für ein paar Euro mehr bei anderen Online-Shops einfach per Klick erwerben kann.

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Seltsamer Hype

Auch heute schüttele ich den Kopf, wenn ich vom neuesten technischen Hype höre: facebook. Früher traf man sich mit seinen Freunden in geselliger Runde, trank dazu ein paar Bier oder Weinschorle und erzählte sich dabei die wichtigen Neuigkeiten. Je später der Abend, desto toller war meist die Stimmung. Heute dagegen klemmt sich die Jugend (und nicht nur die) an ihre Rechner und tauscht stundenlang Informationshäppchen über facebook aus. Soziale Kontakte in der Realität bleiben da schnell auf der Strecke. Angesichts der Euphorie werden zudem oft alle Bedenken über Bord geworfen: Selbst sensible Daten stellen viele Nutzer bedenkenlos auf ihren Seiten ein. Die Datenschützer können einem in Anbetracht dieser Nachlässigkeit wirklich leid tun.

Rückkehr zur Normalität

Neues erregt stets das Interesse der Menschen. Langfristig durchsetzen können sich aber meist nur nützliche Dinge. Der Internethandel ist meiner Meinung nach eine echte Erleichterung. Noch nie war das Angebot so groß, der Kauf so einfach und bequem. Bei Online-Auktionen ist dagegen die Luft raus. Selbst ebay verkauft immer mehr Ware ganz „normal“. Sobald facebook den Reiz des Neuen verloren hat, dürfte auch hier die Euphorie abflachen. Sicher gibt es einen gewissen Bedarf für soziale Kontakte im Internet. Ich hoffe aber, dass die Anhänger irgendwann erkennen, dass es interessanter ist, seinem Gesprächspartner in die Augen schauen zu können.

Risiko-Aktie

Für die facebook-Aktie bedeutet das nichts Gutes. Die Bewertung ist hoch und impliziert eine Fortsetzung der Erfolgsstory. Kaum nachvollziehbar, warum sich Anleger überhaupt für den Titel interessieren. Dank der Krise gibt es reichlich andere Unternehmen, die über ein erprobtes Geschäftsmodell verfügen und weit unter ihrem fairen Wert notieren.

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Wolfgang Braun ist Chefredakteur der „Aktien-Strategie“ (früher Global Performance). Der seit 1999 erscheinende Börsenbrief hat sich auf deutsche Wachstums-Aktien spezialisiert. Dank einer ausgefeilten und bewährten Anlagestrategie schlägt das Musterdepot die Vergleichsindizes deutlich. So schaffte das Depot seit seiner Auflegung im März 1999 eine durchschnittliche jährliche Performance von rund 15 Prozent - obwohl in diesen Zeitraum der dramatische Niedergang des Neuen Marktes sowie die Finanzkrise 2008 fällt. Weitere Informationen unter www.aktien-strategie.de

Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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16:16 Meta Platforms (ex Facebook) Buy UBS AG
13:56 Meta Platforms (ex Facebook) Outperform RBC Capital Markets
09:31 Meta Platforms (ex Facebook) Neutral JP Morgan Chase & Co.
09:16 Meta Platforms (ex Facebook) Outperform RBC Capital Markets
21.07.26 Meta Platforms (ex Facebook) Buy Jefferies & Company Inc.