30.06.2022 23:18

Tesla-Bulle rät zum Kauf: Teslas Aktiensturz für Anleger eine "Gelegenheit"

Absturz übertrieben: Tesla-Bulle rät zum Kauf: Teslas Aktiensturz für Anleger eine "Gelegenheit" | Nachricht | finanzen.net
Absturz übertrieben
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Während das Jahr für erfolgsverwöhnte Tesla-Anteilseigner bislang enttäuschend verlief, betont ein Analyst, warum er den Kursrückgang bei der Tesla-Aktie als große Gelegenheit für Investoren sieht.
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• Tesla-Aktie seit Jahresbeginn deutlich unter Druck
• Analyst sieht Tesla in ähnlicher Lage wie Apple und Amazon vor einem Jahrzehnt
• Kursziel deutlich über Aktienkurs


Die Tesla-Aktie hat seit Jahresstart mehr als ein Drittel an Wert eingebüßt. Allein im letzten Monat ging es 7,42 Prozent abwärts. Garrett Nelson, Vizepräsident und Aktienanalyst von CFRA, zeigt sich im Interview mit Yahoo Finance Live dennoch weiter zuversichtlich für den Aktienkurs des Elektroauto-Pioniers.

Analyst weiter bullish für Tesla

Seine Zuversicht begründet der Experte unter anderem mit den langfristigen Geschäftsaussichten für Tesla. Im Rahmen einer Studie habe man Tesla genauer untersucht und erkannt, dass das aktuelle Tesla-Setup dem von Apple oder Amazon vor zehn oder zwölf Jahren ähnele, was die Position im Markt und ihre Funktion als Disruptoren angeht, die einen großen Marktanteil einnehmen. "Man schaut sich Apple und Mobiltelefone, Technologie und Amazon an, und das, was sie im Einzelhandel getan haben. Wir denken, dass Tesla genau das gerade in der Autoindustrie tut. Und wir prognostizieren im Laufe der Zeit ein Gewinnwachstum von etwas weniger als 7 US-Dollar pro Aktie, das sie letztes Jahr verdient haben, auf über 30 US-Dollar pro Aktie am Ende dieses Jahrzehnts, mit einem Umsatzanstieg von etwa 54 Milliarden US-Dollar im letzten Jahr auf mehr als 300 Milliarden Dollar", beschreibt Nelson im Interview die langfristigen Aussichten für das Unternehmen unter der Leitung von Milliardär Elon Musk.

Tesla-Aktie zu Unrecht abgestraft

Den aktuellen Kursrückgang von rund 30 Prozent im bisherigen Jahresverlauf hält der Analyst vor diesem Hintergrund für übertrieben. Immerhin sei Tesla mit Abstand der Bestperformer unter den Autobauern, die er und sein Team unter Beobachtung haben. Dass Tesla etwa die Erwartungen in zehn der letzten elf Quartale übertroffen habe, werde nicht genügend gewürdigt, kritisiert der Experte gegenüber Yahoo Finance Live. Darüber hinaus nennt er weitere Aspekte, die für den E-Autopionier sprechen, darunter die beiden brandneuen Fabriken in Austin und Berlin und dramatische Bilanzverbesserungen in den letzten Quartalen.

Cybertruck als Katalysator - Vorteile vor der Konkurrenz

Es gehe darum, ein Produkt zu haben, das die Leute wirklich wollen, so Nelson weiter. In den letzten Jahren seien viele Elektrofahrzeuge auf den Markt gekommen, aber die Nachfragelage sei nicht einmal annähernd so groß wie bei Tesla. Zudem setzt der Analyst große Hoffnungen auf den Cybertruck, der im kommenden Jahr ausgeliefert werden soll, hier sei sogar ein überraschender Lieferstart zum Jahresende möglich. Der Cybertruck sei ein "weiterer Katalysator", so Nelson mit Blick auf die Vorbestellungszahlen für Teslas erstes Pickup-Modell. Hinzu kämen der Tesla Semi und der Roadster, für die der Analyst ebenfalls eine hohe Nachfrage prognostiziert.

Musks Twitter-Drama kein Argument gegen die Tesla-Aktie

Das Argument vieler Kritiker, dass Elon Musks Versuch Twitter zu übernehmen, ein Nachteil für die Tesla-Aktie sei, unterstützt der Experte unterdessen nicht. Es gebe zwar Bedenken, die auch gerechtfertigt seien, da Twitter eine Ablenkung sei und Musk auch nur so viele Stunden am Tag zur Verfügung habe, wie jeder andere Mensch. Allerdings sei zu bedenken, dass es Musk in den vergangenen Jahren gelungen sei, sowohl bei Tesla als auch bei SpaceX und seinen anderen Unternehmen Wachstum zu generieren. Zudem halte er es für möglich, dass sich Musk über kurz oder lang aus der operativen Führung von Twitter zurückziehen werde.

Alles in allem sei der Kursrückgang bei der Tesla-Aktie eine "Generations-Chance für Investoren". Entsprechend hält Nelson an seinem 12-Monats-Kursziel von 1.200 US-Dollar fest, was einem Aufschlag von 75 Prozent auf den aktuellen Aktienkurs entsprechen würde.

Redaktion finanzen.net

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