Aktien Frankfurt Ausblick: Erholung nach Trumps Zoll-Wende im Grönland-Streit

22.01.26 08:16 Uhr

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach drei schwachen Tagen infolge des neuerlichen Zollschocks zeichnet sich am deutschen Aktienmarkt am Donnerstag eine Erholung ab. Denn die Drohung durch neue US-Zölle ab dem 1. Februar gegen acht europäische Länder ist nach einem Treffen des US-Präsidenten Donald Trump mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte wieder vom Tisch.

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Die Anleger reagieren erleichtert: Eine Stunde vor dem Xetra-Start signalisierte der X-Dax (DAX) den Dax gut ein Prozent über dem Vortagesschluss bei 24.812 Punkten. Zeitweise war der Dax am Vortag bis auf fast 24.349 Punkte gesunken und hatte seit dem Rekord der Vorwoche bei 25.507 Punkten dabei 4,5 Prozent abgegeben.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50, der in der Vorwoche ebenfalls Rekorde erzielt hatte, wird am Donnerstag ebenfalls erholt erwartet.

Trump hat mit Rutte einen Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion gesteckt - daher sollen doch keine Zusatzzölle kommen. Nur wenige Stunden zuvor hatte das EU-Parlament im Gegenzug zu Trumps Zollandrohung noch die Ratifizierung des Handelsdeals mit den USA gestoppt.

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"Noch sind nicht viele Details zum geplanten Abkommen zwischen den USA und der NATO bekannt", schrieb Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. "Viel wichtiger ist für die Börsianer ohnehin die Info, dass die angedrohten Zusatzzölle am 1. Februar nicht in Kraft treten werden. Ob das Grönland-Thema damit dauerhaft zur Zufriedenheit aller gelöst werden kann, bleibt zum jetzigen Zeitpunkt offen. Fürs Erste feiern die Börsen aber die neue Faktenlage."

Insbesondere Autowerte wie BMW, VW (Volkswagen (VW) vz) und Mercedes (Mercedes-Benz Group (ex Daimler)) reagierten vorbörslich mit deutlichem Kursplus. Der europäische Auto-Branchenindex war am Montag auf das tiefste Niveau seit Oktober abgerutscht.

Sehr gefragt sind auch IONOS nach einer Empfehlung der Investmentbank Oddo BHF. Der Umbruch des Internets, unter anderem durch agentische KI, sei eine Chance für den Webhoster, schrieb der Analyst Stephane Beyazian. Dagegen kamen Aktien von Salzgitter von ihren Höchstständen seit 2018 zurück. Hier gab die UBS nach der Kursrally die Kaufempfehlung auf./ag/jha/

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